Wegen der Beteiligung von Russland, die BRD und andere Staaten verweigern die Teilnahme an der Eröffnungsfeier

Boykott der Paralympics‑Eröffnungsfeier: Ein Signal gegen Verständigung

Mehrere Länder, darunter Deutschland, haben angekündigt, die Eröffnungsfeier der Paralympics zu boykottieren, weil Russland und Belarus teilnehmen. Offiziell soll dies Solidarität mit der Ukraine zeigen. Doch in Wahrheit ist dies ein Schritt, der Verständigung verhindert, anstatt sie zu fördern.

Die Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht der Sportler aus Russland, die sich durch harte Arbeit ihre Startplätze verdient haben und unter politischem Druck nicht leiden sollten. Anstatt Brücken zu bauen, wird hier Strafe auf die Athleten übertragen, während die Politik außen vor bleibt. Ein Zeichen für Dialog und Respekt hätte gerade die Paralympics sein können, dieses wurde bewusst verpasst.

Bemerkenswert ist, dass dieselben Diskussionen und Boykottaufrufe aus Deutschland nicht auftauchen, wenn es um Israel geht, eine Doppelmoral die zum Himmel stinkt. Diese selektive Moralpolitik entlarvt den Boykott als politische Show, nicht als echten Ausdruck von Solidarität oder ethischer Verantwortung.

Wer wirklich Solidarität ernst meint, würde Sport nicht als politisches Schlachtfeld missbrauchen. Russland und seine Sportler hätten die Chance gehabt, ein positives Signal zu setzen und Teil der internationalen Sportgemeinschaft zu bleiben. Der Boykott zeigt stattdessen, dass einige Staaten offenbar keine Verständigung wollen, sondern nur auf Konfrontation setzen. Das kennen wir ja bereits aus der Politik.

Sascha Steinbrecher

Entscheidung Iran

Gastbeitrag von Karl Richter

Der 28. Februar 2026 wird im Rückblick als der Tag erscheinen, der vieles verändert hat. Er wird als großer Schritt in die Barbarisierung der internationalen Ordnung in die Geschichte eingehen. Als Tag, an dem die USA und Israel das Völkerrecht endgültig begruben.

Iran ist seit Jahrzehnten der Paria der Welt. Das Land wurde schon in den 50er-Jahren von den USA mit Sanktionen belegt, als der Schah-Vorgänger Mossadegh die Ölindustrie verstaatlichte. Seit 1979 ist das Sanktionsregime permanent. Seit 2018, während Trumps erster Amtsperiode, unterliegen die iranischen Ölexporte sogar einem Totalembargo. Die Auswirkungen treffen vor allem die Bevölkerung.

Der derzeitige Krieg hat mithin eine lange Vorgeschichte, die sich letztlich auf zwei zentrale Momente zusammenkürzen läßt: Öl und die geostrategische Bedeutung des Landes. Fällt heute Iran, dann fallen morgen Rußland und China. Das iranische Hochland ist die entscheidende Klammer der eurasischen Landmasse. Fassen die USA hier Fuß, liegen ihnen alle Wege nach Rußland, China und zur Beherrschung des eurasischen Großkontinents offen. Und nicht zuletzt: der große Satan duldet keine Länder, die ihm die Stirn bieten. Dabei ist Widerstand gegen die westliche Massenmörder- und Pädophilen-Ordnung mehr denn je geboten. Der russische Geopolitiker Alexander Dugin formulierte jüngst mit Blick auf die Epstein-Files (über die plötzlich niemand mehr spricht!) völlig richtig: „Die westliche Welt ist zusammengebrochen. Kein einziger westlicher politischer Führer, ob in den USA oder der Europäischen Union, behält irgendeine moralische Autorität. Das ist ein Coming-out: praktisch der gesamte globale Westen erscheint als pädophile satanische Organisation. Es ist das Ende jedes Anspruchs auf Führung.“

Umso abartiger mutet der selbstherrliche, von keinerlei Rücksichten gehemmte Angriff der letzten Tage an, von dem US-Verteidigungsminister Hegseth allen Ernstes behauptet, die USA hätten den Krieg nicht begonnen, sondern beendeten ihn. Beim Angriff selbst machten sich Amerikaner und Israelis Geheimdienstdaten zunutze, wonach sich die iranische Führungsspitze in einem Gebäudekomplex in Teheran versammeln würde, in dem die Büros des Präsidenten, des Obersten Führers Ali Khamenei und des Nationalen Sicherheitsrates untergebracht sind. 30 Bomben trafen das Gebäude. Khamenei, 86 Jahre alt und seit fast vier Jahrzehnten geistliches Oberhaupt der Islamischen Republik, fand den Tod. Mit ihm starben der Vorsitzende des nationalen Verteidigungsrats, der Anführer der Revolutionsgarden, der Verteidigungsminister und der Generalstabschef, außerdem mindestens zwei Dutzend weiterer hochrangiger Militärs und Entscheidungsträger; von der Auslöschung einer Mädchenschule in der Stadt Minab mit 180 getöteten Kindern und Lehrern nicht zu reden. Die gezielte Ermordung der gegnerischen Staatsführung kommt einem Zivilisationsbruch gleich. Rußland hat sich dazu in vier Jahren Ukrainekrieg nicht hinreißen lassen.

Donald Trump, der versprochen hatte, die endlosen US-Kriege zu beenden, hat am Samstag die letzten Masken fallen lassen. Er versprach, das iranische Raketenarsenal dem Erdboden gleichzumachen, und drohte mit schlimmster Vergeltung, sollte Iran auf die Ermordung Khameneis reagieren. Kennen wir: die Angegriffenen sollen sich noch nicht einmal wehren dürfen und sich lieber mucksmäuschenstill abschlachten lassen. Eine ähnliche Forderung richtete die NATO 1999 an das von ihr überfallene Jugoslawien.

Das offizielle Motiv für den Angriff – die angebliche nukleare Bedrohung – hält keiner Überprüfung stand. Der Direktor der Internationalen Atomenergie-Organisation, Rafael Grossi, hatte erst kurz zuvor erklärt, es gebe kein iranisches Atomwaffenprogramm und keine unmittelbare Bedrohung. Und noch am Vortag des Angriffs meldete der omanische Außenminister, der seit Wochen zwischen Washington und Teheran vermittelt hatte, ein Friedensabkommen sei in Reichweite – Iran habe zugestimmt, seine Vorräte an angereichertem Uran auf das niedrigstmögliche Niveau zu senken. Dann fielen die Bomben. Nach demselben Schema verfahren die Ukrainer seit Jahren: Eskalationsschläge mitten aus laufenden Verhandlungen heraus – ein Lehrbeispiel in Sachen westliche Werte.

Dominik Steiger, Professor für Völkerrecht an der TU Dresden, war auf die Frage, ob der Angriff auf den Iran völkerrechtswidrig ist, im ZDF erfreulich eindeutig: „Die Antwort darauf ist ganz einfach: Nein, das durften sie nicht.“ Die UN-Charta kennt beim Gewaltverbot nur zwei Ausnahmen: Selbstverteidigung gegen einen akuten bewaffneten Angriff oder ein Mandat des Sicherheitsrats. Beides lag nicht vor. Die Behauptung einer möglichen künftigen Bedrohung genügt nicht. Wird sie heute als Kriegsgrund akzeptiert, sind morgen Präventivschläge auf bloßen Verdacht an der Tagesordnung. Es liegt auf der Hand, daß sich Washington und Tel Aviv eine solche Gangster-Weltordnung wünschen. Sie wäre gleichbedeutend mit permanenten Kriegen weltweit.

Unverkennbar ist die fortschreitende Demontage des Rechts und die damit einhergehende Barbarisierung. Spätestens nach dem Golfkrieg 2003 – aber eigentlich schon bei den Nürnberger Prozessen 1945/46 – wurde die Welt daran gewöhnt, Folter wieder als juristisches Mittel zu akzeptieren und damit hinter die Aufklärung zurückzufallen. Rechtswidrig und verbrecherisch waren die NATO-Überfälle auf Jugoslawien (1999), den Irak (2003), die westlichen Interventionen in Libyen (2011) und Syrien (2012). Seit Beginn des Gazakrieges 2023 wird die völlig rechtsfreie Kriegführung der Netanjahu-Regierung im Gazastreifen international weitgehend toleriert. Das Gewaltverbot, seit 1945 eines der fundamentalen Prinzipien der internationalen Beziehungen, wird vom moralisch bankrotten Westen einschließlich Israels nunmehr offen als Hindernis betrachtet und kurzerhand beiseitegeräumt.

Was besonders erschütternd ist: auch ein Großteil der Rechtskonservativen und vorgeblich „Aufgewachten“ bis weit ins AfD-Funktionariat hinein applaudiert dazu. Es ist nach Corona und dem Ukrainekrieg der nächste große Intelligenztest, an dem viele scheitern. Leider sind all die Schunkes, Tichys und Reichelts blind vor Islamhaß und verkennen völlig, was die Stunde geschlagen hat. Wenn sich jetzt das Faustrecht gegen das Recht durchsetzt, kann morgen jeder aus irgendeinem beliebigen Grund das nächste Opfer sein, und niemand wird danach krähen. Mit guten Gründen legt Alexander Dugin deshalb der russischen Führung nahe, sich nicht demselben Risiko auszusetzen wie die ausgelöschte iranische Spitze, und sich lieber selbst der amerikanischen Methoden zu bedienen: „Das heißt, wir könnten die militärische und politische Führung der Ukraine eliminieren und ohne Kostenbeachtung die Aufgaben der militärischen Sonderoperation lösen.“ Völlig korrekt. Nur Verrückte oder Verbrecher können solche internationalen Beziehungen wollen.

Europa und insbesondere Deutschland werden sich auf Turbulenzen einstellen müssen. Die Sicherheit Deutschlands und seiner Nachbarn, die allesamt militärisch impotent sind, beruht nicht auf Flugzeugträgern, sondern nur noch auf der Verbindlichkeit des Rechts. Fällt diese weg und provoziert eine an Dilettantismus nicht zu überbietende Narrenregierung wie diejenige unter Merz den Konflikt gleichzeitig mit Rußland, den USA und der islamischen Welt, stehen uns stürmische Zeiten ins Haus. Jeder unserer Nachbarn, etwa die Polen, erst recht Rußland, könnte völlig folgenlos einmarschieren und tabula rasa machen. Im besten Fall würde ein solches Szenario wenigstens das Ende des Regimes bedeuten.

Von den naheliegenden Folgen der amerikanisch-israelischen Verbrecherpolitik reden wir gar nicht erst. Der Ölpreis zog seit Samstag um 16 Prozent an, der Preis für LNG-Gas aus Katar um 45 Prozent. Am Dienstag hat Iran die Straße von Hormuz offiziell geschlossen. Wir werden einen Inflationsschub, vermutlich auch unterbrochene Lieferketten erleben, vielleicht Anschläge – schließlich macht Germany mit der Epstein-Koalition gemeinsame Sache. China hat den Export seltener Erden in die USA bereits gestoppt. Das Petrodollar-System – ohnehin unter Druck, seit der Dollaranteil an den globalen Devisenreserven von 71 auf 57,8 Prozent gefallen ist – verliert rasant weiter an Boden, was eine gute Nachricht ist. Die Integration des BRICS-Blocks wird unfreiwillig forciert: Chinas Interbanken-Zahlungssystem und die mBridge-Plattform, die digitale Währungskorridore zwischen China, den Emiraten, Saudi-Arabien und anderen Staaten eröffnet, sind voll funktionsfähig. Ihre Inbetriebnahme könnte vorgezogen werden und den Dollar weiter auf Talfahrt schicken.

Teheran wird den Krieg gegen die Verbrechermächte Israel und USA militärisch nicht gewinnen können. Das ist auch nicht die entscheidende Frage. Iran muß nur durchhalten, überleben und den Preis für USrael hochtreiben. Moralisch kann den Iranern schon jetzt niemand den Sieg nehmen: der greise Khamenei, der sich nicht evakuieren ließ und seinen Nachfolger offenbar bereits bestimmt hatte, ist zum Märtyrer geworden. Ein Märtyrer wiegt bei den Schiiten schwerer als ein Amtsinhaber. Der tote oberste Führer ist ein mächtiger Impuls, um das Land jetzt vor den Augen der Welt zusammenzuschweißen. Ohnedies ist eine handlungsfähige „Opposition“ weit und breit nicht zu sehen. Jeder Tag, an dem der Iran kämpft und nicht kapituliert, ist eine Niederlage für Washington.

Man lag in der Vergangenheit immer richtig, wenn man sich mit denjenigen solidarisierte, die von Medien, Transatlantikern und Israelfreunden bespieen wurden: Ghaddafi, Saddam Hussein, Assad, Corona-Leugnern, Russen, Putin sowieso. Im Kampf um das Selbstbestimmungsrecht souveräner Völker und eine gerechtere Weltordnung stehe ich seit langem an der Seite Irans. Ich war vor einigen Jahren dort und nahm an einer internationalen Konferenz in Mashhad teil. Ich lernte ein Volk kennen, das sich trotz der Sanktionen seine Lebensfreude, seine Gastfreundschaft und seinen Nationalstolz bewahrt hat. Heute bin ich mit meinen Wünschen und Gebeten bei ihm. Mit Gottes Hilfe beißt sich Satan am Land der Arier die Zähne aus.

Es ist höchste Zeit: Ramstein schließen –Ami go home!

Ami go home – Ramstein endlich schließen!

Wieder einmal wird von deutschem Boden aus ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg mitgesteuert und mitermöglicht – diesmal gegen den Iran. Die US-Airbase Ramstein ist hier das zentrale Drehkreuz: Hier landen zum Beispiel die Maschinen, die aus Spanien abgewiesen wurden, hier laufen die Logistikströme zusammen, hier wird der ganze Aufmarsch koordiniert.

Ohne Ramstein wäre auch der aktuelle Bombenhagel auf iranische Ziele, mit B-2-Stealth-Bombern und Drohnen logistisch massiv eingeschränkt. Flugdaten zeigen es klar: Dutzende Flüge, C-17-Transporter, AWACS, elektronische Kampfflugzeuge wie die EA-37B, alles geht über Ramstein.
Dies ist natürlich keine Überraschung. Ramstein war schon immer die unverzichtbare Kriegszentrale für US-Kriege im Nahen und Mittleren Osten, aber auch anderswo. Drohnenmorde im Jemen, in Somalia, Pakistan, Afghanistan, die Steuerung lief und läuft über die Airbase in der Westpfalz.

Dabei hat selbst das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass Deutschland eine Schutzpflicht hat und nicht einfach wegschauen darf. Trotzdem passiert genau das: Wegschauen, abnicken, mitmachen. Aber nach außen hin fabulieren das man sich an diesen Kriegen nicht beteiligt, so war es zum Beispiel beim Krieg gegen den Irak der Fall.

Und nun beim Krieg gegen den Iran? Wieder derselbe Dreck. US- und israelische Angriffe auf eine souveräne Nation und die brd stellt die Infrastruktur und agiert als Komplize. Punkt! Wer Land was eigentlich ihm gehört, seinen Luftraum, seine Technik für Angriffskriege hergibt, der trägt Mitverantwortung für die Toten, für die Eskalation, für das Chaos.

Das Schlimmste daran ist die totale Rückgratlosigkeit aller relevanten Parteien. Von SPD, Grüne, FDP, CDU/CSU ist nichts anderes zu erwarten. Aber auch von der AfD und dem BSW traut sich fast niemand ernsthaft, die Schließung von Ramstein zu fordern. Abgesehen von wenigen Funktionären.

Kein Antrag, keine echte Debatte, nichts. Keine Großdemonstration vor der Kriegszentrale! Stattdessen hört man immer dasselbe Gewäsch von Bündnissolidarität oder transatlantischer Partnerschaft oder die Mitgliedschaft in der NATO ist alternativlos.

Dabei weiß man genau was in Ramstein läuft.
Dieselbe Feigheit gilt für Grafenwöhr, Spangdahlem, Baumholder, Stuttgart und all die US-Kriegszentralen auf deutschem Boden. Keine Partei will das anpacken, weil man Angst hat vor Washington, vor Medienkampagnen, vor dem Vorwurf des „Anti-Amerikanismus“. Lieber wegducken, lieber subventionieren, lieber mitbezahlen, lieber mitmorden!

Und ja und auch das wissen viele nicht: Wir bezahlen mit! Hunderte Millionen Euro fließen jedes Jahr in diese Basen. Bau, Infrastruktur sowie Folgekosten. Die USA sparen Milliarden, Deutschland finanziert seine eigene Entmündigung mit. Zudem erntet Deutschland auch noch die Flüchtlinge, welche durch US-Kriege geschaffen werden.

Deutsche Souveränität ist noch immer Fehlanzeige! 80 Jahre nach dem Krieg hängen wir immer noch am Tropf fremder Mächte, die uns als willigen Helfer für ihre Abenteuer missbrauchen. Die uns nicht einmal eigenständig darüber entscheiden lassen, aus welchen Ländern wir unsere Rohstoffe beziehen, siehe die endlose Debatte um Nordstream.

Es ist geradezu erbärmlich. Eine Regierung und eine handzahme Opposition, die nicht mal den Mut aufbringt, Nein zu sagen, wenn von deutschem Boden aus Bomben auf ein anderes Land fallen. Die nicht ansatzweise die Forderung stellt: Ramstein schließen, US-Truppen raus, Souveränität zurückholen.

Die Friedensbewegung ist ebenfalls seit Jahren viel zu ruhig geworden. Dabei sollte endlich Schluss mit der Unterwürfigkeit sein! Schluss mit der Mitmacherei bei illegalen Kriegen.
Ami go home. Ramstein schließen. Und zwar jetzt, bevor der nächste Krieg über unsere Köpfe hinweg eskaliert.

Alexander Kurth

Presseerklärung: Stoppt den Angriffskrieg gegen den Iran!

Folgende Pressemitteilung veröffentlichen wir zur Kenntnisnahme.

Der Aufbruch Leverkusen und der Aufbruch Frieden-Souveränität-Gerechtigkeit verurteilen die jüngsten militärischen Angriffe der USA und Israels auf den Iran auf das Schärfste.
Dieser brutale Akt der Aggression, der am 28. Februar 2026 begann und zum Tod iranischer Regierungsmitglieder sowie zahlreicher Zivilisten führte, stellt nicht nur eine massive Verletzung internationaler Normen dar, sondern unterstreicht die rücksichtslose Arroganz der beteiligten Mächte. Die USA und Israel haben damit ihre Rolle als Destabilisatoren der globalen Ordnung endgültig zementiert!
Wie bereits beim Genozid in Gaza erleben wir bei der Bundesregierung eine geradezu beschämende Komplizenschaft.
Der Angriff ohne UN-Mandat ist völkerrechtswidrig und hat die Region innerhalb weniger Tage in ein Pulverfass verwandelt. Die USA und Israel haben nach ihrem altbekannten Muster gehandelt – ohne jegliche Legitimation durch die Vereinten Nationen – und damit das Prinzip der Souveränität souveräner Staaten mit Füßen getreten.
Diese Aggression hat nicht nur Hunderte Zivilopfer gefordert, sondern auch den Nahen Osten in einen eskalierten Konflikt gestürzt, der nun Länder wie den Libanon und die Golfstaaten bedroht. Die Verantwortung für dieses Chaos liegt allein bei den Angreifern, die ihre militärische Überlegenheit missbrauchen, um geopolitische Interessen durchzusetzen.
US-Präsident Donald Trump tritt damit nun endgültig in die Fußstapfen seiner Vorgänger, indem er die Politik der Drohnenmorde und Angriffskriege fortsetzt, die bereits den Irak, Afghanistan und Syrien in Trümmer gelegt haben. Seine Administration verkörpert den Höhepunkt amerikanischer Hybris, die unter dem Deckmantel der „Selbstverteidigung“ globale Instabilität schürt und unzählige Leben opfert.
Ebenso verwerflich ist die Beteiligung Israels unter Premierminister Benjamin Netanyahu, der per internationalem Haftbefehl gesucht wird. Nach dem Genozid in Gaza, der Zehntausenden unschuldigen Palästinensern das Leben kostete, begeht Netanyahu nun die nächsten Kriegshandlungen, die seine Regierung als Serientäter im Völkerrecht entlarven. Israel, das sich selbst als Demokratie darstellt, handelt wie ein Schurkenstaat, der internationale Gesetze ignoriert und seine Nachbarn terrorisiert.
Selbst politisch naive Menschen sollten erkennen, dass die Gründe für den Angriffskrieg auf einen souveränen Staat lediglich vorgeschoben sind und vor Doppelmoral nur so triefen. Die USA und Israel behaupten, Irans nukleares Programm und angebliche Bedrohungen zu bekämpfen, doch dies dient lediglich als Vorwand für imperialistische Expansion und die Sicherung von Ressourcen. Während sie den Iran als „Terrorregime“ diffamieren, unterstützen sie selbst autoritäre Regime in der Region und führen illegale Drohnenangriffe durch. Diese Heuchelei ist umso empörender, da Verhandlungen über das Atomprogramm noch liefen, als die Bomben fielen. Ein klares Zeichen dafür, dass Diplomatie nie eine echte Option war.
Dass Politiker fast aller Parteien den Angriff und die Ermordung von Regierungsfunktionären teilweise lautstark begrüßen, ist beschämend und ein Armutszeugnis für die westliche Politik sowie für die Politik in Deutschland. In den USA und Israel wird diese Barbarei als „Erfolg“ gefeiert, was die moralische Verkommenheit ihrer Führungen offenbart. Selbiges gilt für das Verhalten der Bundesregierung, die dem Iran sogar das Recht auf Selbstverteidigung absprechen will. Kanzler Friedrich Merz und seine Koalition haben sich einmal mehr als willfährige Vasallen der USA positioniert, indem sie die Aggression unterstützen und Irans legitime Gegenwehr als „Terror“ verurteilen. Statt unabhängig zu agieren, folgt die Bundesregierung blind den Interessen Washingtons und Tel Avivs.
Vernunft und Diplomatie wären in der aktuellen Situation zwingend notwendig. Statt weiterer Eskalation fordern wir einen sofortigen Waffenstillstand, die Einbeziehung der Vereinten Nationen und echte Verhandlungen. Die USA, Israel und ihre Unterstützer – wie die Bundesregierung – müssen zur Rechenschaft gezogen werden, um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen. Nur durch die konsequente Ablehnung solcher Aggressionen kann Frieden in der Region hergestellt werden.

Verantwortlich:

Markus Beisicht/Aufbruch Leverkusen

Alexander Kurth/Aufbruch Frieden-Souveränität-Gerechtigkeit

USA und Israel greifen den Iran an!

Kriegslüge „Befreiung“ – alte Rechtfertigung, neue Eskalation

Der Angriff auf den Iran durch Israel und die USA ist kein Akt der Selbstverteidigung er wird auch nicht durchgeführt um angeblich das iranische Volk zu befreien, sondern es handelt sich um blanke Machtpolitik. Wieder wird der Welt erzählt, man handle im Interesse der Sicherheit – und wie in fast jedem modernen Angriffskrieg wird plötzlich behauptet, man wolle das Volk „befreien“. Dieses Argument ist so durchsichtig wie zynisch.

Die USA nutzen Israel einmal mehr als vorgeschobenen Frontstaat, während sie selbst militärisch, logistisch und politisch absichern, was völkerrechtlich kaum zu rechtfertigen ist. Washington predigt Demokratie, unterstützt aber Bombardements, Sanktionen und Destabilisierung, die ganze Gesellschaften ins Elend stürzen. Israel wiederum agiert zunehmend als Staat über dem Recht, geschützt durch die bedingungslose Rückendeckung der USA – unabhängig von zivilen Opfern oder internationaler Kritik.

Wer wirklich an Frieden in der Region interessiert ist, würde keine Raketen schicken, sondern Sanktionen aufheben, Dialog ermöglichen und Verhandlungen führen. Stattdessen wird erneut Krieg verkauft als moralische Pflicht.

Es geht nicht um Freiheit, nicht um Menschenrechte – sondern um Kontrolle, Abschreckung und geopolitische Dominanz. Und den Preis dafür zahlt wie immer in einem Krieg die Zivilbevölkerung.

Alexander Kurth

Panzer Toni fordert harte Linie gegen Ungarn

Panzer Toni fordert harte Linie gegen Ungarn!

Die EU erweist sich einmal mehr als Zwangskonstrukt, ein aktuelles Beispiel liefert Anton Hofreiter von Bündnis 90/Die Grünen. Er fordert erneut, Ungarn das Stimmrecht in der EU zu entziehen, weil Budapest das 20. Sanktionspaket gegen Russland und ein weiteres milliardenschweres Hilfspaket für die Ukraine blockiert.
Aus ungarischer Sicht geht es dabei um handfeste nationale Interessen: etwa um die Wiederaufnahme von Öllieferungen über die Druschba-Pipeline.

Für Hofreiter hingegen ist das keine legitime Position, sondern „Erpressung“ und ein Verstoß gegen das was er als europäische Werte bezeichnet. Werte, die offenbar nur dann gelten, wenn sie deckungsgleich mit der politischen Linie Berlins, Brüssels und der NATO sind.
Hofreiter hat sich seit Beginn des Krieges als einer der konsequentesten Befürworter immer weiterer Waffenlieferungen positioniert. Diplomatische Zurückhaltung oder strategische Geduld spielen in seinen öffentlichen Auftritten kaum eine Rolle.

Das bestehende Artikel-7-Verfahren gegen Ungarn reicht ihm nicht mehr aus, es gehe zu langsam, man sei zu zahnlos gegenüber Ungarn. Stattdessen fordert er offen den Stimmrechtsentzug. Ein drastischer Schritt, der faktisch bedeutet, einen Mitgliedstaat politisch zum Schweigen zu bringen.
Wer nicht beim Kriegs- und Sanktionskurs mitzieht, steht schnell unter Generalverdacht. Das gilt für Ungarn, die Slowakei und alle, die Zweifel an immer neuen Eskalationsstufen äußern oder äußern würden.

Auch innerhalb der deutschen Bevölkerung wächst die Skepsis gegenüber einem Kurs, der immer höhere wirtschaftliche und soziale Kosten verursacht. Doch diese Skepsis wird nicht als legitime Sorge anerkannt, sondern häufig als moralisches Defizit abgetan.
Besonders deutlich wird das bei der Debatte um Taurus-Marschflugkörper. Hofreiter fordert deren Lieferung mit großer Vehemenz, obwohl selbst Befürworter einräumen, dass dies eine massive Eskalation bedeuten würde. Die Risiken scheinen dabei zweitrangig. Kritiker merken an: Wer in Talkshows über Reichweiten und Zieloptionen spricht, sitzt selbst weit entfernt von den möglichen Konsequenzen.

Das inzwischen 20. Sanktionspaket wirkt eher wie Routine als wie ein wirksames Instrument für den Frieden. Wieder geht es um Öl, um sogenannte Schattenflotten, um Finanzsanktionen. Die EU rechnet mit Milliardenverlusten für Moskau, blendet aber oft aus, dass Europa selbst mit hohen Energiepreisen, Industrieabwanderung und Inflation kämpft.

Dass Länder wie Ungarn oder die Slowakei hier bremsen, ist zumindest nachvollziehbar und eine Politik der Vernunft.
Das bedeutet natürlich nicht, dass Viktor Orbán unfehlbar wäre. Aber er vertritt in dieser Hinsicht offen nationale Interessen. Hofreiter dagegen vertritt vor allem eine ideologisch stark aufgeladene Linie, die wenig Raum für Abweichungen lässt und damit immer weiter zur Spaltung der EU beiträgt, ein Umstand der natürlich zu befürworten ist.

Anton Hofreiter steht exemplarisch für eine Politik, die moralische Absolutheit über politischen Ausgleich und politische Vernunft stellt. Wer Frieden ausschließlich über Waffen und Sanktionen denkt, blendet andere Wege aus. Und wer in einer ohnehin angespannten europäischen Lage vor allem lauter wird, zeigt vor allem eines: dass ihm ein überzeugender Plan B fehlt.
Vielleicht wäre es an der Zeit, weniger mit Druck und mehr mit Argumenten zu arbeiten. Weniger mit Drohungen, mehr mit Diplomatie. Das wäre tatsächlich konsequentes Handeln und eines, das Europa eher zusammenführen als weiter auseinanderdriften lassen würde.

Sascha Steinbrecher

Die Transatlantik-Falle der Rechten

Mit diesem Gastbeitrag von Karl Richter machen wir auch ausnahmsweise mal Werbung für ein anderes Magazin

„Compact“-Herausgeber Jürgen Elsässer liegt richtig: die Trump-Besoffenheit, die bei vielen im patriotischen Lager herrscht, ist naiv, gefährlich und geschichtsvergessen. Nach einem Jahr Trump sollte jeder, der seine fünf Sinne beisammen hat, erkennen: auch Trumps Administration hat – was ihr nicht anzulasten ist – in allererster Linie amerikanische Interessen im Blick, und alle anderen haben nach der amerikanischen Pfeife zu tanzen. Wer aufmuckt, riskiert wie seit jeher Bombenteppiche, Sanktionen, Annexion oder atomare Vernichtung. Auch AfD-Chefin Alice Weidel, letztes Jahr noch von Elon Musk auf der internationalen Bühne geadelt, bekam das dieser Tage zu spüren – sie hatte zusammen mit ihrem Co-Chef Tino Chrupalla Trumps Wildwest-Politik in Venezuela und Grönland kritisiert und wurde dafür von George Weinberg, dem Vorsitzenden von Trumps Auslandsorganisation „Republicans Overseas“, böse heruntergeputzt („einfach dumm“).

Und wer hinter Trump Israel als Strippenzieher sieht, hat damit nicht erst im Licht der Epstein-Files recht. Die USA sind der verlängerte Arm Israels, unter Trump nicht weniger als unter Obama, den Bushs und Biden. Schon das macht Uncle Sam gemeingefährlich für den Rest der Welt. Das ist alles nichts Neues.

Es ist außerordentlich kurzsichtig und alles andere als im deutschen Interesse, sich Trump an den Hals zu werfen, weil er patriotische Töne spuckt und – wie jüngst auf der Münchner Sicherheitskonferenz durch Außenminister Rubio – vor Islamisierung und Überfremdung warnt. Als verantwortungsbewußter Europäer sollte man das auch selber wissen. Vor allem aber sollte man das Wesentliche der transatlantischen Liaison im Blick haben: Washington tauscht derzeit nur die Vasallen aus. Statt CDUSPDGRÜNE künftig die AfD: das ist realistisch. Aber es hat seinen Preis.

Man sollte nicht ausblenden, daß der rechtskonservative Rollback in Europa zu nicht unwesentlichen Teilen ein amerikanisches Elitenprojekt ist. Das Terrain ist von MAGA-nahen Denkfabriken und den einschlägigen „Natcon“-Konferenzen der letzten Jahre lange genug vorbereitet worden.

https://derstatus.at/politik/nat-con-konferenz-in-brussel-so-sollen-rechte-auf-us-linie-gebracht-werden-2415.html?fbclid=IwdGRjcAQDmNNjbGNrBAOYzmV4dG4DYWVtAjExAHNydGMGYXBwX2lkDDM1MDY4NTUzMTcyOAABHmzq89asC20lwR7lsYDMfgiB4W5ylsJrjlcUlO3H_CTMabdWxJ3SEH_PTasx_aem_lJ6nZpbXTZYCw-WGXFMhHA

Die amerikanischen KI-, Big Tech- und Big Data-Giganten wie Tesla, Amazon und Palantir schaffen sich dadurch nur kommodere Rahmenbedingungen als unter Linken und Grünen. Jetzt werden die europäischen Vasallen auf Linie gebracht. An ihrem Handlangerstatus ändert sich dadurch – siehe Meloni – nicht das geringste. NATO-Verrückte wie der AfD-Oberst Lucassen, der zugegebenermaßen nicht repräsentativ für seine Partei ist, sind um keinen Deut weniger unappetitlich als die CDU-Kriegstreiber Kiesewetter und Wadephul.

Elsässer hat recht: „Die [US-]Rohstoff-Imperialisten wollen rechte Kräfte wie die AfD für ihre Machtergreifung nutzen, so wie zuvor die Grünen der Rammbock für die Deindustrialisierer waren. Die Frage ist, in Deutschland wie überall, ob die Patrioten durchschauen, welcher Macht sie in den Sattel helfen sollen, und sich rechtzeitig von dieser trennen.“

Nach Lage der Dinge ist Skepsis angebracht. Eine rundum prodeutsche Alternative, die diesen Namen verdient, ist nicht in Sicht. Wenn nicht alles täuscht, wird auch die AfD gerade mit Hochdruck US-kompatibel gemacht – wenn sie es nicht schon ist.

Karl Richter

Das zweite Comeback des Xavier Naidoo

(Bildquelle: Screenshot AUF 1 TV)

Das zweite Comeback des Xavier Naidoo

Musikalisch füllt Naidoo seit seinem Comeback wieder die ganz großen Konzerthallen. Als wäre er nie weg gewesen. Und das trotz dass man ihm bei seinem Comeback jede Menge Steine in den Weg legen wollte. In diesem Zusammenhang sah man deutlich wie niederträchtig dieses System agierte, wenn es darum geht kritische Stimmen zu unterdrücken.

Es gab es massive Boykott-Aufrufe von sogenannten Aktivistengruppen und bestimmten Medienhäusern, die aufgrund seiner Äußerungen Distanzierungen und Absagen forderten. Sponsoren, Radiostationen Veranstalter wurden unter Druck gesetzt. Sie sollten seine Auftritte streichen und sich öffentlich abgrenzen. Kritische Vereine und Altbekannte Lobbygruppen starteten Kampagnen gegen seine Tour, um Hallenbetreiber sowie Konzertbesucher einzuschüchtern. Vor den Konzerthallen gab es Proteste, die oftmals an Lächerlichkeit nicht zu überbieten waren.

Trotzdem sind die Konzerte seiner „Bei meiner Seele“-Tour ein überwältigender Erfolg: Die Shows in der Lanxess Arena Köln am 16. und 17. Dezember 2025 waren komplett ausverkauft, ebenso die Termine in der SAP Arena Mannheim im Januar 2026 oder in der Uber Arena Berlin. Selbst in München und anderen Städten waren die Hallen trotz aller Gegenwehr voll, ein klares Zeichen dafür, dass sich seine Anhänger nicht von diesen gezielten Behinderungsversuchen beeindrucken oder gar einschüchtern lassen.

Nun meldet sich der Sänger aus Mannheim auch auf politischer Ebene zurück. Nein er hat keine Demonstration selbst organisiert oder stand als Redner auf einer Bühne bei einer Veranstaltung. Er beteiligte sich lediglich an einer Veranstaltung die von Menschen organisiert wurde die das Thema Kinderschutz in den Fokus der Öffentlichkeit rücken wollen, gerade im Zusammenhang mit den Enthüllungen über die Epstein Files. Unter den Organisatoren waren selbst Opfer von sexuellen Missbrauch. Die Kundgebung „Justice for Survivors“ fand am 17. Februar 2026 vor dem Bundeskanzleramt in Berlin statt, wo Naidoo spontan erschien und eindringlich auf die Notwendigkeit hinwies, Kinder vor Missbrauch und Vertuschung zu schützen. Eine klare, emotionale Botschaft, die von vielen Betroffenen und Unterstützern geteilt wird.

Naidoo selbst suchte das Gespräch mit Kanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil. Ein Gespräch was natürlich nicht zustande kam und auch nicht zustande kommen wird. Zu sehr hat sich die Politik vom Volk entfernt.
Das weder die Politik noch die Medien an Aufklärung interessiert sind sieht man auch am heutigen Tag wieder wenn man sich die Berichterstattung zum Naidoo Auftritt zu Gemüte führt. Wieder agieren die Hofschranzen der Politik mit den üblichen Narrativen, wie schon bei den Protesten gegen die Corona-Fehlpolitik oder bei den vielen Friedensdemonstrationen. Schon damals wollte man Naidoo und Künstler wie Nena oder auch Michael Wendler vernichten. Durch Diffamierungskampagnen, Ausschlüsse und Versuche, ihre Karrieren zu zerstören. Viele die sich gegen den Wahnsinn auflehnten sind daran zerbrochen und wieder still geworden. Auch Naidoo nahm sich eine Auszeit vom Widerstand. Nun ist er aber zurück und dies deutlicher denn je.

Man kann sein damaliges zurückrudern durchaus kritisch betrachten, ein zurückrudern was im übrigen wenig glaubwürdig wirkte. Trotzdem ist seine Stimme doch so unglaublich wertvoll. Wo andere nur wenige Menschen erreichen, erreicht er Millionen und genau das macht ihn dermaßen gefährlich für die Machterhaltungsganoven!

Naidoo hat zudem vollkommen Recht wenn er sagt wir stehen erst am Anfang der Aufklärung. Es geht nicht „nur“ um den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen, es geht um viel mehr. Alles was wir bisher erfahren haben, sind lediglich ein paar Brocken Fleisch die man den Massen zur Beruhigung und Ablenkung vor die Füße geworfen hat, die Wahrheit ist noch wesentlich schlimmer.

Schließen möchte ich mit folgenden Zitat:

„Nicht jede Verschwörungstheorie ist wahr. Aber erstaunlich viele Wahrheiten begannen als Verschwörungstheorie.“

Alexander Kurth

Einen älteren Artikel zum Fall Michael Wendler können Sie hier nachlesen:

Wie kranke Eliten „westliche Werte“ in die Welt bringen!

Vor 15 Jahren begann der Sturz des rechtmäßigen libyschen Präsidenten Muammar al-Gaddafi . Am 17. Februar 2011 brach der Aufstand los, der mit NATO-Bomben und massiver westlicher Unterstützung in einen Bürgerkrieg mündete. Er folgte demselben Muster wie im Irak: falsche oder übertriebene Begründungen, Regime-Change durch externe Intervention und schließlich die Ermordung der rechtmäßigen Führung.

Fast der gesamte sogenannte „Arabische Frühling“, insbesondere in Libyen und Syrien war keine Volksbewegung, sondern wurde massiv von Geheimdiensten und ausländischen Mächten orchestriert.
Schauen Sie sich die betroffenen Länder heute an: Überall herrscht Chaos, Leid und Unterdrückung. Libyen ist 15 Jahre nach dem Sturz Gaddafis kein funktionierender Staat mehr. Rivalisierende Regierungen kämpfen um die Macht. Die UN-anerkannte Regierung der Nationalen Einheit (GNU) in Tripolis unter Abdul Hamid Dbeibah und die östliche Regierung der Nationalen Stabilität (GNS) unter Osama Hamad, gestützt von Khalifa Haftar und dem Repräsentantenhaus. Wahlen werden seit Jahren blockiert, unliebsame Kandidaten werden verboten. Gerade erst hat das Oberste Verfassungsgericht in Benghazi am 15. Februar 2026 die Legitimität des Obersten Gerichtshofs in Tripolis aufgehoben, ein weiterer Schritt in einen „justiziellen Bürgerkrieg“, der jede nationale Einigung unmöglich macht.

Anfang Februar 2026 wurde Saif al-Islam Gaddafi, der Sohn des ermordeten Führers und letzte potenzielle Brücke zwischen Ost und West sowie Symbol der „Grünen“ Bewegung, in seinem Haus in Zintan von maskierten Mördern erschossen. Keiner hat die Tat offiziell beansprucht, doch sie eliminiert den letzten verbliebenen Akteur, der eine Alternative zu den verfeindeten Lagern hätte darstellen können. Libyen zerfällt nun endgültig in fragmentierte Machtsphären, kontrolliert von Milizen, ausländischen Einflüssen und kriminellen Netzwerken.

Im Februar 2026 veröffentlichte das UN-Menschenrechtsbüro einen Bericht, der systematische Folter, Versklavung, sexuelle Gewalt, Mord und Menschenhandel an Migranten in libyschen Haftlagern als „business as usual“ beschreibt, oft mit Beteiligung oder Duldung lokaler Behörden und Milizen. Die Wirtschaft stagniert trotz steigender Ölförderung (Ziel: 1,6 Mio. Barrel/Tag bis Ende 2026): Politischer Stillstand führt zu Bankenstürmen, Treibstoffmangel, steigenden Preisen und wachsendem Unmut in der Bevölkerung.

Nun zurück zur Artikel-Schlagzeile, Libyen ist ja schließlich nur ein Opfer von Vielen. In der Unterjochung ganzer Völker haben die USA und der Unwerte-Westen reichlich Erfahrung, auch die brd trägt durch ihre Beteiligung an Nato-Einsätzen eine bittere Mitschuld. Erst kürzlich gedachten wir wieder der Bombentoten von Dresden: Ein Kriegsverbrechen, ebenso wie der völkerrechtswidrige Angriffskrieg gegen den Irak 2003, der künstlich geschaffene Bürgerkrieg in Libyen oder die Kriege in Syrien, um nur wenige Beispiele zu nennen.

Genau diese westlichen Politiker, die die Welt terrorisieren und in die Politik anderer Länder eingreifen, sind tief in Skandale wie den Jeffrey-Epstein-Fall verwickelt, ein Netzwerk aus Pädophilien, Erpressung und Korruption, das die Eliten bis zum heutigen Tag schützt. Die jüngsten Enthüllungen im Februar 2026, mit über drei Millionen freigegebenen Dokumenten des US-Justizministeriums, zeigen zumindest ansatzweise Verbindungen zu Figuren wie Bill Clinton der mehrmals mit Epstein flog und in den Libyen-Interventionen als ehemaliger Präsident Einfluss nahm, Donald Trump (tausende Erwähnungen, lange Freundschaft mit Epstein), der Regime-Changes in Venezuela, Iran, Kuba und anderswo vorantreibt. Da ein großer Teil der Akten geschwärzt oder noch nicht einmal veröffentlicht ist, können wir nur darüber mutmaßen was alles noch verborgen werden soll. Hier muss auch ganz klar Trump kritisiert werden, auch wenn einige Trump-Entrückte deshalb Baumschmerzen bekommen. Eine lückenlose Aufklärung sieht anders aus.

In Europa haben diese Enthüllungen zu wenigen Rücktritten geführt, wie beim britischen Botschafter Peter Mandelson, der sensible Infos an Epstein weitergab und nun strafrechtlich verfolgt wird. Doch in den USA bleiben diese Eliten unantastbar! Alleine dieser Umstand zeigt deutlich auf, wie moralisch verwahrlost dieses Land und dessen politisches System doch ist. Ein Land und ein System zu dem trotzdem noch viele sogenannte Patrioten aufschauen.

Epstein war nicht nur ein Sexstraftäter, sondern ein Werkzeug der Mächtigen, um Einfluss zu sichern. Genau diese Politiker zerstören Länder wie Libyen, während sie ihre eigenen perversen Verbrechen vertuschen.
Der Begeisterung für den Amerikanismus konnte ich noch nie etwas abgewinnen. Aus den USA kam in den letzten Jahrzehnten nichts Gutes. Stattdessen dekadenter Dreck für schlichte Gemüter, kombiniert mit einer Außenpolitik, die Chaos, Leichen und Leid sät.
Mit US-Präsident Donald Trump in seiner zweiten Amtszeit wiederholt sich das Muster, auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen.

Statt Frieden gibt es Muskelspiele. Die Entführung/Entmachtung von Venezuelas Präsidenten Maduro, Bombardements in Jemen und Iran, Drohungen gegen Panama, Grönland und gegen andere. Massive Zölle als Waffe. Die Messer sind gewetzt und neue Regime-Change-Operationen oder direkte Interventionen scheinen nur eine Frage der Zeit.

Möge es den Koloss auf tönernen Füßen, der vor zahlreichen Problemen im eigenen Land steht, endgültig zum Einsturz bringen. Damit meine ich natürlich nicht den normalen US-Bürger, die eigentlichen Ureinwohner sind ja sowieso schon längst ausgerottet oder in Reservate gepfercht. Oder, um es mit den Worten eines großen irakischen Politikers zu sagen: „Möge der Stein, den sie auf uns werfen, auf ihren eigenen Kopf fallen!“

Alexander Kurth