Hunderte demonstrieren in Ramstein gegen die Kriegspolitik der Bundesregierung

Bereits seit einer Woche finden in Ramstein verschiedene Aktionen gegen die Kriegspolitik der Bundesregierung statt. Unter anderem veranstaltete das Bündnis Stopp Airbase Ramstein ein Friedenscamp. Der Protest der Teilnehmer richtet sich unter anderem gegen Waffenlieferungen, gegen die Hochrüstung der Bundeswehr und natürlich gegen den größten US-Militärstützpunkt auf deutschem Boden. Insbesondere der von Ramstein ausgehende Drohnenkrieg wird von den Veranstaltern kritisiert.

Laut Polizeiangaben, versammelten sich etwa 900 Teilnehmer und zogen friedlich vor die US-Airbase, wo unter anderem Oskar Lafontaine zu den Teilnehmern sprach. Unter den Teilnehmern befand sich auch die Kölner Friedensaktivistin Elena Kolbasnikova, die erst kürzlich für ihre abweichende Meinung zum Russland Ukraine-Konflikt vom Amtsgericht Köln zu einer Geldstrafe verurteilt wurde.

Die Teilnehmerzahl blieb wohl etwas unter den Erwartungen der Organisatoren. Bei einer Veranstaltung im Februar versammelten sich noch mehrere tausend Teilnehmer in Ramstein.

Drohungen sorgen für Veranstaltungsabsage!

Am Sonntag dem 25.06 sollte in der Kulturwerkstatt Beckingen eine Diskussionsrunde mit der Friedensaktivistin Elena Kolbasnikova stattfinden, welche erst kürzlich wegen einer abweichenden Meinung zum Russland Ukraine-Konflikt vom Amtsgericht Köln zu einer Geldstrafe verurteilt wurde.

In der Gesprächsrunde sollte Elena Kolbasnikova über ihre Erfahrungen in der deutschen Friedensbewegung sprechen, unter anderem organisierte sie die Großdemonstration in Ramstein am 26.02.2023. Seit Mai fungiert sie als Vorsitzende, in der Querfront-Friedensbewegung Aufbruch Frieden-Souveränität-Gerechtigkeit. Hinzu sollte auch über ihre Hilfsaktionen für die Menschen im Donbass berichtet werden, Hilfsaktionen, die mittlerweile auch kriminalisiert werden.

Gestern teilte der Veranstalter mit, dass die Gesprächsrunde abgesagt werden muss. Unter anderem erhielt der Veranstalter Drohungen, die aufzeigen, dass eine normale Diskussionskultur in Deutschland kaum noch möglich ist. Insbesondere am Fall von Elena Kolbasnikova sieht man, dass wir akute Demokratiedefizite in Deutschland haben. Defizite, die durch die Altparteien und eine mit Steuergeldern finanzierte Vereinsmafia maßgeblich gefördert werden! So verloren Elena Kolbasnikova und ihr Ehemann Maximilian Schlund gleich mehrere Arbeitsstellen, aufgrund ihres politischen Engagements. Zudem erfolgten Angriffe auf das persönliche Eigentum.

Wie uns Frau Kolbasnikova mitteilte, werden zeitnah eigene Diskussionsrunden in ganz Deutschland organisiert.

Karlchen ist zurück und kündigt einen Hitzeschutzplan an

Sommer, Sonne, Hitzeschutz …der Wahnsinn geht weiter!

Nach gefühlter Unendlichkeit von kühlen Temperaturen, dunklem Himmel und trüben Gedanken, ist endlich Sommer. Sommer, Sonne, gute Laune, lange Nächte, laute Musik, sonnengebräunte Haut, gekühlte Drinks … das Leben wird besser.
Doch freut euch nicht zu früh, da geht noch was. Nach dem bösen Virus droht nun die böse Hitze. Schon ist Karlchen Lauterbach zur Stelle und zaubert einen Hitzeschutzplan aus der Tasche.

Neuerdings wird beim Wetterbericht die Wetterkarte ab 25 Grad plus dunkelrot eingefärbt. Das Schema ist offensichtlich, hatten wir ja gerade 3 Jahre lang. Ein Problem, was es vorher nicht gab, wird erschaffen, der Notstand wird ausgerufen und im Glanze der Medien agieren die selbsternannten Retter. Angst sollst du haben, solidarisch sollst du sein!

Nun gut, wie sieht er denn aus, der Hitzeschutzplan? Karlchen möchte diesmal nach französischem Vorbild handeln, bei Temperaturen von über 35 Grad plus und einer Luftfeuchtigkeit von mehr als 70 Prozent. Dann wird es Zeit zu handeln, Kälteräume, spezielle Pläne für Pflegeeinrichtungen und Kliniken, Anrufe bei älteren Menschen, damit sie regelmäßig Wasser trinken.

Aber auch Einschränkungen des öffentlichen Lebens sind vorstellbar. Ich ahne es, es bedeutet, dass also Veranstaltungen im Freien untersagt oder öffentliche Einrichtungen geschlossen werden. Dazu möchte man selbstverständlich eine Überlastung von Krankenhäusern und Arztpraxen vermeiden. Wie reizend, nach dem man alles kaputt gespart hat.
Ich sehe schon Senioren vor mir, welche dieses Jahr ihren ersten warmen Sommer erleben und ohne Kopfschutz und ausreichend zu trinken einfach in die Sonne gehen. Werden die Senioren dann eingefangen und in Kältehallen gesteckt? Lässt man die armen alten Menschen schockgefrostet und taut sie nicht mehr auf, damit man die Rente spart? Kommt ab 25 Grad plus die Sonnenschirmpflicht für alle? Wird es Ausgangssperren ab Sonnenaufgang geben? Rollladenpflicht für alle im Homeoffice? Bekommen Menschen, die seit Jahren in Länder fahren, die über 40 Grad plus liegen, Sondergenehmigungen, wegen harten Trainings?
Gibt’s es einen kurzen, harten Lockdown, um die Hitzewelle zu brechen? Bekomme ich Sonnenbrand, weil du dich nicht eincremst??? Müssen wir befürchten, dass es zur Tyrannei der Uneingecremten kommt?

Ich habe Fragen …
Du brauchst keine Angst vor der Zukunft haben …Panik wäre besser!
Ich mach da nicht mit, auch diesmal nicht!

Eure Schwester Anja

Drei Jahre Familien-Autokorso in Dessau

Auch bei hochsommerlichen Temperaturen ging es in Dessau auf die Straße. Bereits seit drei Jahren protestieren die Organisatoren vom Dessauer Autokorso gegen die Fehlpolitik in Deutschland. Ob die Aufarbeitung der Corona-Fehlpolitik, ob der Niedergang unserer Wirtschaft oder die aktuelle Kriegspolitik, die Themenpalette ist vielfältig. So vielfältig wie die Menschen, die in Dessau auf die Straße gehen.

Menschen, die erkannt haben, dass das Teile und Herrsche Prinzip, nur den Regierungsparteien dient! So lautete auch der einhellige Tenor der Redner am gestrigen Tag, nicht spalten lassen. Es geht nicht um Links gegen Rechts, um Arm gegen Reich oder um Deutscher gegen Ausländer, es geht um den gemeinsamen Widerstand, gegen eine brandgefährliche Politik. Wenn diese Politik gestoppt wurde, kann man sich noch immer um die vielen Nebenkriegsschauplätze streiten, die vielen jetzt schon so wichtig sind.

Dass mehr und mehr Menschen in Opposition zu dieser Politik gehen, wurde auch am gestrigen Tag deutlich. Die Zustimmung vom Straßenrand aus, war gewaltig. Ein schöner Erfolg für die Organisatoren, die für eine solche Veranstaltung immer viel Zeit, Kraft und auch Geld investieren.

Schön war auch der Umstand, dass viel Zeit für persönliche Gespräche blieb und ein reger Gedankenaustausch stattfand. Für das leibliche Wohl sorgten ebenfalls die Organisatoren, die von vielen fleißigen Händen unterstützt wurden.

André Poggenburg vom Aufbruch Frieden-Souveränität-Gerechtigkeit.

Der Anmelder vom Dessauer Autokorso nimmt sich jetzt erst einmal eine kleine Auszeit, aber wir werden die Dessauer auch in Zukunft auf der Straße sehen.

Friedensaktivistin zu Geldstrafe verurteilt!

Am heutigen Tag fand der Prozess gegen Elena Kolbasnikova vor dem Amtsgericht in Köln statt. Ihr wird vorgeworfen, sie hätte in einem Interview mit Bild TV den sogenannten russischen Angriffskrieg gebilligt. Frau Kolbasnikova organisiert seit vielen Monaten verschiedene Friedensdemonstrationen in Deutschland. Unter anderem fungierte sie als Anmelderin der großen Friedensdemonstration vor der US-Airbase in Ramstein, im Februar dieses Jahres.

Für ihre völlig friedlichen Aktivitäten, verloren sie und ihr Mann gleich mehrere Arbeitsstellen, zudem erfolgten gewalttätige Angriffe auf ihr Privateigentum. Nun soll ihr Engagement kriminalisiert werden, um abweichende Meinungen zum Russland Ukraine-Konflikt unter Strafe zu stellen, wurde im letzten Jahr ein extra Gesetz verabschiedet. In erster Instanz erfolgte eine Verurteilung zu einer Geldstrafe in Höhe von 900 Euro. Gegen dieses Urteil wird Elena Kolbasnikova Rechtsmittel einlegen.

Vor dem Kölner Amtsgericht erlebten wir ein großes Medieninteresse. Wir werden den Prozess weiter verfolgen. Im Video sehen Sie eine kurze Stellungnahme von Rechtsanwalt Markus Beisicht und Elena Kolbasnikova.

Euer woker Wahnsinn hat kein Fundament!

Gendern, kulturelle Aneignung, biologische Geschlechter, Wokeness und alles wofür der Regenbogen herhalten muss, ist ein Feldzug gegen die Normalität und besitzt keinerlei Fundament. Inzwischen geraten ganz normale Dinge und Begriffe in Verruf, oder es schlägt die Rassismus-Falle zu. Jeder, der der Ansicht vertritt, dass es nur zwei Geschlechter gibt, sowie eine richtige Familie aus Vater, Mutter und Kinder besteht, erleben immer mehr die ideologische Keule.

Was tun Politiker, um die klassischen Familien zu schützen? NICHTS! Sie feuern die abartige Diversitätspolitik noch so richtig an und auch die CDU/CSU sowie die FDP lässt die links-grünen Ideologen schalten und walten. Politisch bekommt keine einzige Regierungspartei was Nützliches auf die Reihe, aber bei Regenbogen-Gerechtigkeitsfragen sind sie alle gut aufgestellt.

Besonders die Linken und Grünen schießen sich ständig auf Themen ein und glauben, alles recht der Welt zu haben, dieses auch in die Köpfe aller anderen einzupflanzen. Inkorrekte Faschingskostüme, ob Cowboy oder Indianer, von Mohrenkopf bis Bismarck, männlichen Formen sollen durch andere Begriffe ersetzt werden, alles muss weg, kommen dann aber gerne mit wohlklingenden Phrasen wie Toleranz, Vielfalt und Diversität um die Ecke. Versteckt wird damit aber eine Willkür, die gesamte Gesellschaft nach ihren eigenen Vorstellungen umkrempeln und umerziehen zu dürfen, die zum Himmel schreit.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Linken oder die Grünen jemals eine Mehrheit dafür hatten. Warum glauben diese Politiker eigentlich allein die Deutungshoheit zu besitzen, was moralisch legitim zu gelten hat? Ist es moralisch legitim, Kindern vorzugaukeln, dass sie sich ihr Geschlecht frei wählen können?

Nun kommt auch noch hinzu, dass einige wenige Mediziner und Biologen behaupten, es gäbe mehr als nur zwei Geschlechter. Zurecht darf man sich fragen, ob sie mit den Grünen die gleiche Schule besucht haben oder im Fach Naturwissenschaft und Biologie gefehlt haben.

Tragisch ist, dass viele Eltern nicht wahrhaben wollen, was Wokeness und Genderwahn mit dem Nachwuchs anstellt. Kinder werden in ihrer natürlichen Entwicklung längst nicht mehr gestärkt und unterstützt, wie man es eigentlich vom Staat erwartet. Stattdessen werden sie krank gemacht, und zu einem ungesunden Lebensstil erzogen. Meine tiefe Verachtung gegen die Altparteien rührt auch daher.

Zudem kann nicht jeder mit dem Schwulen, Lesben, Transmenschen-Getöse etwas anfangen und will es auch nicht. Schluss mit der ideologischen Bevormundung unter dem Deckmäntelchen von »Gleichstellung« oder »Gleichberechtigung«.
Die Mehrheit aller Männer und Frauen werden diesen ideologischen Irrsinn auch nicht akzeptieren. Ist das so schwer zu verstehen? Und an alle LGBTQ-Minderheiten, die ständig in ihrer Opferrolle schwelgen: Ihr könnt noch so andachtsvoll vor der Regenbogen-Fahne stehen, sie schützt auch Euch nicht vor Preiserhöhungen, nicht vor Krieg und schon gar nicht vor Diskriminierung. Besonders für unsere maskulinen Gäste aus dem Nahen Osten bleibt Gewalt gegen Transmenschen in ihrem Herkunftsland ohne Konsequenzen für die Täter. In Deutschland inzwischen auch, wenn man die täglichen Gerichtsurteile verfolgt. Ihr seid also gefangen in Eurer Wokeness-Falle.

Elke Metzner

Ukraine-Konflikt: Baerbock eskaliert weiter!

Auch in dieser Woche gab es wieder einige politische Tiefpunkte, typisch für den Zustand im Lande. Von vielen unbemerkt, dafür um so fataler, ist ein neuerlicher diplomatischer Affront Baerbocks gegen Russland. Dazu berichtet André Poggenburg, Vorsitzender der Vereinigung „Aufbruch Frieden-Souveränität-Gerechtigkeit“.

Ob es nun abgrundtiefe Dummheit oder wohlbedachtes Kalkül ist – unsere grüne Außenministerin Baerbock glänzt mit einem diplomatischen Fehltritt nach dem anderen. Kobolde in den Akkus oder eine 360°-Wende sind ja noch typisch baerbocksche Fettnäpfchen und irgendwie lustig. Die Kriegserklärung an Russland im Europarat im Januar ist da, wie auch gleiches von Karl Lauterbach (SPD) einige Monate zuvor, schon ein ganz anderes Kaliber und ein extremer Fauxpas auf dem außenpolitischen Parkett. Nun aber wird klar, dass „Kriegsministerin“ Baerbock es tatsächlich ernst meint. Denn sie ordnete die Schließung von 4 russischen Konsulaten in Deutschland an. Begründet wird dies damit, dass Russland selbst eine Obergrenze von 350 deutschen Diplomaten in Russland angekündigt hätte und Deutschland sich organisatorisch gezwungen sieht, mehrere Konsulate in Russland zu schließen. Das ist natürlich großer Quatsch, denn ein Konsulat könnte auch mit 10 Leuten inkl. Botschafter betrieben werden, wenn man dies denn wollte.

Dass Baerbock nun selbst viel weiter geht und russische Konsulate in Deutschland schließt, verdeutlicht die rot-grüne Agenda, selbstverständlich im transatlantischen Auftrag, recht gut. Die Spirale der Eskalation wird weiter gedreht, man will noch mehr rote Linien überschreiten und peilt den offenen Konflikt mit Russland an. Warum? Ganz einfach, weil die derzeitige Entwicklung im Stellvertreter-Krieg in der Ukraine für den Westen weitaus unbefriedigender ist, als für Russland!

Wenn Russland den Konflikt in der Ukraine für sich gewinnt, wonach es aktuell trotz immenser westlicher Waffenlieferungen und Geldflüsse an die Ukrainer aussieht, hätte der gesamte Westen, inkl. Nato und EU, ein gewaltiges Glaubwürdigkeits- und Prestigeproblem und die US-Vormachtstellung wäre wohl Geschichte. Auch die sogenannten „Westlichen Werte“ inkl. dem mit Waffengewalt verbreiteten Exportschlager „Westliche Demokratie“ würden extrem im Kurs fallen, ein Fiasko für den globalistischen, woken Westen. Nicht wenige Menschen weltweit würden das sogar begrüßen.

Traurig und verheerend ist allerdings die Tatsache, dass der Westen für die Aufrechterhaltung seiner „Werte“ einmal mehr bereit ist, unter Missachtung legitimer Sicherheitsinteressen anderer Großmächte, einen Krieg vom Zaun zu brechen. Es ist bedauerlich, wie sich seit über 10 Jahren die Ukrainer vom Westen manipulieren und in den Tod schicken lassen. Der Krieg in der Ukraine muss eher heute als morgen enden und es gibt immer auch eine Verhandlungslösung. Allerdings werden Leute wie Baerbock & Co. bis zum letzten Mann*In kämpfen, natürlich bis zum letzten Ukrainer.

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Habeck und FDP lavieren beim Heizungsgesetz

Robert Habeck hat nur ein Ziel: Noch vor der Sommerpause will er das Heizungsgesetz, seinen „Meilenstein beim Klimaschutz“, im Bundestag durchpeitschen. Um das zu erreichen signalisiert der grüne Minister einige Zugeständnisse, die die Folgen des Gesetzes abmildern bzw. akzeptabler machen sollen. Die Devise dabei ist: „Mit Speck fängt man Mäuse“. Die wichtigste Maus ist die FDP, die für die Verabschiedung des Heizungsgesetzes gewonnen werden muss. Was mit großer Sicherheit auch gelingen wird. Denn die FDP ziert sich zwar, hat auch die erste Lesung des Gesetzes kurzfristig verhindert und stellt dem Minister 77 Fragen zum Thema, hat aber im Kabinett schon der Verabschiedung vor der Sommerpause zugestimmt.

Sowohl Habeck wie die FDP betreiben also ein munteres Verwirrspiel, das mittel- und langfristig zu Lasten von vielen Millionen Hauseigentümern und Mietern ausgehen wird. Doch nun zählt allein die erhoffte Täuschung des Publikums: Habeck spielt den Kompromissbereiten, der mit Hilfe der grünaffinen Medien vermitteln will, dass alles halb so schlimm ist. Und die FDP will vor allem ihrer inzwischen misstrauisch gewordenen Klientel vorspielen, Habeck und den Grünen genug abgetrotzt zu haben, um irgendwie doch einen Sieg im Machtkampf errungen zu haben. Tatsache ist aber: Ist das Gesetz im Bundestag durch, dann hat der grün dominierte Klimastaat ganz legal alle Hebel, Folterwerkzeuge und Sanktionsmöglichkeiten gegen die Bürger in der Hand. Und genau das will Habeck erreichen.

Wolfgang Hübner

Erdogan gewinnt – ein Sieg für die Türkei

Erst unlängst wieder aus der Türkei zurückgekehrt, empfinde ich über den Wahlausgang geradezu persönliche Erleichterung. Der Welt und vor allem den Türken selbst bleibt eine weitere westlich-liberale Jauchegrube zumindest bis auf weiteres erspart. Mit besonderer Genugtuung kann man es als Deutscher dabei empfinden, daß ausgerechnet die im bundesdeutschen Narrenbiotop lebenden Türken besonders stark für Erdogan votierten; beim zweiten Wahlgang mit stattlichen 67,36 Prozent (im Landesdurchschnitt kam Erdogan auf 52,16 Prozent). Wundern muß man sich darüber nicht – viele konservativ eingestellte Türken haben den links-queeren Irrsinn, der ihnen im Fall einer Abwahl Erdogans geblüht hätte, in Bottrop, Köln oder Gelsenkirchen tagtäglich vor Augen. Sie wollen das vernünftigerweise nicht auch noch im eigenen Land.

Vor allem die geopolitischen Folgen des Wahlausgangs sind gravierend. Unter Erdogan wird die Türkei den eingeschlagenen Kurs einer verstärkten Ost-Orientierung (Rußland, China, Zentralasien) beibehalten und sich als selbstbewußter Akteur in die im Entstehen begriffene eurasische Großraumordnung einbringen. Die NATO muß zusehen, wie ihr ihr südöstlicher Pfeiler sukzessive abhandenkommt; schon 2016 versuchten die USA deshalb, Erdogan wegzuputschen – die russische Funkaufklärung in Syrien bekam davon Wind und warnte ihn. Seither ist die Türkei für Moskau ein mehr oder weniger zuverlässiger Partner. Der von einem Oppositionsbündnis unter Führung der Linkspartei CHP ins Rennen geschickte Gegenkandidat Kilicdaroglu hätte das alles zunichte gemacht und aus der Türkei eine weitere Niederlassung des verkommenen „Wertewestens“ gemacht. Sein Wahlbündnis hatte für den Fall des Wahlsieges unverhohlen bereits einen „regime change“ angekündigt. Das ist nun erst einmal vom Tisch.

Ich selbst habe mein Türken-Bild über die Jahrzehnte hinweg revidiert. Heute fühle ich mich in der Türkei außerordentlich wohl, nicht nur des reichen historischen und archäologischen Erbes wegen. Die Türken sind bodenständig und häufig erfreulich „normal“ – was unter Deutschen leider die Ausnahme geworden ist. Wie das Wahlergebnis zeigt, sind die politischen Instinkte der Nation im großen und ganzen noch intakt, wenngleich es natürlich auch in der Türkei inzwischen übergenug linksliberal Desorientierte gibt.

Als besonders lobenswert habe ich während meines viel zu kurzen Aufenthalts in Bodrum und Umgebung die Pflege des historischen Erbes durch die türkischen Altertumsbehörden empfunden. Es handelt sich ja zu großen Teilen um griechisches, römisches und christliches Erbe. Die Sehenswürdigkeiten sind im allgemeinen gut gepflegt, und der griechischen Vergangenheit begegnet man gerade im Westen des Landes auf Schritt und Tritt. Sie wird ohne jede Feindschaft präsentiert. Einen unerfreulichen Kontrast bot ausgerechnet ein Besuch auf der nur wenige Kilometer entfernt gelegenen griechischen Insel Kos: die dortigen Ausgrabgungsstätten – auch mitten in der Stadt – sind verwahrlost, und die Altstadt von Kos ist bis auf wenige herausgeputzte Gassen im Zentrum stinkig und unsauber. Ich mußte unwillkürlich an den Westen und seine „Werte“ denken. Der Türkei bleiben sie nun erst einmal erspart.

Der Kanzler versucht sich als Nationalpsychiater

Olaf Scholz gehört zu der Sorte Zeitgenossen, von denen ich kein gebrauchtes Auto kaufen würde. Dieses Bauchgefühl wird wieder einmal bestätigt, wenn ich lese, dass Scholz die Aktivisten der sogenannten „Letzten Generation“ als „völlig bekloppt“ bezeichnet hat. Das mag zwar weitgehend dem ansonsten so geschmähten gesunden Volksempfinden entsprechen. Doch bei näherer Betrachtung dieser Äußerung des Kanzlers werden Motive kenntlich, die alles andere als unproblematisch sind.

Da fällt zum Beispiel auf, dass Scholz diese extremistisch gesinnte und agierende „Letzte Generation“ als psychisch abnormal, also faktisch als krank bezeichnet. Unabhängig vom möglichen Geisteszustand einiger Mitglieder der Organisation ist es immer gefährlich, wenn politische Gegner als geisteskrank stigmatisiert werden. Es war zum Beispiel in der ehemaligen Sowjetunion verbreitete Praxis, lästige Gegner des Systems als vermeintlich psychisch krank aus der Gesellschaft zu entfernen. Die „Letzte Generation“ ist zwar alles Mögliche, krank ist sie aber nicht.

Denn ihre Aktivisten werden von einem millionenschweren „Climate Emergency Fund“ mit Sitz in Kalifornien sehr auskömmlich finanziert. Das macht es möglich, gegen attraktive Honorare junge Menschen anzuheuern, die sich auf die Straßen setzen oder sogar auf diesen ankleben. Zumindest der Teil der „Letzten Generation“, der wegen des Geldes aktiv ist, kann nicht als „bekloppt“ bezeichnet werden, wenn er mehr als den in Deutschland geltenden Mindestlohn verdienen will.

Und diejenigen der „Letzten Generation“, die tatsächlich aus Idealismus handeln, nehmen eigentlich nur extrem ernst, was Parteien wie die Grünen, aber auch Politiker wie Scholz bei jeder Gelegenheit verkünden, nämlich die unbedingte Notwendigkeit einer radikalen Energiewende zur Erreichung von „Klimaneutralität“. Da solche Verlautbarungen für Scholz, Habeck und Co. nur zur Gewinnung einträglicher politischer Macht dienen, lässt diese Politiker Leute, die sich tatsächlich vor einer Menschheitskatastrophe wähnen, als lästig und „bekloppt“ empfinden.

Doch so ist das Problem mit der „Letzten Generation“ nicht zu lösen, sondern nur zu vernebeln. „Klimakanzler“ Scholz wird nämlich mit fragwürdigem Vokabular die Geister nicht los, die mit der politisch instrumentalisierten Klimahysterie in die Welt gesetzt wurden. Die aufgeregte Heizdebatte zeigt gerade die tiefe Differenz zwischen der Klimaideologie und der sozialen Wirklichkeit. Die Störer und Straftäter der „Letzten Generation“ sind faktisch Produkte dieser extremistischen Ideologie, die nicht „völlig bekloppt“, sondern bislang äußerst erfolgreich ist. Wovon einer wie Olaf Scholz übrigens nicht wenig profitiert!

Wolfgang Hübner