
Ach, die Verkehrswende! Das Wort schwebt durch die Luft wie ein Furz aus dem Auspuff eines alten Diesels. In einer heldenhaften Anstrengung, wird unsere einst weltbekannte Automobilindustrie in den Abgrund gestoßen, weil wer braucht schon Jobs und Innovation, wenn man stattdessen subventionierten Elektroschrott auf Rädern haben kann? Die Obrigkeit versucht uns zudem alle in den Öffentlichen Personennahverkehr zu zwängen.
Welch ein Paradies das ist! Der ÖPNV, dieser strahlende Leuchtturm des Fortschritts im bundesrepublikanischen Irrenhaus, befindet sich in einem Zustand, der an eine Leiche erinnert, die man vergessen hat zu begraben. Sie fault vor sich hin, riecht übel und zieht fast nur noch Maden an. Obwohl ich persönlich echte Maden zumindest noch zum Angeln nutzen kann.
Aber, wenigstens ist er umweltfreundlich, solange man die Emissionen und Ausdünstungen der verzweifelten Fahrgäste nicht mitzählt.
Ich persönlich meide den ÖPNV normalerweise wie die Pest. Corona-Gläubige, die immer noch mit ihren Masken herumlaufen, als wäre die Apokalypse nicht schon 2020 vorbeigekommen. Diese Typen und andere Paradebeispiele sind die perfekten Exemplare des BRD-Insassentums. Sie sind eine Symbiose aus purer Degeneration, Volkstod und kulturellem Untergang. Sie artikulieren sich wie Affen, die gerade aus dem Zoo entkommen sind – und nein, ich rede hier nicht nur von Menschen mit Migrationshintergrund, ich meine den typischen BRD-Bürger, dessen Hirn durch jahrelanges RTL2-Glotzen, amerikanische UN-Kultur (die Art, die uns mit Superheldenfilmen und Fastfood vergiftet) und den Konsum von GEZ-Müll zu Brei zerfallen ist. Diese Zombies sitzen da, starren in ihre Smartphones und grunzen Laute die sie als Musik bezeichnen, während sie den Niedergang ihrer eigenen Spezies feiern. Wenn ich Affen sehen will, gehe ich in den Zoo der ist entspannter als die Nutzung der DB und die Viecher sind ehrlicher.
Aber manchmal, manchmal zwingt das Leben einen in diesen rollenden Brutstätten der Degeneration. So fuhr ich vom Großraum Leipzig an die Nordsee. Von den insgesamt acht Verbindungen, die wir hin und zurück absolvieren sollten, waren sage und schreibe zwei pünktlich. Zwei und die waren regionale S-Bahnen. Das ist eine Trefferquote, die selbst ein Blinder mit Pfeil und Bogen übertrifft. Der Rest? Ein Festival der Verspätungen, Ausfälle und improvisierter Umleitungen, die uns durch Bahnhöfe führten, die wir sonst nie kennengelernt hätten.
Weil, warum nur viermal umsteigen, wenn man sechsmal kann? Ist wohl das Bonusprogramm der DB, von dem man immer wieder hört. Bei jedem Ausfall gab’s zumindest gratis eine Ersatzverbindung, die natürlich auch verspätet war oder ganz ausfiel.
Und während man so durch diese Geisterbahnen gondelt, wird klar, wo die Prioritäten der Deutschen Bahn liegen. Nicht bei Pünktlichkeit, Sauberkeit oder funktionierenden Zügen – nein, nein! Das wäre zuviel verlangt. Stattdessen schmücken sie ihre Bahnhöfe mit Treppen im Pride-Modus: Regenbogenfarben überall, weil hetero ja so uncool ist. Stellen Sie sich vor, Sie stolpern über eine Stufe, weil der Zug mal wieder 45 Minuten zu spät ist, und landen in einem Farbenmeer, das Ihnen sagt: „Sei stolz auf deine Verspätung!“ Es ist, als würde die DB sagen: „Wir können keine Züge reparieren, aber wir können sicherstellen, dass Ihre Frustration bunt ist.“ Dann die Toiletten! Oh, diese Oasen der Hygiene, wo der Gestank von Urin und Verzweiflung Sie regelrecht umhaut.
In den Toiletten springen Ihnen zumindest DB-Aktionen für die Ukraine entgegen und sie wissen sofort wo ihre Steuergelder hingehen. Plakate, die Sie anflehen, für ihren Frieden zu spenden, während Sie auf einem Klo sitzen, das aussieht, als hätte es den Zweiten Weltkrieg überlebt und das ohne Reinigung. Fehlt nur noch das Klitschko aus dem Lokus auftaucht und sagt: Bitte spendet.
Ein weiterer Höhepunkt gefällig? Bitte sehr! Die Züge selbst. Manche sehen aus, als hätten sie in den 80ern aufgegeben und seien seitdem nur noch aus Mitleid am Laufen. Abgerockt, versifft, mit Graffiti verschandelt. Und die DB? Die klebt einfach Hinweise drauf nach dem Motto: „Dieser Zug sieht aus wie außer Betrieb, ist er aber nicht!“ Ernsthaft? Wenn man das nicht mit eigenen Augen sieht, hält man’s für Satire halten, wie so vieles in dieser Republik.
Willkommen in der BRD, wo der Zug des Fortschritts längst entgleist ist und niemand den Bremshebel findet.
Zum Abschluss noch was positives, will ja nicht nur meckern. Das Zugpersonal war durchweg nett und freundlich. Das lag wahrscheinlich an unseren beiden Fellnasen, die als Reisebegleiter fungierten.
Alexander Kurth