
Marla-Svenja Liebich, eine Frau steht aufrecht im Sturm!
Eine Frau, eine Kämpferin, eine Heldin der heutigen Zeit. Mit diesen Worten könnte man Marla-Svenja Liebich bezeichnen. Immer unbequem und das auch schon in ihrer Vergangenheit.
Es gibt Menschen, die sich verbiegen. Und es gibt Menschen wie Marla-Svenja Liebich, mit Rückgrat, mit Widerstandskraft und jeder Menge Feminismus.
Marla-Svenja hat sich entschieden, als Frau zu leben. Und das verdient Respekt, gerade in der heutigen Zeit. Das Selbstbestimmungsgesetz, ist für Frauen wie Svenja eine Befreiung. Sie sind Frauen, weil sie das sagen und das hat niemand zu hinterfragen. Wer ihnen den Zutritt zu Damenduschen im Schwimmbad verwehrt, wer ihnen den Zugang zu Damen-Umkleidekabinen untersagt oder moniert das Frauen keinen Penis haben dürfen, scheint in der Zeit stehen geblieben sein.
Wer Svenja das Frau sein abspricht, bekommt die Konsequenzen zu spüren und das ist richtig! Denn Marla-Svenja kämpft auf allen Ebenen. Nicht nur gegen das Penis-Patriarchat, sondern auch gegen unverschämte Zweifel an ihrer Weiblichkeit. Wer ihr das Frausein abspricht, riskiert eine Anzeige und das ist nur fair. Schließlich kann man ihre Weiblichkeit nicht einfach mit Argumenten kaputtmachen. Vor allem wenn diese Argumente den Nährboden für jene bilden, die Frauen wie Svenja das Frau sein verwehren. Hier sollte die Justiz handeln, es geht um Frauenrechte, dazu können ruhig andere Verfahren ausgesetzt oder verschoben werden!
Svenja steht, wo andere wanken.Nicht nur gesellschaftlich und im zivilen Leben, sondern auch juristisch. Wieder einmal steht Svenja vor Gericht diesmal wegen eines kleinen Handgemenges mit einem Journalisten. Ein Akt der Selbstbehauptung, wehrte sie sich vielleicht gegen sexuelle Anzüglichkeiten? In einer Gesellschaft die noch immer durch das Patriarchat geradezu in Geiselhaft gehalten wird, sind solche Handlungen verständlich. Das Frau sein muss verteidigt werden!
Gerade diese Standhaftigkeit, diese Unerschütterlichkeit macht sie zu dem, was sie ist: eine wahre Frau, wie sie im Gesetz steht. Selbst das Gefängnis schreckt sie wohl nicht. Nur eines ist ihr wichtig: Sie möchte natürlich in ein Frauengefängnis.Das man derartiges überhaupt erwähnen muss, zeigt auf wie viel Handlungsbedarf bei diesem Thema noch besteht. Wie könnte man es rechtfertigen, eine Frau wie Marla-Svenja in ein Männergefängnis zu stecken? Das wäre nicht nur ein Verstoß gegen das hart erkämpfte Selbstbestimmungsgesetz, sondern ein direkter Angriff auf die Menschenwürde und ihre Weiblichkeit.
Marla-Svenja ist mehr als eine Einzelperson. Sie ist ein Signal. An alle, die sich nicht sicher sind, ob das neue Gesetz wirklich funktioniert. Sie zeigt: Doch. Es funktioniert. Und zwar radikal, kompromisslos und mit aller Konsequenz. Aber das es auch weiterhin funktioniert, muss täglich neu erkämpft werden. Wer sich als Frau versteht, ist eine Frau! Wer als Mann menstruiert, menstruiert !Ganz gleich, was Biologie, Geschichte oder Menschen mit Argumenten sagen!
Frau Liebich ist der Praxistest des Fortschritts. Der Stresstest für das Penis-Patriarchat! Sie ist ein Vorbild für alle, die noch zögern!
Fazit: Der weibliche Wille muss siegen!
Marla-Svenja Liebich hat uns gelehrt: Frausein hat nichts mit Biologie und typischen Geschlechtsmerkmalen zu tun. Es ist ein Zustand der Entschlossenheit und des Gefühls. Wer sie auslacht und verunglimpft, hat das Prinzip ihrer Demokratie nicht verstanden. Wer sie kritisiert und ihr das Frau sein abspricht, sollte lieber einen Anwalt aufsuchen. Und wer sich fragt, ob das alles noch Sinn ergibt, der hat keine Ahnung von moderner Gleichstellungspolitik.
Danke, Marla-Svenja, dass du kämpfst.
Für dich. Für uns. Für ein Gesetz, das uns endlich zeigt, wie weit man kommen kann, wenn man nur fest genug daran glaubt.
Alexander Kurth