
Nach 16 Jahren an der Macht steht Viktor Orbán vor der möglichen Abwahl. Bei der Parlamentswahl am 12. April 2026 liegt die sogenannte Opposition von Péter Magyar in vielen Umfragen angeblich klar vorne. Ein Mann, der noch vor kurzem Teil des Systems war, führt plötzlich die Umfragen an. In Brüssel reibt man sich schon jetzt die korrupten Hände.
Die EU-Schergen fahren wieder ihr bewährtes Programm auf: massiver Druck, Einmischung, finanzielle Daumenschrauben. Genau wie in Rumänien und Moldawien, wo man unliebsame Kandidaten einfach von der Wahl ausgeschlossen oder behindert hat. In Ungarn klappt dies natürlich nicht so leicht. Deshalb wird mit anderen, etwas subtileren Methoden gearbeitet. Das Ziel ist klar: Der letzte Störenfried in der EU muss weg.
Kritik an Orbán ist natürlich berechtigt. Wer nicht komplett in der eigenen Blase lebt, sieht deutlich seine Schwachstellen. Besonders ekelhaft ist seine bedingungslose Unterwürfigkeit gegenüber Benjamin Netanyahu und Donald Trump, zwei der größten Kriegsverbrecher und geopolitischen Brandstifter in der aktuellen Weltpolitik. Orbán steht wie ein treuer Vasall hinter Netanyahus verbrecherischer Politik in Gaza, wo Zehntausende Zivilisten abgeschlachtet wurden. Dies wurde auch immer wieder bei Abstimmungen auf internationaler Ebene deutlich.
Erst vor wenigen Tagen wurde dieser Schlächter auf einer Konferenz wie ein Popstar gefeiert. Mit Trump und Netanyahu hat er sich die wohl skrupellosesten Figuren der Gegenwart als enge Freunde und Wahlkampfhelfer ausgesucht. Diese devote Haltung gegenüber den USA und Israel ist leider kein Einzelfall, sie ist typisch für große Teile der europäischen Rechten. Statt für Europa und die eigenen Völker einzustehen, kriechen sie vor Washington und Tel Aviv. Eine peinliche und schädliche Krankheit.
Gleichzeitig muss man aber auch die positiven Punkte erwähnen. Eine Wiederwahl Orbáns wäre trotz allem in manchen Punkten zumindest das kleinere Übel. Ungarn ist eines der wenigen Länder, die der EU regelmäßig Sand ins korrupte Getriebe werfen. Ob neue wahnsinnige Sanktionen gegen Russland, ob weitere Milliarden oder Waffen für den Schauspieler in Kiew. Orbán stellt sich zumindest teilweise quer und ist kein Abnicker wie andere Regierungschefs.
Natürlich hält sein Veto meist nicht ewig. Sobald er genug Geld, Schutz vor Migranten oder andere Zugeständnisse für Ungarn herausgeholt hat, stimmt er meistens zu. Aber das ist wenigstens noch ansatzweise normale nationale Interessenpolitik. Im Vergleich zu Meloni in Italien, die schnell eingeknickt, wirkt Orbán fast schon mutig.
Mehr als dieses ständige Bremsen und Verhandeln bringen die sogenannten Patrioten in Europa derzeit leider nicht zustande. Die EU selbst ist das eigentliche Problem: eine kriminelle, korrupte und zentralistische Bürokratenmaschine, die souveräne Staaten langsam aber sicher stranguliert. Sie will schalten und walten, wie sie will, ohne echte Gegenwehr. Wer sich querstellt, wird fertiggemacht. Genau das passiert gerade mit Ungarn.
Bei Kandidaten der sogenannten Opposition Péter Magyar sollten alle Alarmglocken schrillen. Der Mann führt angeblich die Umfragen an, obwohl er aus dem Nichts kam. Schaut man sich an, wie solche „neuen Hoffnungsträger“ in anderen Ländern geendet oder agieren, wird einem schlecht. Sie versprechen das Blaue vom Himmel, kritisieren das alte System und verraten ihr Volk am Ende meist noch schlimmer als alle Vorgänger.
Am Schluss stehen sie stramm vor Brüssel, Washington und den globalen Interessen der Machterhaltungsganoven. Orbán mag massive Unzulänglichkeiten haben, aber er hat zumindest immer wieder bewiesen, dass er nicht komplett nach der Pfeife der EU tanzt. Auch im Bereich Familienpolitik kommen aus Ungarn immer wieder positive Signale. Mann, Frau und Kind, keine 60 verschiedenen Geschlechter oder andere Verrücktheiten. Auch das ist in der EU-Kloake mittlerweile nicht mehr selbstverständlich, sondern eher eine Ausnahme.
Die Wahl am 12. April ist eine Wahl zwischen einem fehlerbehafteten Störfeuer was der EU immer mal Gegenwehr leistet und einer kompletten Marionette der EU.
Eine Abwahl Orbáns wäre für Brüssel ein Grund zum Feiern. Für alle, die ein Europa souveräner Nationen wollen und nicht ein zentralistisches Imperium, wäre es ein schwerer Schlag. Die Ungarn entscheiden letztendlich und das hoffentlich nicht naiv.
Alexander Kurth