Erfolgreicher Friedenskorso in Köln

Zahlreiche Teilnehmer trotzen hohen Spritpreisen und schlechtem Wetter. Trotz teuren Sprits und regnerischer Witterung haben am vergangenen Sonnabend zahlreiche Bürger mit einem Autokorso in Köln ein deutliches Zeichen für den Frieden gesetzt. Die Veranstaltung wurde von Bürgerinitiativen rund um den Verein „Brücke zwischen Deutschland und Russland“ sowie den „Aufbruch Frieden – Souveränität – Gerechtigkeit“ organisiert.

Nach der Auftaktveranstaltung an der Deutzer Werft zog der Korso mit vielen Fahrzeugen durch die Stadt und machte deutlich: Die Teilnehmer haben genug von der aktuellen Kriegspolitik. Sie forderten ein sofortiges Ende der Waffenlieferungen an das ukrainische Regime, den Stopp der Sanktionen gegen Russland sowie einen Austritt Deutschlands aus der NATO.
Stattdessen müsse endlich eine Politik der Verständigung und Zusammenarbeit mit Russland treten, so wie es über Jahrzehnte hinweg der Fall gewesen sei.
Der Leverkusener Kommunalpolitiker Markus Beisicht kritisierte scharf die einseitige Unterstützung des Ukraine-Kriegs durch die Bundesregierung. Er und weitere Redner warnten davor, dass zusätzliche Waffenlieferungen nur zu mehr Toten und einer gefährlichen Eskalation führen würden.

Auch der aktuelle Konflikt mit dem Iran wurde thematisiert. Die Teilnehmer bezeichneten ihn als ebenso völkerrechtswidrig wie die zahlreichen Angriffskriege der USA in der Vergangenheit.
Besonders deutlich war die Forderung, alle ausländischen Kriegsbasen in Deutschland zu schließen. „Deutschland darf kein Aufmarschgebiet für fremde Mächte mehr sein“, hieß es mehrfach. Stattdessen brauche das Land echte Souveränität und eine Friedenspolitik, die den Interessen der eigenen Bevölkerung dient.
Unterstützt wurde der Autokorso von weiteren Bürgerinitiativen, die sich für Frieden, Souveränität und Gerechtigkeit einsetzen.

Viele Teilnehmer zeigten mit russischen und deutschen Fahnen sowie Transparenten Flagge für den Frieden und für Dialog statt weiterer Konfrontation.
Die Polizei begleitete den Korso ohne größere Zwischenfälle. Trotz der widrigen Bedingungen war die Beteiligung hoch. Die Organisatoren werteten dies als starkes Signal dafür, dass immer mehr Bürger nicht länger schweigen wollen.
In der Abschlusserklärung betonten die Veranstalter: „Wir stehen für Frieden mit Russland und gegen jede Form der Kriegshetze. Deutschland braucht keine NATO und keine fremden Basen, sondern eine eigenständige Politik, die Krieg verhindert und das Leben der Menschen verbessert.“ Auf der Abschlusskundgebung wurden zudem Grußworte von Elena Kolbasnikova aus Kaliningrad/Königsberg abgespielt. Elena Kolbasnikova und ihr Ehemann mussten Deutschland verlassen und gegen sie wurde ein langjähriges Einreiseverbot verhangen. Ihr eintreten für die Verständigung zwischen Deutschland und Russland wurde von der deutschen Justiz zunehmend kriminalisiert. Im Mai wird es die nächste Veranstaltung in Köln geben.

Alexander Kurth

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