Zum neunten Todestag von Fidel Castro

Fidel Castro – Erinnerung an einen Mann der Zeitgeschichte

Heute jährt sich der Todestag von Fidel Castro – einer der bekanntesten und umstrittensten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Für die einen war er ein Revolutionär, für andere ein totales Feindbild. Aber egal aus welcher Perspektive man schaut: Castro hat die Weltpolitik geprägt wie nur wenige lateinamerikanische Führer.

Kaum ein Staatschef wurde so intensiv ins Visier genommen wie Fidel Castro. Über 600 Attentatspläne, viele davon aus dem Umfeld der CIA richteten sich gegen ihn.
Explodierende Zigarren, vergiftete Tauchanzüge, bewaffnete Kommandos, die Liste liest sich wie ein schlechtes Drehbuch. Aber sie zeigt, wie sehr die USA versuchten Kuba zu brechen. Am Ende scheiterten alle Versuche, zumindest bisher.

Castro wurde für viele Menschen weltweit zum Symbol dafür, dass ein kleines Land sich gegen eine übermächtige Großmacht stellen kann. Für andere war er ein kommunistischer Diktator. Kuba hielt trotz Putschversuchen, politischem Druck und Blockaden an seinem eigenen Weg fest und das über Jahrzehnte.

Während in vielen anderen Ländern Lateinamerikas Militärdiktaturen herrschten, ging Kuba konsequent seinen eigenen Kurs. Bildung und Gesundheitsversorgung wurden ausgebaut, und trotz Armut entstand ein soziales Netz, das international Anerkennung fand.

Auch nach Castros Tod ist Kuba von einem der härtesten Sanktionsregime der Welt betroffen. Das US-Embargo besteht seit über 60 Jahren und erschwert fast alles: Handel, Medizinimporte, internationale Zusammenarbeit.
Viele Organisationen kritisieren die Sanktionen als unverhältnismäßig und schädlich für die Bevölkerung – doch Washington hält daran auch unter Trump fest.

Fidel Castro bleibt eine historische Figur, an der sich natürlich die Geister scheiden. Aber sein Einfluss ist nicht wegzudiskutieren. Er überlebte ein halbes Jahrhundert politischen Druck aus Washington und wurde für viele zu einem Symbol des Widerstands gegen den US-Imperialismus.

Sein Todestag ist deshalb nicht nur eine Erinnerung an die Vergangenheit, sondern auch ein Hinweis auf die Gegenwart: Ein kleines Land wie Kuba wird noch immer sanktioniert, weil es sich weigert, sich einer Supermacht zu unterwerfen.

Sascha Steinbrecher

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