
Aus aktuellem Anlass: Ami go home!
In Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen gerät ein zentrales Thema wieder in den Fokus: Deutschland ist noch immer ein besetztes Land und in keiner Weise vollständig souverän. Während viele diese Behauptung als Verschwörungstheorie abtun, oft mit dem Etikett „Schwurbellei“ versehen, sprechen die Fakten eine klare Sprache.
Die Präsenz US-amerikanischer Truppen auf deutschem Boden ist ein Relikt des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Kriegs, das bis heute anhält und die deutsche Außenpolitik massiv beeinflusst.
US-Stützpunkte sind Symbole der Besatzung und dienen nicht unseren Schutz, wie immer behauptet wird.
Ein Blick auf die Landkarte genügt, um die Realität zu erkennen. Deutschland beherbergt derzeit zahlreiche US-Militärinstallationen, die aktiv genutzt werden. Bekannte Beispiele sind Ramstein Air Base, das größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb der USA, wo Drohnenangriffe und Kriege koordiniert werden, oder Grafenwöhr, ein riesiges Übungsgelände für Bodentruppen. Weitere prominente Stützpunkte umfassen:
USAG Ansbach in Bayern, mit mehreren Kasernen wie Barton Barracks und Bismarck Kaserne.
USAG Stuttgart, einschließlich Patch Barracks, dem ehemaligen Hauptquartier der 7. US-Armee.
USAG Bavaria in Vilseck, mit Rose Barracks und weiteren Einrichtungen.
Wiesbaden Army Airfield und die Kaiserslautern Military Community, die logistische Zentren darstellen.
Weitere Orte wie Baumholder, Spangdahlem Air Base oder die Garnison in Garmisch-Partenkirchen.
Diese Basen sind nicht nur militärische Außenposten, sondern kontrollieren Teile des deutschen Territoriums und unterliegen weitgehend US-Recht. Ich selbst wurde schon im Rahmen von Dreharbeiten für eine Demonstration in Ramstein von Besatzungssoldaten mit Maschinengewehren bedroht.
Dies verletzt die Souveränität Deutschlands massiv.
Wer in diesem Zusammenhang von einer gleichberechtigten Partnerschaft fabuliert, ist extrem blauäugig. Die Fakten sprechen gegen eine echte Partnerschaft auf Augenhöhe: Die USA nutzen diese Stützpunkte, um globale Operationen zu führen, ohne dass Deutschland ein Mitspracherecht hat.
Während die Russische Föderation ihre letzten Truppen bereits 1994 aus der ehemaligen DDR abgezogen hat und den Abzug von über 330.000 Soldaten umfasste , sitzen die USA noch immer fest im Land. Dieser Abzug markierte das Ende der sowjetischen Besatzung! Doch die westlichen Alliierten, allen voran die USA, behielten ihre Präsenz bei. Von Deutschland aus führen die USA Kriege und Militäroperationen in der ganzen Welt. Ob in Afghanistan, im Irak oder anderswo. Ramstein dient auch als Drehscheibe für Drohnenkriege, die oft ohne direkte deutsche Beteiligung ablaufen.
Die Kosten dieser Besatzung trägt zumindest teilweise der deutsche Steuerzahler. In den letzten Jahren hat Deutschland mehrere Milliarden Euro für die Unterhaltung der US-Truppen ausgegeben, einschließlich Infrastruktur, Schulen und Krankenhäusern auf den Basen.
Hinzu kommt die Gefahr einer Eskalation. In einem Konflikt mit Russland oder anderen Mächten wären Orte wie Ramstein primäre Ziele für Angriffe, was Deutschland direkt in die Schusslinie bringen würde. Die Präsenz macht Deutschland zu einem potenziellen Schlachtfeld, ohne dass es volle Kontrolle über seine eigene Sicherheit hat.
Durch diese Abhängigkeit wird Deutschland zum Mittäter an Kriegen und Militäraktionen weltweit. Die US-Basen dienen als Ausgangspunkt für Interventionen, die oft völkerrechtswidrig sind. Ob Drohnenangriffe in Afrika oder Logistik für Nahost-Operationen. Deutschland ermöglicht dies indirekt und teilt die moralische Verantwortung.
Eine neue Eskalation sind Langstreckenwaffen auf deutschem Boden.
Auf Befehl der Amerikaner und der NATO-Allianz sollen nun wieder Langstreckenwaffen in Deutschland stationiert, die bis nach Russland reichen könnten. Diese Waffen, mit dienen einer angeblichen Abschreckung gegen Russland, erhöhen aber das Risiko einer nuklearen Eskalation. Dies ist nichts weiter als eine Provokation, die Deutschland noch tiefer in den Konflikt zieht.
Souveränität zu erkämpfen ist zwingend notwendig, die Themen „Ami go home“ und die Wiedererlangung voller deutscher Souveränität muss stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Anstatt darauf zu hoffen, dass ein US-Präsident wie Trump die Souveränität auf dem Silbertablett serviert, muss Deutschland und das deutsche Volk selbst aktiv werden!
Nur durch eine breite Debatte und politischen Druck kann echte Unabhängigkeit erreicht werden. Hier passiert auch bei Deutschlands größter Oppositionspartei zu wenig. Kernthemen wie Souveränität und Ami go home werden sehr stiefmütterlich behandelt. Deshalb braucht Deutschland auch eine breit aufgestellte Friedensbewegung.
Für ein souveränes Deutschland in einer multipolaren Welt.
Alexander Kurth
(Gesang: Guy Guy Dawson in Ramstein im Februar 2023)
Danke an dieser Stelle an Guy Dawson für dieses aussagekräftige Lied.