Die Prinzen sagen Ade

Die Prinzen sagen Ade

Ich muss zugeben: Als junger Spund habe ich Die Prinzen auch gehört. Sie liefen im Radio rauf und runter, man kam gar nicht drum herum. Aber das ist lange her. Heute erinnert man sich eher mit einem Schulterzucken daran, wenn überhaupt.

Denn wenn die Band heute noch irgendwo medial auftaucht, dann eigentlich nur noch über Sebastian Krumbiegel. Und der ist längst nicht mehr als Musiker bekannt, sondern eher als jemand, der zu allem eine moralische Ansage parat hat. Egal welches Thema, er ist da, erklärt, mahnt, bewertet. Immer derselbe Ton, immer derselbe erhobene Zeigefinger.
Das Problem: Irgendwann nervt es einfach. Nicht, weil man keine Meinung haben darf, sondern weil es wirkt wie Dauerbelehrung im Endlosmodus, fern an jeder Realität vorbei.

Und ja, das färbt natürlich auf die Band ab. Wenn man bei „Die Prinzen“ nicht mehr an Musik denkt, sondern an politische Statements, an eine woke Wuchtbrumme, dann läuft irgendwas schief.

Jetzt also der Abschied im nächsten Jahr. Er kommt nicht überraschend. Die musikalische Bedeutung ist schon lange weg, der Zenit überschritten.

Der Frontsänger wird uns wohl trotzdem erhalten bleiben. Nur eben kaum noch auf der Musikbühne, sondern weiter im Dauereinsatz als Kommentator und Dauermahner im K(r)ampf gegen Rechts.

Ein Freund

Hier geht’s zum Video

https://youtu.be/eedrlTmdwko?is=C8m2xhHMb__zkcaZ

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