
Deutschland – auf dem Weg zum Weltmeistertitel im Abstieg
Die Ära des Wohlstands neigt sich dem Ende zu. Was nun folgt, ist kein Aufbruch, sondern der kontrollierte Rückzug einer Nation, die sich selbst aus der ersten Reihe der Industrienationen verabschiedet.
Heute wird der finale Akkord dieses Niedergangs sichtbar: Während weltweit über siebzig neue Kernkraftwerke entstehen – in China, Kasachstan, Vietnam und zunehmend auch in Afrika – feiert Deutschland die Sprengung der Kühltürme des einst leistungsstarken Atomkraftwerks Gundremmingen.
Andere Länder investieren in Forschung, Technik und Energieversorgung der Zukunft. Deutschland dagegen zelebriert den Abriss – als Symbol eines moralisch überhöhten, aber wirtschaftlich selbstmörderischen Kurses. Der Rückzug wird als Fortschritt verkauft, das Ende der Vernunft als Tugend verklärt.
Ein Land, das einst für Ingenieurskunst, Präzision und technologischen Mut stand, applaudiert nun seinem eigenen Niedergang. Die politischen Entscheidungsträger, fern jeder wirtschaftlichen Realität, lenken das Land mit Überheblichkeit und Ahnungslosigkeit – sicher in ihren Ämtern, unbeeindruckt von den Folgen ihres Handelns.
Doch der Preis für diese Selbsttäuschung wird hoch sein. Wenn das Volk erwacht und begreift, dass der Wohlstand, den es für selbstverständlich hielt, längst verspielt wurde, wird die Frage unausweichlich: Wer hat das alles zugelassen – und wer wird die Verantwortung tragen?