
Ami go home – Ramstein endlich schließen!
Wieder einmal wird von deutschem Boden aus ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg mitgesteuert und mitermöglicht – diesmal gegen den Iran. Die US-Airbase Ramstein ist hier das zentrale Drehkreuz: Hier landen zum Beispiel die Maschinen, die aus Spanien abgewiesen wurden, hier laufen die Logistikströme zusammen, hier wird der ganze Aufmarsch koordiniert.
Ohne Ramstein wäre auch der aktuelle Bombenhagel auf iranische Ziele, mit B-2-Stealth-Bombern und Drohnen logistisch massiv eingeschränkt. Flugdaten zeigen es klar: Dutzende Flüge, C-17-Transporter, AWACS, elektronische Kampfflugzeuge wie die EA-37B, alles geht über Ramstein.
Dies ist natürlich keine Überraschung. Ramstein war schon immer die unverzichtbare Kriegszentrale für US-Kriege im Nahen und Mittleren Osten, aber auch anderswo. Drohnenmorde im Jemen, in Somalia, Pakistan, Afghanistan, die Steuerung lief und läuft über die Airbase in der Westpfalz.
Dabei hat selbst das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass Deutschland eine Schutzpflicht hat und nicht einfach wegschauen darf. Trotzdem passiert genau das: Wegschauen, abnicken, mitmachen. Aber nach außen hin fabulieren das man sich an diesen Kriegen nicht beteiligt, so war es zum Beispiel beim Krieg gegen den Irak der Fall.
Und nun beim Krieg gegen den Iran? Wieder derselbe Dreck. US- und israelische Angriffe auf eine souveräne Nation und die brd stellt die Infrastruktur und agiert als Komplize. Punkt! Wer Land was eigentlich ihm gehört, seinen Luftraum, seine Technik für Angriffskriege hergibt, der trägt Mitverantwortung für die Toten, für die Eskalation, für das Chaos.
Das Schlimmste daran ist die totale Rückgratlosigkeit aller relevanten Parteien. Von SPD, Grüne, FDP, CDU/CSU ist nichts anderes zu erwarten. Aber auch von der AfD und dem BSW traut sich fast niemand ernsthaft, die Schließung von Ramstein zu fordern. Abgesehen von wenigen Funktionären.
Kein Antrag, keine echte Debatte, nichts. Keine Großdemonstration vor der Kriegszentrale! Stattdessen hört man immer dasselbe Gewäsch von Bündnissolidarität oder transatlantischer Partnerschaft oder die Mitgliedschaft in der NATO ist alternativlos.
Dabei weiß man genau was in Ramstein läuft.
Dieselbe Feigheit gilt für Grafenwöhr, Spangdahlem, Baumholder, Stuttgart und all die US-Kriegszentralen auf deutschem Boden. Keine Partei will das anpacken, weil man Angst hat vor Washington, vor Medienkampagnen, vor dem Vorwurf des „Anti-Amerikanismus“. Lieber wegducken, lieber subventionieren, lieber mitbezahlen, lieber mitmorden!
Und ja und auch das wissen viele nicht: Wir bezahlen mit! Hunderte Millionen Euro fließen jedes Jahr in diese Basen. Bau, Infrastruktur sowie Folgekosten. Die USA sparen Milliarden, Deutschland finanziert seine eigene Entmündigung mit. Zudem erntet Deutschland auch noch die Flüchtlinge, welche durch US-Kriege geschaffen werden.
Deutsche Souveränität ist noch immer Fehlanzeige! 80 Jahre nach dem Krieg hängen wir immer noch am Tropf fremder Mächte, die uns als willigen Helfer für ihre Abenteuer missbrauchen. Die uns nicht einmal eigenständig darüber entscheiden lassen, aus welchen Ländern wir unsere Rohstoffe beziehen, siehe die endlose Debatte um Nordstream.
Es ist geradezu erbärmlich. Eine Regierung und eine handzahme Opposition, die nicht mal den Mut aufbringt, Nein zu sagen, wenn von deutschem Boden aus Bomben auf ein anderes Land fallen. Die nicht ansatzweise die Forderung stellt: Ramstein schließen, US-Truppen raus, Souveränität zurückholen.
Die Friedensbewegung ist ebenfalls seit Jahren viel zu ruhig geworden. Dabei sollte endlich Schluss mit der Unterwürfigkeit sein! Schluss mit der Mitmacherei bei illegalen Kriegen.
Ami go home. Ramstein schließen. Und zwar jetzt, bevor der nächste Krieg über unsere Köpfe hinweg eskaliert.
Alexander Kurth








