
Aus beruflichen Gründen komme ich ja leider nicht drumherum mir auch Nachrichten in den Mainstreammedien anzuschauen, seit gut einer Stunde höre ich neben etwas Sport und das was in der BRD für Kultur gehalten wird, nur das Thema Israel. Bisher kein einziges Wort zur Ukraine, Zeiten ändern sich eben. Ich sollte dann erstmal googeln ob der ukrainische Präsidentendarsteller noch unter den Lebenden weilt, weil ich lange keine Forderungen mehr vernommen habe. Er wäre ja nicht der Staatsmann der sich an die Amerikaner verkaufte und dies mit eigenem Leben bezahlen musste. Es ist trotzdem Wahnsinn, wie viele angeblich Aufgewachte sich noch von den Medien manipulieren lassen. Szenen wie wir sie aktuell auf unseren Straßen erleben, gibt es sonst fast wöchentlich, nur dass nicht darüber berichtet wird. Da die Bilder aber aktuell dabei helfen, palästinensische Proteste zu verunglimpfen und zu kriminalisieren, werden sie über das Propagandaquadrat und über die Schmierblätter verbreitet.
Weite Teile der deutschen Rechten agieren hier mal wieder mit ihren üblichen Stammtischparolen, die zwar beim Wähler ankommen, aber keinerlei oder kaum Lösungsansätze bieten. Solange wir Mitglied der NATO sind, Drohnenmörder im eigenen Land dulden und uns völlig einseitig auf eine Seite stellen, da dies angeblich deutsche Staatsräson sei, wird sich nichts ändern.
Man sollte sich hier auch mal die Realität vor Augen führen. Spätestens seit dem 11. September 2001 führt der »Wertewesten« einen Vernichtungsfeldzug gegen die muslimische Welt, mit Millionen von Toten. Zum überwiegenden Teil handelt es sich bei den Opfern um Zivilisten. Die Antwort auf diesen Vernichtungsfeldzug sind Terroranschläge, auch hier sind die leidtragenden Zivilisten. Es gibt da ein sehr passendes Zitat, wo mir leider der Urheber entfallen ist: „Krieg ist der Terror der Reichen, Terror ist der Krieg der Armen!“
Ob es einigen passt oder nicht, ein souveränes Deutschland (das ist für mich auch das einzige was zählt, da mir die BRD egal ist) benötigt auch einen guten Kontakt in muslimische Länder, schon aus wirtschaftlichen Interessen. Das bedeutet, dass man kulturelle und religiöse Unterschiede akzeptiert und sich nicht als Moralapostel aufspielt und anderen Völkern vorschreibt, wie sie zu leben haben. Das gilt im Umkehrschluss natürlich ebenso.
Terror ist von jeder Seite aus zu verurteilen. Terror ist für mich aber auch, Millionen Menschen von der Strom – und Wasserversorgung abzuschneiden, wie wir es aktuell im Gazastreifen erleben. Hinzu kann man die Verursacher von Leid, Terror und Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht an der Religion festmachen. Dies ist auch eine Marotte, die besonders in rechten Kreisen beliebt ist. Obama, Clinton, Bush oder Biden, die Millionen von Menschenleben zu verantworten haben, sind schließlich keine Muslime, sondern selbsternannte Christen.
Etwas über den Tellerrand hinausblicken, sollte das Gebot der Stunde sein. Insbesondere die Medien sollten nach dieser Devise agieren.
Alexander Kurth