Osteransprache Friedrich Merz (noch Satire)

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe CDU-Wähler,
liebe… naja, sagen wir mal: Konsumenten von politischer Verarschung,

zu Ostern, dem Fest der Auferstehung, möchte ich mich bei Ihnen bedanken – dafür, dass Sie weiterhin völlig regungslos zusehen, wie wir das Land rückbauen, als gäbe es dafür Fördergelder aus Brüssel.

Ganz ehrlich: Es ist rührend. Sie haben keine Eier – und das sage ich mit größtem Respekt! Denn wer sich so konsequent verarschen lässt, verdient eine gewisse Anerkennung. Sie haben Mut. Also, nicht Mut zum Aufstehen – sondern Mut zum Aushalten. Und das ist doch auch was, oder?

Ich verspreche Ihnen: Es wird alles teurer. Richtig teuer. Aber das ist gut so! Denn wir brauchen das Geld für wichtigere Dinge als Ihre Lebensqualität. Waffen nach Kiew zum Beispiel – an einen Präsidenten, der so demokratisch legitimiert ist wie ich zum Osterhasen. Aber hey, der kämpft für „unsere Werte“. Welche genau? Keine Ahnung. Aber es klingt super.

Und Israel? Natürlich supporten wir Israel. Bedingungslos. Und wenn dafür in Ihrer Küche das Licht ausbleibt – dann tun Sie das nicht nur für ein Land, das Sie nie besuchen werden, sondern auch für eine moralische Überlegenheit, die wir uns teuer erkaufen. Mit Ihrem Geld. Gern geschehen!

Aber bitte: Keine schlechte Laune! Schulden? Ach was, das zahlen doch Ihre Kinder. Und Enkel. Und deren Kinder. Vielleicht sogar deren Haustiere. Solange der Schokoladenosterhase noch aus echter Schokolade ist – alles im grünen Bereich. Und wenn Sie ihn sich bei der Tafel holen müssen: Auch dafür sind wir verantwortlich. Wir haben schließlich alles dafür getan, dass es solche Ausgabestellen überhaupt braucht.

Ich verspreche Ihnen: Wenn ich erst Kanzler bin, wird richtig geliefert. Und zwar nicht nur Panzer und Taurus, sondern auch Täuschung, Abbau und Dauerverwirrung. Sie werden sich wünschen, Angela Merkel hätte mich damals komplett politisch kaltgestellt.

Also, frohe Ostern, bleiben Sie still, zahlen Sie brav – und vertrauen Sie weiterhin einer Partei und Politik, die Ihre Interessen mit maximalem Desinteresse behandelt.

Herzlichst,
Ihr Friedrich Merz

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