Großdemo am 24.05.2025 in Berlin und warum ich nicht teilnehmen werde..

Jahrelang bin zu Demos gereist, habe viel Geld ausgegeben, bin Montags im Kreis gelaufen, habe mein Stimmchen erhoben, nächtelang Reden geschrieben, unzählige Reden gehalten, war in Talkshows, unzählige Artikel verfasst und Interviews gemacht und mich ernsthaft engagiert. Wofür? Für nichts! Es blieb alles in der eigenen Blase. Dem Rest war es egal. Nazi war der Inbegriff der Beschimpfungen, danke dafür.

Das Resultat waren Anfeindungen, zerstochene Reifen, Auto demoliert, böse Nachreden und hohe Kosten. Für was? Für nichts! Was bleibt ist die Erschöpfung und Enttäuschung.

Ich hatte Hoffnung, Corona, die Maßnahmen, die Impfpflicht, endlich standen die Menschen auf, zu tausenden. Doch kaum wurde die Impfpflicht gekippt, waren die Tausenden weg. Was blieb, war ein kleiner Rest, der noch Hoffnung auf Veränderung hatte und Montag für Montag auf der Straße war. Was hat es gebracht? Nichts!

August 2020, Großdemo in Berlin, ich war dabei und wurde enttäuscht, ein Wanderzirkus mit Tanzen, Klatschen, Bekifften, Zirkuswagen, unerträglicher Hitze und Spendensäcke, die weggeschleppt wurden. Was hat es gebracht? Nichts!

Es muss noch schlimmer werden, damit die Menschen aufwachen, dachten wir und es wurde schlimmer. Inflation, Krieg, Klimalüge, Hass und Hetze, Pandemievertrag, Deindustriealisierung, Drangsalierung und Aushebelung von Demokratie und Recht. Auswirkungen der Coronamaßnahmen und Gentherapie, Geschädigte, Tote, kaputte Kinder.
Stand das Volk geschlossen und vereint auf? NEIN!

Nun tägliche Horrormeldungen, Messerangriffe, Schüsse, Vergewaltigungen, Zerstörung und Gewalt , Völkermord mit unzähligen Toten. Steht das Volk gemeinsam und geschlossen dagegen auf? NEIN!

Man wartet, sitzt aus, schweigt, schimpft in sozialen Medien. Warum nicht gleich aufstehen, an dem Tag, wo schreckliche Szenarien passieren? Warum nicht Ungehorsam und handeln? Nein, man wartet geduldig auf die nächste Großdemo, endlich, tanzen und spenden, klatschen, wenn der angekündigte Impfarzt spricht. Große Worte, Musik und ein bisschen zusammen sein. Gegendemo, Gerangel, Gebrüll, Auseinandersetzung und Gewalt, Bilder, welche die Mainstreampresse braucht, damit das Narrativ „rechts“ auch wirkt. Danach nach Hause und weiter im Hamsterrad, bis zur nächsten Großdemo. Nicht zu vergessen: Spenden!

Es werden einige Menschen voller Erwartungen nach Berlin fahren, das Auto mit überteuerten Sprit getankt, in der Hoffnung, dass sich was ändert. Der Rest sitzt vorm Livestream, lässt sich berieseln, im warmen Wohnzimmer, aber live dabei. Abgelenkt, nur nicht ins Denken und Handeln zu kommen.

Großdemo, ein netter Versuch, jedoch was wird es bringen? Genau nichts. Jeder muss im Kleinen anfangen, für sich selbst zu sorgen und zu begreifen, was er will, wie seine Zukunft aussehen soll und nach Lösungen suchen. Nur dann ist ein kollektives Handeln und ein gemeinsames Aufstehen möglich. Ein Generalstreik, die einzige Lösung, dem Desaster ein Ende zu setzen, aber das kommt in den Köpfen nicht an, denn dann heißt es wieder „Aber“ und „Angst“

Angst beginnt im Kopf, Mut aber auch. Dazu braucht es keine Großdemo, sondern ein Spontan und eigenständiges Denken.

Sorry, dass musste jetzt mal raus. Löblich, dass Menschen auf die Straße gehen, jedoch nicht, wenn dazu aufgerufen wird, sondern von selbst, weil es so nicht weitergehen kann.

Schwester Anja

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