Hohe Spritpreise – häusliche Pflege und Betreuung in Not

Tacheles von Schwester Anja

Wir sind ein kleines Unternehmen, wir betreuen, pflegen und begleiten alte, schwerstkanke und sterbende Menschen im häuslichen Bereich. Da wir ein großräumiges Gebiet in Leipzig versorgen, ist ein Auto unabdingbar. Das kostet Geld, für Fahrtzeit ( Weg) und Sprit.

Die Leistungen der Pflegeversicherung steigen nicht, nicht heute, nicht morgen, nicht dieses, auch nicht nächstes Jahr. In der häuslichen Betreuung sind die Stundenpreise gedeckelt, Fahrtkosten dürfen nicht extern auf die Patienten umgelegt werden, sondern müssen in die Stundenpreise mit einfließen.

Was bedeutet das? Es bedeutet eine radikale Reduzierung der Stunden, die für Betreuung der Patienten vorgesehen sind. Denn wenn wir die Kosten in die Stunden einbeziehen müssen, verringert sich die Zeit zu Betreuung/ Versorgung/ Pflege. Ist das noch menschlich? Nein,es ist die niederträchtige Verachtung von Pflegebedürftigen und deren pflegenden Angehörigen, die dringend Hilfe benötigen.

Die häusliche Pflege und Betreuung soll den Einzug in ein Pflegeheim verhindern und den Verbleib in der eigenen Wohnung gewährleisten. Und wenn das nicht mehr gewährleistet werden kann, ist auch eine Pflege und Betreuung im eigenen Zuhause nicht mehr möglich.
Wiedereinmal eine Willkür zu Lasten der Schwächsten im besten Deutschland aller Zeiten.

Ein Einzug in profitgierige Sterbebunker ist das Ende eines selbstbestimmten Lebens. Doch wer steht auf? Mit Wutsmileys, Memes und Kommentaren ist es nicht getan.

Meine tiefste Verachtung gilt der Politik, die den Fokus auf das eigene Volk völlig verloren hat. Ein Raubzug durch die Renten – und Pflegeversicherung lässt erkennen, dass die Menschen im eigenen Land nichts mehr wert sind.

Ich ertrage dieses Mitläufertum, das Schweigen und die Unfähigkeit der deutschen Bevölkerung, sich endgültig gegen den Krieg gegen und Menschen einzusetzen, nicht mehr. Ich mach da nicht mit, ich erhebe meine Stimme für die Schwächsten, die Hilfe und Unterstützung am meisten brauchen.

Herzlichst, Schwester Anja

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