Abschied von einer Ikone: Brigitte Bardot stirbt im Alter von 91 Jahren!

Die französische Schauspielerin, Sängerin und Tierschützerin Brigitte Bardot ist am 28. Dezember 2025 im Alter von 91 Jahren gestorben. Dies gab ihre Fondation in einer offiziellen Erklärung bekannt.
Bardot, die als Sexsymbol der 1950er und 1960er Jahre weltberühmt wurde, hinterlässt ein Vermächtnis, das weit über die Filmwelt hinausreicht. Sie engagierte sich leidenschaftlich für den Tierschutz, kritisierte scharf die Politik und setzte sich gegen den drohenden Zerfall ihrer Heimat Frankreich ein.
Geboren am 28. September 1934 in Paris als Brigitte Anne-Marie Bardot, begann ihre Karriere als Model und Schauspielerin. Ihr Durchbruch kam 1956 mit dem Film „Und ewig lockt das Weib“ unter der Regie ihres damaligen Ehemanns Roger Vadim. Bardot verkörperte die freie, sinnliche Frau und wurde zum Inbegriff der sexuellen Revolution. Filme wie „Die Verachtung“ (1963) von Jean-Luc Godard festigten ihren Status als Ikone des französischen Kinos. Bis zu ihrem Rückzug aus dem Filmgeschäft 1973 spielte sie in über 40 Produktionen mit und beeinflusste Generationen von Künstlern.
Doch Bardot war mehr als nur ein Star: Schon in den 1970er Jahren wandte sie sich dem Tierschutz zu. Sie gründete 1986 die Fondation Brigitte Bardot, die sich weltweit für den Schutz von Tieren einsetzt, insbesondere gegen Pelzhandel, Stierkämpfe und Tierquälerei in der Landwirtschaft. Ihr Engagement führte zu zahlreichen Kampagnen, darunter gegen die Jagd auf Robben in Kanada. Bardot opferte ihr Vermögen und ihre öffentliche Präsenz für diese Sache und wurde zu einer der prominentesten Stimmen im Tierschutz.
Politische Kritik und Patriotismus
In ihren späteren Jahren wurde Bardot zunehmend politisch aktiv und kontrovers. Sie kritisierte die französische Politik scharf, insbesondere hinsichtlich der verfehlten Migrationspolitik und dem, was sie mit deutlichen Worten als den Zerfall ihrer Heimat bezeichnete. Bardot warnte vor kulturellem Verlust und engagierte sich für eine strengere Einwanderungspolitik. Diese Positionen brachten ihr Vorwürfe des Rassismus ein, für die sie mehrfach verurteilt wurde. Doch Bardot blieb unbeirrt. Ihr Patriotismus war geprägt von einer tiefen Liebe zu Frankreich.
Trotz Kontroversen blieb Bardot eine polarisierende Figur: Geliebt für ihren Mut im Tierschutz, verfemt und verfolgt für ihre politischen Ansichten.
In den letzten Jahren lebte sie zurückgezogen in Saint-Tropez, wo sie sich um streunende Tiere kümmerte. Im Oktober 2025 war sie noch hospitalisiert worden und hatte Gerüchte über ihren Tod dementiert.
Ein bleibendes Erbe
Der Tod von Brigitte Bardot markiert das Ende einer Ära. Sie war nicht nur ein Symbol der Schönheit und Anmut, sondern auch eine Kämpferin für ihre Überzeugungen. Ihre Stiftung wird ihr Werk fortsetzen, und ihre Filme bleiben unvergessen.
Frankreich und die Welt trauern um eine Frau, die nie scheute, ihre Stimme zu erheben, sei es für die Tiere oder gegen den Verlust kultureller Identität.
Ruhe in Frieden, BB.
Alexander Kurth