Was wäre wenn?

Arm durch Arbeit?

Ach Quatsch, das klingt viel zu dramatisch!

„Freiwillige Netto-Reduktion zur Stabilisierung des Staatsgefüges“ lässt sich viel angenehmer lesen.

„Der durchschnittliche deutsche Arbeitnehmer wird im neuen Jahr 21,3 Prozent seines Bruttolohns direkt für Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung ausgeben. Kinderlose zahlen sogar 0,6 Prozent mehr, weil sie bei der Pflegeversicherung extra belangt werden. Zusammen mit den gleich hohen Anteilen des Arbeitgebers steigt die Quote der Sozialabgaben damit auf 42,6 Prozent für Arbeitnehmer mit Kindern und 43,2 Prozent für kinderlose Arbeitnehmer. Das ist ein neuer Rekord. Der bisherige lag im Jahr 2003 bei 42,0 Prozent für Arbeitnehmer mit Kindern. 2026 werden es also 0,6 Prozent mehr als damals sein.“

Quelle: Focus 25.11.25

Während die Preise im Alltag inzwischen einen Höhenflug nach dem anderen veranstalten, rutscht das Nettoeinkommen derjenigen, die den Staat tatsächlich finanzieren, ungebremst weiter nach unten.

Glaubt man den Zahlen, nach denen nur noch rund 18 Millionen Nettosteuerzahler das gesamte Konstrukt zusammenhalten, stellt sich langsam die Frage, ob das System noch funktioniert?

Vielleicht ist es aber auch einfach ein soziales Experiment, um zu eruieren, wie geistig degeneriert und staatshörig die (noch) arbeitende Gesellschaft in der BRD ist?

Natürlich würde ich niemals darauf kommen, irgendjemanden zu ermutigen, nicht mehr arbeiten zu gehen!

Ein Anstoss zum Nachdenken, dürfte doch auch in Zeiten stetig steigender Repression erlaubt sein, oder?

Frage für einen Freund.

Jens Wilke
(Die Stimme aus dem Exil)

Zum neunten Todestag von Fidel Castro

Fidel Castro – Erinnerung an einen Mann der Zeitgeschichte

Heute jährt sich der Todestag von Fidel Castro – einer der bekanntesten und umstrittensten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Für die einen war er ein Revolutionär, für andere ein totales Feindbild. Aber egal aus welcher Perspektive man schaut: Castro hat die Weltpolitik geprägt wie nur wenige lateinamerikanische Führer.

Kaum ein Staatschef wurde so intensiv ins Visier genommen wie Fidel Castro. Über 600 Attentatspläne, viele davon aus dem Umfeld der CIA richteten sich gegen ihn.
Explodierende Zigarren, vergiftete Tauchanzüge, bewaffnete Kommandos, die Liste liest sich wie ein schlechtes Drehbuch. Aber sie zeigt, wie sehr die USA versuchten Kuba zu brechen. Am Ende scheiterten alle Versuche, zumindest bisher.

Castro wurde für viele Menschen weltweit zum Symbol dafür, dass ein kleines Land sich gegen eine übermächtige Großmacht stellen kann. Für andere war er ein kommunistischer Diktator. Kuba hielt trotz Putschversuchen, politischem Druck und Blockaden an seinem eigenen Weg fest und das über Jahrzehnte.

Während in vielen anderen Ländern Lateinamerikas Militärdiktaturen herrschten, ging Kuba konsequent seinen eigenen Kurs. Bildung und Gesundheitsversorgung wurden ausgebaut, und trotz Armut entstand ein soziales Netz, das international Anerkennung fand.

Auch nach Castros Tod ist Kuba von einem der härtesten Sanktionsregime der Welt betroffen. Das US-Embargo besteht seit über 60 Jahren und erschwert fast alles: Handel, Medizinimporte, internationale Zusammenarbeit.
Viele Organisationen kritisieren die Sanktionen als unverhältnismäßig und schädlich für die Bevölkerung – doch Washington hält daran auch unter Trump fest.

Fidel Castro bleibt eine historische Figur, an der sich natürlich die Geister scheiden. Aber sein Einfluss ist nicht wegzudiskutieren. Er überlebte ein halbes Jahrhundert politischen Druck aus Washington und wurde für viele zu einem Symbol des Widerstands gegen den US-Imperialismus.

Sein Todestag ist deshalb nicht nur eine Erinnerung an die Vergangenheit, sondern auch ein Hinweis auf die Gegenwart: Ein kleines Land wie Kuba wird noch immer sanktioniert, weil es sich weigert, sich einer Supermacht zu unterwerfen.

Sascha Steinbrecher

Filmverband entehrt Heinz Rühmann und weitere Schauspieler!

Ihr seid so eine widerliche Bagage.

Heinz Rühmann, Leni Riefenstahl, August Arnold (lustigerweise Bundesverdienstkreuzträger), Olga Tschechowa (Großes Bundesverdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik) und einige andere unvergessene, großartige Künstler, Schauspieler, Regisseure werden besudelt von einer Clique „antifaschistischer Widerstandskämpfer“ in der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (Spio).
Die insgesamt 14 Film-Größen wurden bei einer vom Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München durchgeführten Untersuchung als „NS-belastet“ oder „NS-konform“ eingestuft.

Motivation für die Untersuchung war das „aktuelle Erstarken rechtsextremer Ansichten in der Gesellschaft. „

Vielleicht waren es aber auch Zitate wie diese aus der Feuerzangenbowle, die nicht in die heutige verkommen-verdorbene, dekadente BRD-Gesellschaft passen und deshalb #ausgemerzt (schönes Wortspiel) werden sollen:

„„Junge Bäume, die wachsen wollen, muss man anbinden, dass sie schön gerade wachsen. Und nicht nach allen Seiten ausschlagen. Und genau so ist es mit den jungen Menschen. Disziplin muss das Band sein, das sie bindet, zu schönem geraden Wachstum.“

Eine Aberkennung einer Ehrenmedaille durch Ehrlose hingegen sagt nichts über die Leistungen der Genannten, aber alles über die Zeitgeistmoralisten von heute.

https://www.n-tv.de/leute/Heinz-Ruehmann-verliert-posthum-Ehrenmedaille-id30046548.html?utm_source=firefox-newtab-de-de

Schulstreik gegen Wehrpflicht

Schüler wehren sich gegen Wehrpflicht!

Es ist höchste Zeit, dass Schüler aufstehen.
Denn wer heute die Wiedereinführung der Wehrpflicht fordert, will unsere Jugendlichen nicht schützen – er will sie verfügbar machen.
Für die Rüstungsindustrie, für geopolitische Machtspiele, für eine Politik, die sich längst von der Realität der Menschen und diplomatischen Bemühungen abgekoppelt hat.

Die Berliner Machterhaltungsganoven reden von „Pflicht“ – aber ihre eigenen Kinder werden sicher nicht in einem Schützengraben verrecken!
Die Söhne und Töchter jener, die solche Gesetze durchwinken, landen später in Thinktanks, Vorstandsetagen und guten Unis, nicht in einem schwarzen Leichensack.
An der Front stehen sollen nämlich andere: die Kinder ganz normaler Familien. Eure Kinder und Enkel.

In einem wirklich souveränen Deutschland, das frei entscheidet und nicht jeder NATO-Strategie blind folgt, könnte man über eine Wehrpflicht wenigstens diskutieren.
Doch aktuell wäre sie nichts weiter als ein Werkzeug, um junge Menschen für Interessen zu verheizen, die nicht ihre eigenen sind.

Die Regierung torpediert aktuell systematisch jeden Friedensplan, jedes Verhandlungsangebot, jeden Versuch, Konflikte diplomatisch zu lösen.
Sie redet von „Kriegstüchtigkeit“, als sei das ein nationales Ideal und blockiert gleichzeitig jede Chance auf Deeskalation.
Frieden? Fehlanzeige.
Verhandlungen? Unerwünscht.
Dialog? Verdächtig.

Darum ist dieser Schulstreik wichtig: Die Jugendlichen haben verstanden, was gerade passiert, viel besser als manche Entscheidungsträger und auch manche Erwachsen.

Doch die Verantwortung liegt nicht allein bei ihnen.
Auch due Eltern müssen aufstehen und zwar alle! Völlig unabhängig von Herkunft, Parteizugehörigkeit oder Religion.
Ob deutsch, türkisch, russisch, arabisch oder was auch immer:
Diese Wehrpflicht würde alle treffen.
Für die Rheinmetall-Schranzen macht es keinen Unterschied, wenn es darum geht, wer geopfert werden soll.

Es liegt an uns zu sagen:
Unsere Kinder sind keine Ressource. Keine Soldaten auf Abruf. Keine Stellvertreter für politische Feigheit, Kriegsgeilheit und gescheiterte Diplomatie.

Liebe Eltern, ihr habt schon bei der Corona-Fehlpolitik größtenteils feige den Mund gehalten. Als man Eure Kinder isolierte, in Masken zwang und ihnen einredete, wenn sie ihre Großeltern besuchen, könnten diese sterben. Jetzt ist es an der Zeit, dass Ihr endlich Rückgrat zeigt! Sonst könnt Ihr eure Kinder vielleicht schon bald auf dem Friedhof besuchen.

Alexander Kurth

Russische Friedensaktivisten eröffnen Büro für Deutsch-Russische Verständigung in Russland

Die bekannten Friedensaktivisten Elena Kolbasnikova und Max Schlund, die Deutschland im vergangenen Jahr aufgrund zunehmender politischer Repressionen verlassen mussten, haben am gestrigen Tag in Kaliningrad ein neues Büro eröffnet. Es soll als Anlaufstelle für die deutsch-russische Verständigung, zivilgesellschaftlichen Austausch und praktische Unterstützung für Menschen dienen, die eine Zukunft in der Russischen Föderation aufbauen möchten.

Das neu eröffnete Büro soll Raum für Begegnungen bieten – sowohl für Deutsche, die in Russland leben oder auswandern wollen, als auch für russische Bürger, die sich für die politische und gesellschaftliche Situation in Deutschland interessieren. Der Fokus liegt auf Frieden, gegenseitigem Verständnis und dem Austausch jenseits staatlicher Spannungen.

Die Eröffnungsfeier fand laut Kolbasnikova in einer „warmen, freundlichen und sehr offenen Umgebung“ statt. Aufgrund noch fehlender technischer Infrastruktur konnte das Team nicht wie geplant live mit Unterstützern in Deutschland sprechen. „Aber wir werden es sicherlich nachholen“, heißt es aus dem Kreis der Aktivisten.

Elena Kolbasnikova hatte in Deutschland immer wieder Friedensdemonstrationen organisiert – darunter auch Aktionen vor der US-Airbase Ramstein, mit mehreren tausend Teilnehmern. Ihr Engagement brachte ihr nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch berufliche und juristische Konsequenzen ein: Sie verlor ihren Arbeitsplatz und stand mehrfach vor Gericht. Für sie und Max Schlund wurde die politische Lage schließlich so belastend, dass sie Deutschland nach 15 Jahren verließen. Mittlerweile besteht für das Ehepaar ein Einreiseverbot für die EU.

Mit dem neuen Büro in Kaliningrad wollen beide ein Zeichen setzen: für Verständigung statt Feindbilder, für Dialog statt Eskalation und für eine Zukunft, in der Bürger beider Länder miteinander sprechen, statt übereinander.

Sascha Steinbrecher

Gastbeitrag von Pluriversum

Kein “rechter Marx” – es wird auf der Rechten nie den “großen Vordenker” geben (Johannes Poensgen)

‼️‼️Es ist mehr als fragwürdig, ob Marx so etwas wie ein Vordenker war oder nur ein fundierter ökonomischer Theoretiker mit wirren Machtphantasien.‼️‼️

﫵﫵 Sei es drum: Viele wünschen sich in Anbetracht des Facettenreichtums des nun auch zahlenmäßig immer stärker werdenden rechten Spektrums einen Vordenker wie Marx – eine Art einigendes Band,

Fraglich ist, ob dies sinnvoll wäre, gäbe es einen Rechten mit so nachhaltiger Wirkung wie Marx auf der Linken.

 „Ist nicht gerade die Heterogenität die stärke der Rechten?“, fragt sich Johannes Poensgen auf  „Pluriversum“. 

Der 18.11.2020 sollte uns ewig in Erinnerung bleiben!

Der 18.11.2020 sollte uns ewig in Erinnerung bleiben!

Gestern vor 5 Jahren zeigte das System wie weit es geht, wenn es darum geht andere Meinungen zu bekämpfen, um seine Entrechtungspolitik zu verteidigen!

Der 18. November 2020 markiert einen der dunkelsten Tage der Corona-Fehl-Politik. Mehr als 10.000 Menschen standen damals in Berlin auf der Straße, um gegen die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes zu demonstrieren, ein Gesetz, das tief in Grundrechte eingriff und der Exekutive weitreichende Befugnisse gab. Unter den Menschen die protestierten: Familien, ältere Menschen, Ärzte, Selbstständige, ganz normale Bürger, die schlicht Angst hatten, dass Freiheit und Grundrechte unter die Räder geraten. Bei diesen Veranstaltungen gab es zudem nicht das typische Links oder Rechts Schema, was lediglich dem Machterhalt der Machterhaltungsganoven dient. Patrioten standen neben linken Kräften. Deutsche standen zusammen mit Migranten im Gummiknüppelhagel der Systemschergen!

Die Reaktion des Staates war brachial. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, im November, bei einstelligen Temperaturen, gegen weitgehend friedliche Menschen. Pfefferspray und Schlagstöcke kamen zum Einsatz, auch gegen Rentner, Familien und Jugendliche. Bilder durchnässter und hustender Demonstranten gingen durch die Welt. Anstatt den Dialog mit besorgten Bürgern zu suchen, entschied man sich für Härte. Dieser Tag zeigte: Der Staat war und ist bereit, seine eigenen Bürger wie einen Störfaktor zu behandeln, nicht wie Souveräne, die legitime Kritik äußern. Hier muss ich ausdrücklich erwähnen, dass die Jahre der Corona-Fehlpolitik lediglich ein Testballon waren. Es wird eines Tages noch deutlich härter kommen, wenn die politische Existenz der Berliner Ganoven wirklich gefährdet ist.

Die Verfolgung geht weiter und das bis heute! Was damals begann, setzte sich in den Folgejahren fort. Bis heute werden Menschen strafverfolgt, die sich gegen das Corona-Unrecht engagiert haben. Ärzte, die Empfehlungen ausstellten, um Patienten vor Zwangsmaßnahmen zu schützen, landeten vor Gericht oder verloren ihre Approbation. In Städten wie Leverkusen oder auch in sächsischen Gemeinden wurden und werden Bürger jahrelang verfolgt, vor Gericht gezerrt, mit Strafbefehlen überzogen und öffentlich diffamiert. Alleine im relativ kleinen Leverkusen, hagelte es bisher tausende Strafbefehle und Gerichtsverfahren. Ein beliebter Allgemeinmediziner, wurde wie ein Terrorverdächtiger, unter Einsatz von massiver Polizeigewalt festgenommen und über Monate hinweg Inhaftiert.

Öffentlich diffamiert und verunglimpft von einer Presse die nichts hinterfragt, sondern mitmacht und somit Mittäter ist! Auch die Namen dieser Journalisten sollte man sich fest ins Gedächtnis brennen!

Impfkritische Bürger spüren die Nachwirkungen bis heute. Soldaten, die sich nicht impfen lassen wollten, wurden suspendiert, dienstunfähig gestellt oder mit Disziplinarmaßnahmen überzogen. Obwohl zumindest die Bundeswehr-Impfpflicht mittlerweile gefallen ist, leben manche der Betroffenen weiter mit den Folgen, beruflich wie finanziell.

Statt politische Fehler einzugestehen, suchte der Staat sich Sündenböcke. Wer Fragen stellte, galt als „Schwurbler“ oder Extremist . Wer warnte, wurde zum Feindbild und zur gesellschaftlichen Vernichtung freigegeben.

2024 folgte dann eine Veröffentlichung, die das Vertrauen in die Corona-Politik endgültig erschütterte: die sogenannten RKI-Files kam am Anfang noch geschwärzt an das Tageslicht. Die Protokolle zeigen, was lange vermutet wurde, dass hinter den Kulissen vieles unsicher, politisch motiviert und widersprüchlich war. Entscheidungen, die die Freiheit von Millionen Menschen betrafen, basierten teilweise auf lückenhaften Daten, internen Diskussionen und politischen Erwartungen, nicht auf klarer Evidenz und medizinischen Fakten. Aber Fakten sind bei Unterdrückungs-Regimen immer unerwünscht!

Genau das hatten viele Demonstranten bereits 2020 gesagt, nicht nur bei der erwähnten Veranstaltung in der Hauptstadt des politischen Wahnsinns. Sie wurden dafür angefeindet, kriminalisiert oder ins gesellschaftliche Abseits gestellt. Ein Staat, der kritische Bürger bekämpft, hat jegliche Legitimation verloren sich als demokratisch zu bezeichnen. Deshalb fabulieren die Machterhaltungsganoven auch immer wieder von „ihrer Demokratie “.

Der Rückblick auf den 18. November 2020 zeigt: Der Staat hat in den Corona Jahren eine Grenze überschritten. Nicht nur rechtlich, sondern auch moralisch. Der Einsatz von Wasserwerfern gegen friedliche Bürger, die Strafverfolgung von Kritikern, das monatelange Abwürgen von Debatten, all das steht sinnbildlich für ein politisches Klima, was auf den Müllhaufen der Geschichte gehört. Beim Thema Krieg oder Frieden betreiben diese Despoten im übrigen das selbe Spiel. Ausgrenzung, Jobverluste und juristische Bekämpfung, wenn man nicht ihre Narrative bedient.

Die Aufarbeitung steht noch aus.
Und solange Menschen weiterhin wegen ihrer Kritik verfolgt werden, ist dieser Tag nicht Geschichte, sondern eine Mahnung!

Denkt daran, diese Jahre waren lediglich der Anfang, es wird noch wesentlich härter kommen. Die Feigheit, der Egoismus und die chronische Unterwürfigkeit der Insassen in dieser Republik haben diese Jahre überhaupt erst möglich gemacht. Genau diese Negativ-Attribute werden noch viel mehr zulassen!

Alexander Kurth

Weltwoche Chefredakteur Roger Köppel zu Gast in Leverkusen

Der Chefredakteur der Weltwoche Roger Köppel zu Gast in Leverkusen/Opladen

Rund 300 Teilnehmer beim Vortrag des Weltwoche-Chefredakteurs und ehemaligen Nationalrates Roger Köppel in Opladen. Ein deutliches Signal dafür, wie groß das Bedürfnis nach klaren Worten und echter Debatte inzwischen ist, jenseits der vorgegebenen Meinungen.

Köppel spannte eine breite Themenpalette auf: die immer weiter voranschreitende Einschränkung der Meinungsfreiheit, ein Parteienstaat in tiefer Vertrauenskrise und die Frage, wie man die Macht der ausgelaugten Altparteien endlich begrenzen kann. Sein Punkt war klar: Deutschland braucht dringend mehr direkte Demokratie, nach Schweizer Vorbild, wo Bürger nicht nur alle vier Jahre ein Kreuzchen setzen, sondern tatsächlich mitentscheiden können. Dieses Thema hat auch immer wieder der Aufbruch Leverkusen in die Kommunalpolitik eingebracht.

Auch zum Russland-Ukraine-Konflikt fand Köppel deutliche Worte und kritisierte die jahrelange NATO-Politik, die aus seiner Sicht zur Eskalation beigetragen habe. Das Publikum nahm es mit spürbarer Zustimmung auf. Die Stimmung war wirklich ausgezeichnet und man merkte schnell: Selbst im bürgerlichen Lager punkten die verbrauchten Altparteien längst nicht mehr.

Natürlich durften auch diesmal die unvermeidbaren „Omas gegen Rechts“ nicht fehlen. Mit denselben abgenutzten Parolen wie immer. Wirkliche Großmütter würden für den Frieden demonstrieren, schon im Interesse ihrer Enkel, die in einer sicheren Zukunft aufwachsen sollen.

Als sie mich sahen, flippten sie regelrecht aus, als würde schon allein meine Anwesenheit ihre fragile Weltordnung bedrohen.

Der Abend im Scala Club Opladen war insgesamt ein voller Erfolg. Umso bemerkenswerter, dass die regionale Pinocchiopresse bereits im Vorfeld Stimmung gegen die Veranstaltung machte. Bei allem, was nicht in das gewünschte Narrativ passt, geraten unsere Schmierblätter geradezu in Panik. Unsere selbsternannten Tugendwächter haben mit echter Demokratie offenbar weiterhin ihre Schwierigkeiten.

Denn „demokratisch“ ist für sie nur, was woke, russophob, klimahysterisch und strikt entlang der Staatsräson marschiert. Alles andere wird diffamiert. Doch Veranstaltungen wie diese zeigen: Immer mehr Bürger haben genug davon und sind bereit, sich ihre eigene Meinung zu bilden, unabhängig vom vorgegebenen Meinungskorridor. Auch der Aufbruch Leverkusen wird sich weiter für diese Thematik engagieren.

Markus Beisicht

(Der Autor ist Rechtsanwalt und Kommunalpolitiker in Leverkusen. Er organisierte die großen Proteste gegen die Corina- Fehlpolitik im Rheinland und zahlreiche Friedensveranstaltungen unter anderem vor der US-Airbase in Ramstein.