Deutschlands Autoindustrie fährt vor die Wand!

200.000 Jobs auf der Kippe

Einst war Deutschland Weltmarktführer im Fahrzeugbau, Symbol für Qualität, Ingenieurskunst und wirtschaftliche Stärke. Heute drohen in der Branche bis zu 200.000 Arbeitsplätze zu verschwinden. Selbst Giganten wie Mercedes-Benz und Volkswagen schreiben schwache Quartalsergebnisse.

Was ist passiert?
Hohe Energiepreise, Bürokratie, Fachkräftemangel – und eine Politik, die mehr Ideologie als Realitätssinn zeigt. Das Verbrenner-Aus wurde beschlossen, ohne dass die Ladeinfrastruktur oder die Nachfrage nach E-Autos überhaupt bereit gewesen wären.

„Deutschland ist ein grotesk rückständiges Land, was die Infrastrukturkosten angeht“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer.
Und jetzt kommen noch Trumps Zölle auf europäische Autos – der nächste Schlag gegen eine Industrie, die schon taumelt.

Vielleicht ist genau das nötig.
Denn Veränderungen kommen in Deutschland selten aus Einsicht, sondern fast immer erst durch Schmerz. Die Menschen hier sind geduldig – manchmal zu geduldig. Doch wenn der Motor endgültig stottert, wird vielleicht endlich klar: So kann es nicht weitergehen.

Von der Leyen plant nächsten Anschlag auf die Souveränität!

Die eigentliche Bombe kennt fast niemand.

Frau v. der Leyen sprach am 10. September ihre Rede zur „Lage der Union“„Für innovative Unternehmen bereiten wir das 28. Regime vor.“

Die meisten dürften diesen Satz überhört haben, doch hinter dem 28. Regime verbirgt sich ein weiterer Angriff auf die Souveränität der Mitgliedsstaaten – es soll die nationale Gesetzgebung für Firmen und Unternehmen aushebeln. Alle rechtlichen Bereiche sind abgedeckt.

Man will ein fiktives Mitgliedsland gründen, das „28. Regime“, als 28. Mitgliedsland. Statt nationaler Gesetze könnten Unternehmen dann zu diesem „Recht“ wechseln.

Wer jetzt wieder mit „Verschwörungstheorie“ gegenargumentiert… weil tkp.at keine mainstream-Seite ist. Was in der Öffentlichkeit kein Thema ist, wird zumindest durch die IHK verbal abgemildert bestätigt.

„Die Europäische Kommission möchte mit dem sogenannten 28. Regime einen EU-weiten Rechtsrahmen für innovative Unternehmen, insbesondere Start-ups and Scale-ups, vorschlagen.
Diese Unternehmen sollen in Folge von einem neuen gesellschaftsrechtlichen Regelwerk profitieren, das Aspekte des Gesellschafts-, Insolvenz-, Arbeits- und Steuerrechts einschließt. Der Rechtsrahmen soll dazu dienen, Unternehmen bei der Gründung, dem Betrieb und der Mobilisierung von Investitionen im EU-Binnenmarkt zu unterstützen.

( https://www.ihk.de/chemnitz/international/eu-service/neuer-inhalt28-regime-neuer-eu-rechtsrahmen-fuer-unternehmen-6727784 )

Zur Vervollständigung folgender link:

Der drohende Kampf um das 28. EU-Regime für Unternehmen

Nächstes Jahr gelobt die EU-Kommission, ein unionsweit gültiges Unternehmensrecht für Startups vorzulegen. Es soll sie von Verpflichtungen im Steuer-, Arbeits- und Insolvenzrecht befreien.

https://www.diepresse.com/20184267/der-drohende-kampf-um-das-28-eu-regime-fuer-unternehmen

Das ist die Vollendung des Faschismus in der Reinheit der Lehre. Die Verbindung von Wirtschaft und Politik ist dann vollendet, wenn die Wirtschaft selbst als Staat fungiert. Die EU ist per Definition schon jetzt eine faschistische Organisation. Sie agiert als Staat im Staate, sie ist demokratisch nicht legitimiert, man kann die „Regierung“ der EU (Kommission) nicht wählen, über 80% der Gesetzgebung in den EU-Ländern basieren aber auf Beschlüssen der Kommission.

In Erinnerung an die Olsenbande

In Erinnerung an die Olsenbande, zum Geburtstag von Poul Bundgaard der heute 103 Jahre alt geworden wäre

In einer Zeit in der Kinder und Jugendliche noch nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher, dem Laptop oder Handy hingen, war das Anschauen von einem Film noch etwas besonderes. Unsere Eltern waren damals froh wenn wir halbwegs pünktlich Zuhause waren, heutzutage sind die meisten Eltern froh wenn sich ihre Kinder mal von der Konsole oder vom Computer lösen, das möchte ich aber nur am Rande erwähnen.

Ein Film der uns immer vor den Fernseher lockte oder ins Kino, waren die Gaunerstücke der Olsenbande.

Wenn Egon Olsen seine Melone aufsetzt und sagt: „Ich habe einen Plan“,dann ist das für viele von uns das Zeichen, dass ein vertrautes Stück Kindheit wieder beginnt. Die drei Ganoven: Egon, Benny und Kjeld – gehörten zu unserem Alltag, als es nur wenige Programme gab und man Filme sogar noch gemeinsam sah.

Die Olsenbande, das waren keine Helden im klassischen Sinn. Es waren kleine Leute, die groß träumten und (fast) jedes Mal scheiterten, egal wie genial Egons Pläne auch waren. Aber genau das machte sie so menschlich. Egon mit seinem Ehrgeiz, Benny mit dem ewigen Grinsen und der oftmals ängstliche Kjeld, der mit hängenden Schultern und weicher Stimme immer wieder hineingezogen wurde, obwohl er eigentlich gar nicht wollte.

Poul Bundgaard, der Kjeld spielte, hätte am heutigen Tag seinen 103. Geburtstag gefeiert.Er starb während der Dreharbeiten zum letzten Film, dieser mußte sogar ohne ihn beendet werden. Bundgaard hat Kjeld etwas gegeben, das man heute kaum noch sieht: Wärme, Unsicherheit, Menschlichkeit. Man glaubte ihm jedes Zucken im Gesicht, jedes nervöse „Jaja, Egon“. Genau diese Marotten machten Kjeld sympathisch.

Und dann war da Yvonne, Kjelds Frau. Sie war laut, fordernd, manchmal nur schwer erträglich, besonders für Kjeld. Ohne sie hätte etwas gefehlt. Sie hielt das kleine Zuhause zusammen, während Kjeld wieder in irgendeinen Plan verwickelt wurde. Zu erwähnen sind natürlich noch Börge, Kriminalkommissar Jensen, Dynamit Harry und das Dumme Schwein, um nur einige der Charaktere zu nennen, welche die Filme so einzigartig machten.

In der DDR waren die Filme ein fester Teil des Lebens, der zu fast jeden Haushalt gehörte. Man wartete darauf, dass sie im Fernsehen liefen, und lachte, auch wenn man längst wusste, was passiert. In der Bundesrepublik hat die Olsenbande nie dieselbe Wirkung gehabt, vielleicht, weil die Synchronisation dort zu glatt war. In der DEFA-Fassung klangen Egon, Benny und Kjeld wie Menschen von nebenan. Ihre Sprache, ihr Humor, ihre kleinen Eigenheiten – das alles war vertraut und eben beliebt.

Ich erinnere mich heute an diese Sonntage. Der Fernseher flimmerte, draußen war es grau, und drinnen saß man mit Familie oder Freunden. Man wusste, Egons Plan würde wieder schiefgehen, und doch hoffte man jedes Mal aufs Neue, dass es diesmal klappt. Und wenn die Polizei ihn am Ende wieder abführte, war das fast tröstlich – weil alles seinen gewohnten Lauf nahm.

Diese Filme sind alt geworden, aber sie haben nichts von ihrer Seele verloren, ebenso wie die Indianerfilme mit Gojko Mitic oder die alten sowjetischen Märchenfilme. Wenn man sie heute sieht, spürt man etwas, das man mit Worten kaum beschreiben kann. Eine leise Wehmut, ein bisschen Wärme, Erinnerung ein Stück Vergangenheit und Heimat.

Poul Bundgaard, Ove Sprogøe, Morten Grunwald, sie alle sind gegangen. Aber sie haben etwas hinterlassen, das bleibt.
Die Olsenbande war nie bloß seichte Unterhaltung. Sie war ein Stück von uns. Eine Erinnerung daran, dass man scheitern darf, solange man nicht aufhört, Pläne zu machen.

Und manchmal, wenn man den Satz hört – „Ich habe einen Plan“ – fühlt man sich wieder ein bisschen wie damals, als das Leben noch unbeschwerter war.

Alexander Kurth

Die BRD ist nicht Deutschland!

Die Bundesrepublik Deutschland – kurz BRD – war von Beginn an ein Konstrukt der Siegermächte nach dem Zweiten Weltkrieg. Das ist keine Spinnerei über BRD-GmbHs von irgendwelchen Fantasie-Ausweisträgern, die sich mit nicht existenten Posten schmücken, sondern eine historische Tatsache: Strukturen, Grenzen und Institutionen dieses Staates wurden maßgeblich von den Alliierten geschaffen – und ihr Einfluss wirkt bis heute fort.

Die Aufseher dieses Systems werden von den Insassen der BRD dennoch mit erstaunlicher Geduld immer wieder in Amt und Würden gewählt. Seit ihrer Gründung war die BRD nie wirklich frei – und sie ist es bis heute nicht.

Wir leben in einem Land, das nicht einmal selbst bestimmen darf, wie und woher es seine Energie bezieht – man denke nur an die endlose Farce um Nord Stream. Von deutschem Boden aus werden Kriege vorbereitet und geführt, während der Bürger die Rechnung dafür bezahlt. Die wohl bekannteste Kommandozentrale dieser Politik liegt in Ramstein, doch sie ist längst nicht die einzige.

Die BRD ist ein goldener Käfig: innenpolitische Verwaltung, Rechtsordnung und Schein-Demokratie existieren – aber nur innerhalb eines Rahmens, der von außen festgelegt wurde. Ihre Freiheit war von Anfang an begrenzt – wirtschaftlich, politisch und geistig.

Wie frei ist ein Land, dessen Institutionen, Grenzen und Grundgesetz maßgeblich von fremden Mächten gestaltet wurden? Die BRD ist Teil einer übergeordneten Ordnung, in der Deutschland nie volle Souveränität besaß – und sie auch nicht erlangen soll. Dabei spielt es keine Rolle, wer gerade im Weißen Haus sitzt.

Viele hoffen auf Erlösung von außen – auf Russland, Amerika oder sonst wen. Doch diese Rettung wird nie kommen. Befreiung kann nur von innen entstehen.

Das ist keine ideologische Spielerei, sondern eine Einladung, Geschichte und Gegenwart Deutschlands kritisch zu hinterfragen. Wer die BRD verstehen will, muss begreifen, dass ihre Freiheit von Anfang an auf Sand gebaut war – und dass diese Abhängigkeit bis heute fortbesteht.

Natürlich gab es mit den Jahrzehnten mehr Brotkrumen, um den Bürger bei Laune zu halten. Aus den rostigen Fesseln der Nachkriegszeit wurden goldene Fesseln in einem glänzenden Käfig – Fesseln blieben es trotzdem. Wer gegen die Gitter schlägt, spürt schnell, wie eng dieser Käfig wirklich ist.

Doch es gibt zumindest Grund zur Hoffnung: Da die globalen Machterhaltungsganoven, genügend damit zu tun haben, ihr eigenes Überleben, ihre eigene Existenz zu retten, rostet der Käfig.
An uns liegt es letztendlich, die Tür aufzustoßen – niemand sonst wird es tun. Keine Partei, kein Putin und kein Trump.

Alexander Kurth

Wir leben in einem düsteren Deutschland!

Video dient nur der Aufmerksamkeit, bitte Text lesen.

Die Uhren werden diese Nacht wieder einmal um eine Stunde zurückgestellt und die Zeit der Dunkelheit bricht an. Jetzt werden viele zu recht sagen, dass es auch im Herbst düster für dieses Deutschland aussieht.

Die DDR möchte ich auf keinen Fall zurück haben! Ich wünsche mir aber eine gerechte und damit bessere Welt.

Ich habe ChatGPT zur Verteilungsgerechtigkeit befragt: Wie viele Vermögen hätte jeder Mensch auf unserer wunderschönen Erde, wenn es gerecht verteilt wäre?

Aktuell leben über 8,1 Milliarden Menschen auf unseren Planeten. Das Vermögen der gesamten Weltbevölkerung schätzt ChatGPT auf 450 Billionen US-Dollar. 2017 berichtete Oxfam, dass 8 Männer so viel besitzen wir die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Ein paar Jahre davor wahren es noch 62. Kilez More singt über diesen asozialen Umstand in seinem Song „Boten der Evolution“.
Gut zu erkennen ist, dass sich diese Entwicklung immer mehr beschleunigt. Exponentiell.

In einer gerechte Welt würde jeder Mensch, egal wo er heute lebt, 50.000 US-Dollar besitzen.

Wir haben nur das Pech, dass wir immer noch in diesem asozialen System leben. Es ist an der Zeit, dass wir den nächsten Schritt der Evolution in Angriff nehmen.

Die parlamentarische Demokratie kann nicht das Ende dieser Entwicklung sein und vielleicht müssen in Deutschland wieder einmal Menschen erwachen und mit dem ersten Schritt vorangehen, so wie einst 1889 im Deutschen Kaiserreich mit der Rentenversicherung und 1883 mit der Krankenversicherung. Beide Sozialsysteme entstanden unter Otto von Bismarck und waren die ersten dieser Art. Weltweit!

Und jetzt wisst ihr auch, warum die Neofeudalisten unser schönes Land untergehen lassen wollen.
Was im Deutschen Kaiserreich damals entstand, war den zu reichen Menschen schon immer ein Dorn im Auge.

1945 endete nicht die Zeit, die wir als Aufklärung kennen, wie sie uns in Geschichtsbüchern weismachen wollen. Auch nicht 1989.

Wir sind noch mitten drin in dieser Aufklärung und wir kämpfen. Für unsere Familie, für unsere Freunde, für alle noch Schlafenden und für alle Menschen auf dieser Welt.

Der scharfe Klaus

Deutschland auf dem Weg in Richtung Abstieg!

Deutschland – auf dem Weg zum Weltmeistertitel im Abstieg

Die Ära des Wohlstands neigt sich dem Ende zu. Was nun folgt, ist kein Aufbruch, sondern der kontrollierte Rückzug einer Nation, die sich selbst aus der ersten Reihe der Industrienationen verabschiedet.

Heute wird der finale Akkord dieses Niedergangs sichtbar: Während weltweit über siebzig neue Kernkraftwerke entstehen – in China, Kasachstan, Vietnam und zunehmend auch in Afrika – feiert Deutschland die Sprengung der Kühltürme des einst leistungsstarken Atomkraftwerks Gundremmingen.

Andere Länder investieren in Forschung, Technik und Energieversorgung der Zukunft. Deutschland dagegen zelebriert den Abriss – als Symbol eines moralisch überhöhten, aber wirtschaftlich selbstmörderischen Kurses. Der Rückzug wird als Fortschritt verkauft, das Ende der Vernunft als Tugend verklärt.

Ein Land, das einst für Ingenieurskunst, Präzision und technologischen Mut stand, applaudiert nun seinem eigenen Niedergang. Die politischen Entscheidungsträger, fern jeder wirtschaftlichen Realität, lenken das Land mit Überheblichkeit und Ahnungslosigkeit – sicher in ihren Ämtern, unbeeindruckt von den Folgen ihres Handelns.

Doch der Preis für diese Selbsttäuschung wird hoch sein. Wenn das Volk erwacht und begreift, dass der Wohlstand, den es für selbstverständlich hielt, längst verspielt wurde, wird die Frage unausweichlich: Wer hat das alles zugelassen – und wer wird die Verantwortung tragen?

Leipziger Pseudo-Anwalt erneut vor Gericht

Kasek erneut vor Gericht

Wieder einmal steht Jürgen Kasek im Mittelpunkt negativer Schlagzeilen und vor Gericht.

Der einstige Leipziger Grünen-Stadtrat, der sich gern als moralische Instanz in gesellschaftlichen Debatten inszeniert, sorgt nun selbst für einen weiteren Justizfall. Dieses Mal geht es nicht um fragwürdige Aufrufe bei X (ehemals Twitter) sondern um Missbrauch von Berufsbezeichnungen.

Laut Anklage soll er trotz des Entzugs seiner Zulassung weiterhin als Rechtsanwalt aufgetreten sein – ein Vorwurf, der schwer wiegt und das Bild eines Mannes schärft, der die Regeln gern für andere definiert, aber für sich selbst sehr großzügig auslegt. Eine schon chronische und weit verbreitete Krankheit bei sogenannten Bessermenschen.

Kasek gilt als Aktivist, wie alles in dieser Republik, was in normalen Staaten als Unruhestifter bezeichnet wird. Er tritt gerne lautstark auf, wenn Andersdenkende demonstrieren oder Kritik an der verfehlten Einwanderungspolitik äußern. Doch wer sich selbst ständig auf der Seite des Guten verortet, sollte besonders sorgsam mit Recht und Verantwortung umgehen, damit hat der Pseudo-Anwalt so seine Probleme. Genau hier offenbart sich ein Widerspruch, der längst zu seinem Markenzeichen geworden ist.

In Leipzig bewegt sich Kasek seit Jahren im Umfeld lradikaler Gruppen, die nicht selten durch Gewalt und Einschüchterung auffallen. Statt Distanz zu wahren, sucht er oft die Nähe – politisch aber auch rhetorisch. So wird aus dem ehemaligen Anwalt schnell ein intoleranter Toleranzprediger, den man durchaus auch als Hassprediger bezeichnen kann.

Seine Einmischungen in mediale Aufreger sind berüchtigt. Als in Leipzig ein Hotel wegen angeblich antisemitischen Vorfällen an den Pranger gestellt wurde, gehörte Kasek zu den Schnellsten, die die Empörung befeuerten. Später stellte sich heraus, dass der Vorwurf befeuert durch einen Z-Promi haltlos war – die Aufregung und die Stimmungsmache hatten aber längst ihre Wirkung entfaltet. Es war nicht das erste Mal, dass Kaseks moralischer Eifer von Fakten überrollt wurde.

In seiner eigenen Partei ist der einstige Hoffnungsträger inzwischen kaum noch ein Faktor und so beliebt wie ein Verbrennermotor. Zu schrill, zu selbstgerecht, selbstverliebt und zu oft negativ in den Schlagzeilen.

Wer ständig auf der Bühne der Empörung steht, darf sich nicht wundern, wenn am Ende niemand mehr zuhören will. Diesen Status hat Kasek längst erreicht.

Julian Nagel

Wenn Scheitern als Erfolg verkauft wird!

Die Kunst des Regierens besteht offenbar darin, Scheitern als Erfolg zu verkaufen.

Monatelang versprach die CDU, mit der Bürgergeld-Reform Milliarden einzusparen – erst 30 Milliarden, dann „zweistellige Beträge“, dann fünf. Am Ende bleiben 0,086 Milliarden Euro übrig – also ganze 86 Millionen. Ein beachtliches Ergebnis nach monatelangem Getöse.

Bundeskanzler Friedrich Merz, Meister der politischen Gedächtnislücken, will plötzlich nie von 30 Milliarden gesprochen haben. Arbeitsministerin Bärbel Bas beschwichtigt: Vielleicht wird irgendwann eine Milliarde eingespart – wenn die Wirtschaft zufällig mitspielt.

Aus der „großen Reform“ wurde ein Reförmchen, aus dem „Sparen“ reine Symbolpolitik. Gespart wird nicht beim Bürgergeld, sondern bei Glaubwürdigkeit, Kompetenz und Realitätssinn.

Von 30 Milliarden auf 0,086 – das ist politisches Kunstturnen auf Weltklasseniveau. Doch solange sich Merz & Co. selbst als „Aufräumer der Nation“ feiern, merken sie wohl nicht, dass sie längst im eigenen Chaos sitzen.

0,086 Milliarden statt 30 – und trotzdem feiern sie sich.
So klingt Fortschritt, wenn Blender regieren.

Im Paralleluniversum. Die Russlandreise des Karl Richter!

Nächtliche Straßenszene im feuchtkalten Novosibirsk. Bei näherem Hinsehen finden sich auf den Leuchttafeln und in den Schaufenstern zwei Dutzend westliche Firmennamen – mit den Sanktionen ist es nicht weit her.
Auf solchen Werbeflächen wird überall für den Dienst in den Streitkräften geworben. Trotzdem ist der Krieg im täglichen Leben eher weit weg.
Unvermeidliche Adresse: der rote Platz in Moskau. Rechts der Kreml, Machtzentrum in der multipolaren Weltordnung des 21. Jahrhunderts.
Am Wolgaufer.
Eine Aktivistin sammelt Unterschriften für mehr außerordentliche Befugnisse für Kremlchef Putin. Finde ich gut und unterschreibe.

Dem AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohmaier wird aus Unionskreisen „Landesverrat“ vorgeworfen. Er plant nämlich eine Reise nach Moskau und will dort den „Dialog“ suchen. Ein überfälliges und höchst vernünftiges Anliegen. Aber: mitten im Krieg in der Ukraine, den maßgeblich der Westen angezettelt hat und immer noch mit allen Mitteln am Köcheln hält, geht das natürlich gar nicht. Die Heuchelei der Union gehört zu jener Kategorie, bei der man gar nicht so viel fressen kann, wie man kotzen möchte. Mehr Landesverrat, als die Union den Deutschen von der Gründung der Bundesrepublik bis heute angetan hat, ist schlechterdings nicht möglich.

Frohnmaier will nach Moskau, ich komme gerade von dort zurück. Es war nach Jahren der Abwesenheit längst überfällig, und aller Medienhetze zum Trotz sind Reisen nach Rußland natürlich weder unmöglich noch verboten. Nach dreieinhalb Jahren Krieg wollte ich mir ein eigenes Bild davon machen, wie das Land, das westlicher Propaganda zufolge kurz vor dem Kollaps steht und international isoliert ist, damit umgeht. Und nicht zuletzt wollte ich die Probe aufs Exempel machen: werden wir als Deutsche wegen der unfaßbar törichten, brandgefährlichen Politik unserer Regierenden nun von den Russen gehaßt?

Letzteres vorweg: nein, keine Spur. „Normale“ Russen, die einem im Aufzug, im Restaurant oder im Supermarkt begegnen und mitbekommen, daß man aus Deutschland kommt, wissen offenbar ebenso wie ihre Regierung zwischen den Deutschen und ihrer gemeingefährlichen Regierung zu unterscheiden, deren Rußlandhetze gruselig ist. Im Gegenteil, trotz allem ist der Respekt vor den Deutschen immer noch groß, und wer Verwandte in Deutschland hat oder selbst einmal dort war, zeigt es gerne und kratzt freundlich seine paar Worte Deutsch zusammen. Selbst am Flughafen bei der Ausreise werde ich vom streng dreinblickenden Personal, das Reisepaß und Flugticket kontrolliert, mit einem markigen „Auf Wiedersehen!“ verabschiedet.

Dabei ist es nicht so, daß der Krieg nicht stattfände. Bei der Ankunft in Samara an der Wolga gibt es Drohnenalarm, später stellt sich heraus, daß er zum Alltag gehört. Aber nur per Warn-SMS auf dem Handy. In der Realität der Menschen ist er kaum zu spüren, das Leben geht seinen normalen Gang. Wäre nicht auf manchen Linienbussen das patriotische „Z“ aufgeklebt und würden nicht in den Straßen großformatige Plakate für den Dienst in den Streitkräften werben – für siebenstellige Rubelbeträge –, man könnte den Krieg glatt für eine Illusion halten. Ersichtlich ist, daß ihn auch die Regierung nicht allzu sehr aufbauschen und der Bevölkerung tunlichst keine Einschränkungen zumuten möchte. Allerdings sieht sie sich gezwungen, zur Finanzierung der Verteidigungskosten zum 1. Januar 2026 die Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent zu erhöhen.

Der Philosoph und Geopolitiker Alexander Dugin machte vor einiger Zeit die Bemerkung, für viele Konservative im Westen verkörpere Rußland eine Art Idealbild des früheren, „besseren“ Europas, von dem sich der heutige Westen auf breiter Front verabschiedet hat, während sich Rußland – auch ganz offiziell – als Wahrer der eigentlichen, traditionellen Werte Europas sieht. Tatsächlich ist das Bild des öffentlichen Lebens für genervte Westeuropäer geradezu paradiesisch entspannt, in der Millionenmetropole Moskau nicht weniger als im fernen Novosibirsk. In den Werbeclips im Fernsehen sind nur weiße Menschen zu sehen. In Samara habe ich einen (in Zahlen: 1) Schwarzen, in Moskau drei zu Gesicht bekommen. Und Sorgen, in der U-Bahn abgestochen oder ins Gleis gestoßen zu werden, muß sich ersichtlich auch niemand machen. Im „besten Deutschland, das es je gegeben hat“ (Steinmeier), werden demgegenüber pro Tag statistisch 80 Messerdelikte begangen. Man muß nichts glorifizieren. Aber das Risiko, erstochen zu werden, ist ein Indikator für Lebensqualität.

Dugin hat an der russischen Kriegsgesellschaft, für die der Krieg alles in allem sehr weit weg ist, zurecht kritisiert, daß sich das Land trotz der offenen Feindschaft des Westens auch im vierten Kriegsjahr noch viel zu wenig auf seine eigene Identität besinne und vielmehr noch immer wie eine Kopie früherer westlicher Gesellschaften wirke. Das ist richtig. Im Fernseher läuft, den einen oder anderen Kanal mit russischer Volksmusik oder patriotischen Kriegsfilmen ausgenommen, derselbe Schrott wie hierzulande, Vorabend-Comedys und Popmusik. In den Supermärkten gibt es alles, und bis auf prominente Firmen wie Daimler und Microsoft, die sich den Sanktionen gebeugt haben, sind West-Produkte von Nivea-Creme über Spaten-Bier bis hin zu Apple-Computern immer noch allgegenwärtig. Selbst in den Banken fällt auf, daß trotz Abkoppelung vom westlichen SWIFT-Zahlungssystem noch immer auf Dell-Computern gearbeitet wird. Mit der schon vor Jahren angekündigten „Befreiung“ von amerikanischer Soft- und Hardware hat es offenbar bis heute nicht geklappt. Lediglich auf den Straßen sieht man neben Hyundai und Daihatsu verstärkt auch chinesische Automodelle.

Die wirtschaftliche Dynamik des Landes ist auf Schritt und Tritt sichtbar. Daß der zentrale Garant des Aufschwungs Wladimir Putin heißt, der just dieser Tage seinen 73. Geburtstag feierte, zieht keiner meiner russischen Gesprächspartner in Zweifel. Einer von ihnen, der langjährige Auslandsbeauftragte der Liberaldemokratischen Partei (LDPR), Valeri Voronin, hält den Kremlchef für den mit Abstand kompetentesten Staatschef weltweit, der in den 25 Jahren seiner Herrschaft Phänomenales geleistet und seinem Land neue Weltgeltung verschafft habe. Dieser Einschätzung wird jeder zustimmen, der sich daran erinnert, wie es in den neunziger Jahren um Rußland stand. Der Krieg seit 2022 hat den Aufschwung nicht ernstlich gefährdet, im Gegenteil.

Mit den Sanktionen haben die westlichen Regierungen vor allem ihren eigenen Bevölkerungen geschadet. In Deutschland sind die Preise für Haushaltsenergie zwischen 2020 und 2024 um satte 50,3 % Prozent gestiegen. Nein, das ist keine Kreml-Propaganda. Die Zahl hat das Statistische Bundesamt am Donnerstag in einer Pressemitteilung veröffentlicht. Die Verantwortlichen für das Desaster sitzen in Berlin und Brüssel, nicht in Moskau.

Die russische Gesellschaft wirkt heute wie eine Parallelgesellschaft. Sie muß sich vor dem Westen, speziell vor der bundesdeutschen Shithole-Gesellschaft in keiner Weise verstecken. Vielleicht wird sie im Zuge der anhaltenden Konfrontation mit dem Westen in den nächsten Jahren wirklich noch „russischer“, als sie es heute ist – oder womöglich eurasischer. Auf den Flughäfen sind allenthalben neben den russischen und englischen auch chinesische Beschriftungen zu sehen. Zweifellos hat der Westen mit seinen selbstmörderischen Sanktionen die Integration des eurasischen Raumes und die Multipolarisierung der internationalen Politik kräftig befördert. Darüber hinaus werden sich neben dem eurasischen Pol in näherer Zukunft noch weitere regionale Kraftfelder etablieren – Dugin prognostiziert in seinem Buch „Eurasische Mission“ (2022) nicht weniger als zwölf, davon allein fünf in Asien –, deren Entstehen schon durch die wirtschaftliche Dynamik der nicht-westlichen Welt (BRICS!) befeuert wird. Den Rest besorgt die grenzenlos kurzsichtige Politik des Westens, der sich mit Händen und Füßen gegen seinen Abstieg wehrt.

An der Kommmunikationsfront hat die Multipolarisierung schon jetzt harte Fakten geschaffen. Nicht nur die EU zensiert russische Medien und verweigert russischen Sendern wie RT oder Sputnik die Sendelizenz. Auch die russische Zensur ist nicht von Pappe und betrifft gleich reihenweise bundesdeutsche Medien, auch vergleichsweise harmlose wie die „Welt“, die man im russischen Internet nicht abrufen kann. Für geistig produktive Menschen, die auf den freien Fluß der Informationen angewiesen sind, ist das natürlich ebenso inakzeptabel wie die EU-Gängelei. Hier wie dort hilft ein VPN-Server weiter. Will sagen: die gebetsmühlenartigen Bekenntnisse der EU zur Pressefreiheit sind eine reine Farce. In Sachen „gelenkte Demokratie“ braucht der Westen Rußland keinerlei Vorhaltungen zu machen. Auch daß speziell in Deutschland unerwünschte Kandidaten – wie zuletzt bei der NRW-Kommunalwahl – reihenweise von der Wahl ausgeschlossen werden und offen auf ein Verbot der größten Oppositionspartei hingearbeitet wird, ist meinen russischen Gesprächspartnern nicht verborgen geblieben.

Als sich nach gut zwei Wochen am Münchner Flughafen die Glastür der Paßkontrolle wieder hinter mir schließt, habe ich kein gutes Gefühl. Plötzlich ist alles wieder da: Vollverschleierte, Schwarze, Antifa-Freaks mit blauen Haaren. Nein, ich will diesen Wertewesten nicht. Ich akzeptiere ihn nicht. Sollte ich Gelegenheit zum Landesverrat bekommen wie der AfD-Abgeordnete Markus Frohnmaier, werde ich nicht zögern.

Karl Richter