
Heute, am 13. Februar, jährt sich zum 81. Mal der Beginn der Bombennächte von Dresden. In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 warfen britische und amerikanische Bomber in mehreren Wellen Tausende Tonnen Spreng- und Brandbomben auf die Stadt. Die historische Altstadt, bis dahin weitgehend unversehrt, ging in einem gewaltigen Feuersturm unter. Der Sturm war so stark, dass er Menschen von den Beinen riss, Asphalt schmelzen ließ und in den überfüllten Kellern Zehntausende erstickten.
Hunderttausende starben, vor allem Frauen, Kinder, Alte und Flüchtlinge aus dem Osten, die in Dresden Schutz gesucht hatten. Die mörderischen Angriffe zogen sich bis zum 15. Februar hin. Was danach übrig blieb, waren rauchende Trümmerfelder und eine Wunde, die bis heute nicht richtig verheilt ist, auch wenn die Fassaden mittlerweile wieder glänzen. Ein Zitat sagt: Vor der Versöhnung kommt die Wahrheit und die Wahrheit im Bezug auf Dresden wird immer wieder verzerrt, verfälscht und unterdrückt.
Die „Luftmörder“ von damals sind nicht einfach Geschichte geworden. Ihr Schatten reicht bis in unsere Zeit, nur die Namen der Städte haben sich geändert. Statt Dresden, Hamburg oder Lübeck heißen die zerstörten Orte heute Raqqa, Mosul, Kobane, Sirte, Falludscha oder Deir ez-Zor. In Syrien, im Irak, in Afghanistan und in Libyen haben Luftangriffe von westlichen Kriegs-Koalitionen, ganze Länder in Schutt und Asche gelegt. Wieder entstanden Feuerstürme, wieder starben Hunderttausende, wieder wurden ganze Familien ausgelöscht. Wieder werden diese Luftgangster, ihre Armeen und Auftraggeber aus der Politik als Befreier bezeichnet, die angeblich Freiheit, Menschenrechte und Demokratie bringen. Was sie bringen sind Massengräber und Länder die im Chaos versinken.
Ein würdiges Gedenken an die Toten von Dresden wird immer schwieriger. In Dresden versuchen die Menschen seit Jahrzehnten, der Opfer zu gedenken, auf verschiedene Art und Weise. Mit dabei auch jene Angehörigen der Erlebnisgeneration, welche die Bombennächte noch persönlich erlebten. Obwohl diese Zeitzeugen natürlich immer weniger werden. Viele spüren dabei eine tiefe Trauer, die nicht wegdiskutiert oder gar verboten werden kann.
Staatliche Kräfte und militante antideutsche Extremisten arbeiten auch in Dresden Hand in Hand, mal offen, mal verdeckt, mal durch stillschweigende Absprachen oder durch finanzielle Unterstützung.
Die Luftmörder von damals tragen seit 1945 immer wieder Tod und Vernichtung in die Welt. Von Dresden bis in den Nahen Osten und darüber hinaus bleibt das Muster gleich: Bomben fallen, Städte brennen, Zivilisten sterben und Flüchtlinge werden produziert. Es wäre an der Zeit, diesen Kreislauf endlich zu durchbrechen. Deshalb mahnen auch die Toten der Bombennächte von Dresden zum Frieden!
Alexander Kurth