
Bereits seit Jahrzehnten ist Robert Farle als unermüdlicher Streiter für eine echte Friedenspolitik im Einsatz. Seiner Linie blieb er sich auch im Bundestag treu, gewählt wurde er im Übrigen, weil er in seinem Wahlkreis das Direktmandat holte.
Farle gehörte zu den wenigen Bundestagsabgeordneten, die gegen die NATO-Osterweiterung und den Beitritt von Schweden & Finnland stimmten.
In der AfD-Bundestagsfraktion wurde Farle kaum berücksichtigt. Farle entschied sich deshalb die Bundestagsfraktion zu verlassen, blieb aber Mitglied der Partei. Nach seinem Fraktionsaustritt sah man Robert Farle regelmäßig am Mikrofon, wo er die Themen ansprach, für die seine Wähler von ihm erwarten. Insbesondere gegen den Kriegskurs bezog Farle Stellung und dies nicht nur parlamentarisch, sondern auch außerparlamentarisch, bei zahlreichen Friedensdemonstrationen.
Sein Landesverband (Sachsen-Anhalt) leitete trotzdem ein Ausschlussverfahren gegen ihn ein. Bei einer ersten Anhörung vor dem Landesschiedsgericht empfahl man Farle den Parteiaustritt, so könnte er sein Gesicht wahren. Unserer Meinung nach ist dies ein zweifelhafter Umgang mit verdienten Parteimitgliedern.
Farle betonte weiterzukämpfen, er wird sich auch in Zukunft nicht den Mund verbieten lassen und auch in Zukunft Themen aufzugreifen, um die transatlantisch geprägte Kreise in der Partei einen großen Bogen machen. Erwähnt sei hier der Austritt aus der NATO. Laut Alice Weidel ist die Mitgliedschaft in der NATO alternativlos, dementsprechend wurde auch beim zurückliegenden Europaparteitag, kein entsprechender Beschluss gefasst, die NATO zu verlassen.