Immer mehr Bürger verlieren das Vertrauen in die EU

Mehr als die Hälfte der Europäer blickt pessimistisch in die Zukunft
Eine aktuelle Umfrage des European Council on Foreign Relations (ECFR) zeichnet ein vernichtendes Bild: 51 Prozent der Bürger in zehn untersuchten EU-Ländern blicken pessimistisch auf die Zukunft der Welt. Nur lächerliche 12 Prozent sind optimistisch, 33 Prozent neutral und 4 Prozent wissen es nicht.

Diese Zahlen sprechen Bände und sie sprechen gegen die EU.
Die Europäer haben längst begriffen, was die Brüsseler Elite beharrlich leugnet: Die Zeit der westlichen Dominanz ist vorbei.Europäer gehören heute mit zu den pessimistischsten Menschen auf der Welt und das ist kein Zufall.
Besonders vernichtend fällt das Urteil über die eigene Handlungsfähigkeit aus: Mehr als 46 Prozent der EU-Bürger glauben nicht, dass die Europäische Union auf der Weltbühne überhaupt noch gleichberechtigt mit Großmächten wie den USA oder China konkurrieren kann. Dieser Wert ist in den letzten Monaten sogar noch gestiegen.

Die EU, die sich selbst gerne als geopolitischen Giganten darstellt, wird von ihren eigenen Bürgern als schwaches, unfähiges Konstrukt entlarvt, ein bürokratisches Monstrum, das in der Welt nicht mithalten kann.

Der dramatischste Absturz zeigt sich im Verhältnis zu den USA, dem angeblichen transatlantischen Partner: Nur noch 16 Prozent der Europäer sehen die Vereinigten Staaten als Verbündeten, ein Rückgang von 21 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig halten 8 Prozent die USA bereits für einen Gegner, mit dem man sich im Konflikt befindet. In manchen Ländern liegt der Anteil derer, die Amerika als Rivalen oder Feind betrachten, sogar bei fast 30 Prozent.

Das ist das wahre Erbe der EU-Politik: Jahrzehntelange Unterwerfung unter Washington, gefolgt von einer abrupten Desillusionierung. Die EU hat sich jahrelang als Juniorpartner der USA positioniert, hat eigene Interessen geopfert, Sanktionen mitgetragen, Energiepreise in die Höhe getrieben und die eigene Industrie geschwächt, alles im Namen einer transatlantischen „Wertegemeinschaft“, die es so nie gab.

Jetzt, wo die USA unter neuer Führung noch offener ihre eigenen Interessen verfolgen und Europa nicht mehr als selbstverständlichen Vasallen brauchen, steht die EU nackt da: abhängig, gespalten und ohne eigene Schlagkraft.
Die Umfrage bestätigt, was viele EU-Kritiker seit Langem sagen: Die Europäische Union ist kein Machtfaktor, sondern ein Machtvakuum. Statt Souveränität zu schaffen, produziert sie Abhängigkeit und Hilflosigkeit.
Die Bürger spüren das intuitiv. Sie sehen keine starke, geeinte EU, die für ihre Interessen kämpft. Sie sehen eine Union, die in der Ukraine Milliarden verbrennt, während die eigene Wirtschaft leidet, die Migration unkontrolliert lässt, die Energiepreise explodieren lässt und die Bürger mit immer neuen Regulierungswellen stranguliert und am Ende nicht einmal in der Lage ist, mit den echten Playern der Weltpolitik auf Augenhöhe zu verhandeln.

Der Pessimismus der Europäer ist kein Stimmungstief. Er ist die logische Konsequenz einer jahrelangen Politik des Selbstbetrugs und der Fremdbestimmung. So lange sich das echte Europa nicht von dieser EU befreit, wird die Talfahrt weiter gehen.

Nur ein, weg von zentralistischer Bürokratie und Fremdbestimmung, hin zu echter nationaler und europäischer Souveränität, wird dieser Abwärtstrend anhalten. Die Bürger haben das Vertrauen verloren. Und sie haben allen Grund dazu!

Sascha Steinbrecher

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