Friedrich Merz – Der Mann, der der CDU wieder Profil geben wollte. Und dann plötzlich verschwand. In der GroKo.
Es war einmal ein Friedrich Merz, der wie ein Phönix aus der Wirtschaftslobby-Asche stieg, um der CDU neues Leben einzuhauchen. „Konservativ mit Klartext“, rief er. „Keine Koalition mit den Grünen! Keine GroKo mehr! Und schon gar nicht mit dieser SPD!“
Die Parteibasis jubelte. Die CDU-Wählerschaft atmete auf. Endlich wieder einer, der nicht mit genderneutraler Zahnbürste im Rucksack zur Bundestagswahl antritt.
Und dann?
GroKo. Mit dieser SPD. Schon wieder.
Diesmal mit dem Charme eines Verwaltungsaktes und der Spannung eines dritten „Tatort“-Reboots.
Merz, der Mann, der keine halben Sachen machen wollte, entschied sich also doch für eine halbe Sache. Oder sagen wir: eine müde Fortsetzung der Merkel-Jahre – nur ohne Merkel, aber mit weniger Überzeugung.
Die gebrochenen Versprechen? Ach, was. Das ist in der CDU keine Überraschung, sondern eher Teil des Rezepts. Man wählt konservativ, bekommt dann aber Sozialpolitik mit Betriebsanleitung aus den 90ern und Wirtschaftsliberalismus mit Faxgerät.
Und die Wähler?
Die sitzen jetzt da, zwischen Friedrichs Floskeln und Olaf Scholz’ Gesichtsausdruck, der ungefähr so viel Euphorie auslöst wie eine Excel-Tabelle.
Die „neue Klarheit“, die Merz versprach?
Die ist jetzt so klar wie ein Berliner Koalitionsvertrag.
Und während man sich fragt, wo denn die Politik bleibt, die er versprochen hat, hat Friedrich Merz die Antwort längst gefunden: in einer Regierung mit der SPD.
Fazit: Friedrich Merz ist der Beweis, dass man laut „Opposition!“ zur Politik der letzten Jahre rufen kann – und trotzdem als Erfüllungsgehilfe einer GroKo endet, die niemand bestellt, aber alle geliefert bekommen haben.
