
Man kann schon von einem Überraschungssieger beim ersten Wahlgang bei der Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema sprechen. Mit 29 % ließ Stefan Hartung (Freie Sachsen) die andern Kandidaten relativ klar hinter sich. Auf Platz 2 folgt Marcus Hoffmann von der CDU mit 23,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung war zudem höher ausgefallen als bei der letzten Oberbürgermeisterwahl in der Erzgebirgsstadt, was das Ergebnis umso beachtlicher macht.
Stefan Hartung ist bereits seit vielen Jahren kommunalpolitisch engagiert und er macht das was die etablierten Gebrauchtparteien längst vergessen haben. Er hört zu und nimmt die Sorgen und Ängste der Bürger ernst. Ob Corona-Fehlpolitik, ob beim Thema verfehlte Einwanderungspolitik oder beim aktuellen Kriegswahn der Etablierten, Hartung leistet Fundamentalopposition ohne dabei eine konstruktive Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg aus dem Auge zu verlieren. Diese Politik der klaren Kante kommt beim Wähler an, dieser Umstand wurde bereits bei zurückliegenden Wahlen deutlich, als er unter anderem mit den Freien Sachsen starke Wahlergebnisse erzielte.
In einem regelrechten Schockzustand befanden sich am Sonntagabend die Medien, die erst gar nicht berichteten und dann ihre altbekannte Hetze betrieben.
So titelte die sogenannte Freie Presse zur OB-Wahl in Aue-Bad Schlema: Ein Ergebnis, das fassungslos macht. Ähnlich verhielten sich die anderen Lohnbrotschreiberlinge.
Bei der Stichwahl können im Gegensatz zu anderen Bundesländern eigentlich alle Kandidaten aus dem 1. Wahlgang wieder antreten, ob dies passiert ist allerdings fraglich. Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass sich eine bundesrepublikanische Einheitsfront von der CDU bis zur Linkspartei bildet, um einen unliebsamen Kandidaten zu verhindern.
Zünglein an der Waage in der Stichwahl könnte die AfD sein, eine klare Positionierung im zweiten Wahlgang zu Gunsten von Stefan Hartung würde die Chancen deutlich steigern. Die AfD selbst landete im ersten Wahlgang nur auf Platz 4. Ob die Partei letztendlich dazu bereit ist, ist fraglich. Zu sehr ist die Partei zumindest teilweise im Abgrenzungswahn gefangen und dies leider auch in Sachsen.
Letztendlich haben es bei der Stichwahl die Wähler in der Hand.
Alexander Kurth







