Der Griff nach dem Öl von Venezuela

Eine notwendige Kritik an imperialistischem Raubzug, Heuchelei und kriminellen Interventionen.
Venezuela, gilt als Land mit den weltweit größten Ölvorkommen von rund 300 Milliarden Barrel. Es ist seit Jahrzehnten das Opfer eines rücksichtslosen US-Imperialismus. Die jüngsten Ereignisse, einschließlich brutaler US-Luftschläge und der Entführung von Präsident Nicolás Maduro durch US-Truppen, enthüllen das wahre Gesicht der amerikanischen Außenpolitik: Eine Mischung aus Gier, Heuchelei und krimineller Aggression.

Präsident Donald Trump feiert diese Verbrechen als „großartigen Schlag“, während sie in Wahrheit ein neuer Tiefpunkt in einer langen Geschichte von blutigeb Übergriffen darstellen.

Dieser kleine Artikel soll auf die US-Handlungen eingehen und die Verlogenheit Washingtons aufzeigen. Ohne die inneren Probleme Venezuelas zu ignorieren, Probleme, die auch durch US-Sabotage und Sanktionen nur noch schlimmer worden.

Der US-Griff nach dem Öl Venezuelas begann natürlich nicht unter US-Präsident Trump.
Die USA haben Venezuela nie als souveränen Staat gesehen, sondern als ihre private Ölförderanlage. Schon seit den 1920er Jahren pumpten US-Konzerne wie Standard Oil (heute ExxonMobil) das schwarze Gold aus dem Boden, während das Land in Abhängigkeit gehalten wurde. Mit Hugo Chávez‘ Aufstieg 1999 endete diese Kolonialherrschaft vorübergehend, er nationalisierte die Industrie und verteilte die Einnahmen an die Armen und an das Volk von Venezuela. Die damalige Reaktion der USA? Wut und Rache. Washingtons Gier nach den größten Ölvorkommen der Welt treibt sie zu jedem Mittel: Von wirtschaftlicher Erpressung bis hin zu militärischen Invasionen. Auch Trump hat unverhohlen zugegeben, dass er das Öl als US-Beute betrachtet, und plant, US-Firmen nach einem Regimewechsel wieder einzusetzen. Das ist kein Schutz der Demokratie und des Volkes, sondern blanker Raubzug, ein altbekanntes Muster, das die USA in Ländern wie Irak oder Libyen perfektioniert haben, wo Ressourcen geplündert und Chaos zurückgelassen wurde. Man könnte natürlich noch weitere Beispiele nennen.

Unter Chávez wurde Venezuela zum Feindbild Nummer eins für die USA, weil er es wagte, unabhängig zu sein. Der gescheiterte Putsch von 2002 war ein klassisches US-Manöver: Dokumente beweisen, dass Washington Oppositionelle finanzierte und den Umsturz begrüßte, bevor Chávez allerdings triumphierend zurückkehrte. Millionen Dollar flossen über Tarnorganisationen wie die National Endowment for Democracy an Putschisten, um Chávez zu stürzen. Diplomatische Isolation, Spionage und wirtschaftlicher Druck folgten, alles unter dem Deckmantel von „Menschenrechten“, auch das kennen wir bereits aus der Geschichte. Die USA wollten und wollen ein Venezuela, das wie ein gehorsamer Vasall ihrer Politik folgt: Billigöl liefert, Anti-US-Allianzen meidet und US-Konzerne reich macht.

Chávez‘ Allianzen mit Kuba, Russland und Iran waren der wahre Dorn im Auge und nicht Korruption oder Armut, die die USA in ihren eigenen Verbündeten wie Saudi-Arabien ignorieren. Diese Fakten enthüllen einmal mehr die US-Außenpolitik als zynisches Spiel. Demokratie nur, wenn sie profitiert; Diktatur, wenn sie nützlich ist.

Natürlich ist Maduro kein Chávez, es fehlt an Charisma und Vision und natürlich leidet auch Venezuela unter Korruption, Hyperinflation und Massenexodus. Über 7 Millionen Menschen flohen aus dem Land und natürlich sind viele Probleme auch hausgemacht. Doch die USA haben diese Krise absichtlich angeheizt, um Maduro zu brechen. Seit 2017 ersticken Sanktionen gegen die Ölgesellschaft PDVSA das Land: Exporte halbiert, Importe um 70 Prozent gekürzt, Medikamente und Lebensmittel oft unerschwinglich. Diese Embargos sind wirtschaftlicher Krieg, sie töten Zivilisten, ohne die Elite zu treffen, diese lebt auch in Venezuela in Saus und Braus, auch dieser Umstand muss erwähnt werden.

Tausende starben durch fehlende Medizin, während die USA von „humanitärer Hilfe“ faseln. Trotz aller berechtigter Kritik an Maduro: Das sind Venezuelas Probleme, nicht die der USA. Washington sollte lieber vor der eigenen Haustür kehren. Chaos zu exportieren um von ihren eigenen Versäumnissen abzulenken, war da schon immer ein sehr beliebtes Mittel der USA.

Nun zum angeblichen Kampf gegen den Drogenhandel: Eine weitere erlogene Rechtfertigung für Aggression und Krieg.
Trumps Behauptung, die Angriffe dienten der Drogenbekämpfung, ist eine Farce, erstunken und erlogen. Maduro wurde 2020 wegen „Narko-Terrorismus“ angeklagt, doch Venezuela ist kein Drogenzentrum. Als Transitroute für kolumbianisches Kokain (250–350 Tonnen jährlich) spielt es eine untergeordnete Rolle global: Nur 10–15 Prozent des US-Kokains kommen daher, während Mexiko und Kolumbien die Hauptquellen sind. Der „War on Drugs“ ist ein alter Vorwand für US-Interventionen, von Panama bis Mexiko, wo er mehr Tod als Erfolg brachte. Maduro bot sogar Gespräche an, doch Trump ignoriert das für seinen Krieg. Das ist keine Anti-Drogen-Strategie, sondern Tarnung für Ölraub und geopolitisches Gaunertum. Die USA, selbst der größte Drogenkonsument der Welt, sollten ihre eigene Sucht bekämpfen, statt fremde Länder zu bombardieren.

Die Entführung Maduros, ist ein neuer Tiefpunkt in der verbrecherischen US-Außenpolitik.
Einen gewählten Präsidenten zu entführen, daas ist der absolute Tiefpunkt, ein Akt internationalen Terrorismus, der die USA einmal mehr als Schurkenstaat entlarvt. Es ist Völkerrechtsbruch, ohne Kongress oder UN-Mandat. In Deutschland und anderswo loben Trump-Fanatiker das als „Heldentat“ und fantasieren von weiteren Entführungen, vielleicht sogar von Politikern wie Merz. Solche Wahnideen zeigen, wie toxisch US-Propaganda und dumpfer Populismus oftmals wirkt. Maduro mag umstritten sein, aber seine Entführung ist ein Präzedenzfall für globale Anarchie, die USA entscheiden, wer regiert, und wer verschwindet!

Venezuelas Isolation und eine wohl düstere Zukunft. Allein gegen die Globalverbrecher?
Venezuela steht relativ allein da, da Verbündete wie Russland und Iran selbst im Abwehrkampf gegen denselben imperialistischen Globalverbrecher-Block stecken. Somit kann keine starke Front gegen Washingtons Aggression gebildet werden, bis auf ein paar starke Worte der Solidarität vielleicht.

Wir müssen nun abwarten, wie sich die Lage entwickelt, übernimmt Vizepräsident Delcy Rodríguez? Greift das Militär ein? Oder installieren die USA ihre Vasallin María Corina Machado, die Nobelpreisträgerin, die als Demokratin vermarktet wird, aber in Wahrheit eine US-Marionette ist? Schaut man in die Geschichte: Irak, Afghanistan, Libyen, wo die USA „Freiheit und Demokratie“ brachten. Zerstörte Länder, Bürgerkriege, Millionen Tote. Venezuela erwartet nichts Gutes: Mehr Ausbeutung, weniger Souveränität, vielleicht ein paar mehr Brotkrümel für das Volk.

Ein weiterer Vorteil für Trump? Ablenkung von den Epstein-Akten, deren Enthüllungen seine Kreise bedrohen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt oder einfach Realität in einer Welt US-amerikanischer Verlogenheit.

Alexander Kurth

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