Kein Stern, kein Antisemitismus!

Wer hätte das gedacht?

Wir haben noch den Aufschrei der sogenannten Anständigen in den Ohren, die eine wahre Verleumdungs- und Hasskampagne gegen das betroffene Leipziger Hotel und dessen Mitarbeiter in Gang setzten.

Ein drittklassiker C – Promi beschäftigte über Monate hinweg die Ermittlungsbehörden und sorgte für eine Rufschädigung der Stadt Leipzig.

Nun räumte er vor Gericht ein, gelogen zu haben.

Wir sind gespannt, ob sich die Akteure dieser Treibjagd nun entschuldigen.

Begleite mich auf meiner letzten Reise!

Ein Gastbeitrag zum Thema Sterbebegleitung

Einmal was persönliches und vielleicht kann ich einige Fragen beantworten.
Ich bin Palliativschwester und begleitete Menschen auf ihrem letzen Lebensweg, mit viel Zeit und Liebe. Warum mache ich das ? Wenn sich der Lebenskreislauf schließt, sehe ich das Begleiten von sterbenden Menschen als meine Berufung, ihnen Aufmerksamkeit, Liebe, Zuwendung und alles zu geben, die Begleitsymptome ( Schmerzen, Übelkeit, Unruhe, Angst) zu nehmen. In Zusammenarbeit mit wunderbaren Palliativteams und Ärzten konnte ich vielen Menschen in den letzen 20 Jahren eine würdevolle Begleitung ermöglichen und deren Angehörige auffangen. Jedoch die Veränderung der Gesellschaft zeigt auch in diesem Bereich ihr hässliches Ausmaß. Familien wurden in den letzen Jahren zerstört, der alte Mensch zählt nicht mehr, er gehört nicht mehr in die Mitte der Gesellschaft.

Anhand meines letzen Sterbefalles ist mir bewusst geworden, wie kalt diese Menschheit geworden ist. Eine 94jährige Patientin, an Krebs schwer erkrankt, konnte keine Liebe der Familie erfahren. Ich wurde komplett mit der Begleitung allein gelassen, was mich komplett überfordert hat. Eine alte Dame, die meine Hand nicht loslassen konnte, einen einsamen, regelrechten Todeskampf durchmachte, hat nun endlich ihren Frieden gefunden. Es war so schwer und traurig, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Kein Angehöriger, obwohl mit im Haus, nahm sich Zeit für ihre Bedürfnisse. Alle hofften, das es endlich vorbei ist, da war ja ein Haus und viel Geld. Ich bin dermaßen erschüttert und traurig, dass ich diese Begleitung nicht so beenden konnte, wie ich es kannte.

Was sagt mir das …Zusammenhalt und die Liebe untereinander ist so wertvoll und wichtig. Ich danke meinem lieben Schatz, dass er mir in dieser Zeit, welche mir alle Kraft und Zeit gekostet hat, so viel Liebe und Halt gegeben hat, ohne ihn hätte ich diese schlimme Begleitung nicht geschafft. Die Würde des Menschen ist unantastbar, bis über den Tod hinaus. Das sollte allen Menschen klar sein. Gerade in der Stunde des Todes, sollten wir die Hand der Menschen halten, die wir lieben. Meinen Job werde ich weiter machen, jedoch ist eine Aufarbeitung nötig. Jetzt ist erstmal meine eigene kleine Familie wichtig.

Danke für eure Aufmerksamkeit. Schwester Anja

(Die Gastautorin ist als Alten- und Palliativschwester in Sachsen tätig)

Protestwochenende in Leipzig

Am Sonnabend, 04.11.2023, fanden in Leipzig gleich mehrere Veranstaltungen statt. Auf dem Augustusplatz führte das Bündnis Aufbruch Leipzig eine Kundgebung mit anschließender Demonstration um den Leipziger Ring durch.

Die Veranstaltung umfasste gleich mehrere Themen. So beschäftigten sich die Redner mit den Themenschwerpunkten wie Aufarbeitung der Corona-Fehlpolitik, Frieden mit Russland und auch die aktuelle Eskalation im Nahen Osten wurden angesprochen. Als Redner waren in Leipzig unter anderem der bekannte Publizist Christoph Hörstel, Dirk Hoffmann vom Bündnis Reformation 2.0, Alexander Kurth von der Partei Aufbruch Frieden – Souveränität – Gerechtigkeit, der Brandenburger Landtagsabgeordnete Lars Hünich und weitere Redner zugegen. Positiv anzumerken ist, dass in Leipzig ein breites Querfrontbündnis auf der Bühne stand, was leider nicht selbstverständlich ist. Moderiert wurde die Veranstaltung durch die Friedensaktivisten Lars Mährholz und Wonja der vielen noch durch die Band Bandbreite bekannt sein dürfte. Auf dem Platz selbst war zudem eine Vielzahl von Organisationen vertreten, die sich mit Infoständen präsentierten. Erwähnen möchten wir hier die alternative Gewerkschaft Zentrum, die Freien Sachsen sowie die Galerie der Aufklärung.

Im Vorfeld der Demonstration gab es verschiedene Schikanen seitens der Versammlungsbehörde. So wurde ein Änderungsbescheid, der die Abschlusskundgebung an einen anderen Ort verlegen sollte, den Organisatoren erst wenige Stunden vor Versammlungsbeginn zugestellt. Trotzdem wurden Rechtsmittel eingelegt und so konnte die Demonstration am vorgesehen Ort beendet werden.

Trotz der Ankündigung, die Veranstaltung zu blockieren, konnte der Spaziergang um den Leipziger Innenstadtring ohne größere Probleme absolviert werden. Vereinzelte Blockadeversuche blieben letztendlich erfolglos, da auch die Leipziger Polizei ihrer Arbeit nachging, was für Leipzig nicht selbstverständlich ist. Die Teilnehmerzahl blieb unter den Erwartungen der Veranstalter, selbiges gilt aber auch für die Organisatoren der Gegendemonstrationen.

Der Kriegsminister will den totalen Krieg!

Pistorius: „Wir müssen kriegstüchtig werden“

Dafür liebt man Sozialdemokraten wie Boris Pistorius bei der NATO und in der Chefetage von Rheinmetall: Der Verteidigungsminister der Ampel-Regierung hat nun in der ZDF-Sendung “Berlin direkt” gesagt: „Wir müssen wieder kriegstüchtig werden“. Und beschwört, Deutschland müsse wehrhaft sein, dies gelte sowohl für die Bundeswehr als auch für die Gesellschaft. Denn: „Wir müssen uns wieder an den Gedanken gewöhnen, dass die Gefahr eines Krieges in Europa drohen könnte“.

Hätte Pistorius im Hinblick auf den maroden Zustand der Bundeswehr und des weitgehend fehlenden Wehrwillens in der Buntenrepublik die Formulierung gewählt: „Wir müssen wieder verteidigungsbereit und -fähig werden“, müsste nach dem mitleidigen Seufzer, auch ein Minister habe halt Wünsche und Träume, nichts weiter bemerkt werden. Doch der SPD-Politiker hat ganz bewusst den Ausdruck „kriegstüchtig“ gewählt. Und zwar deshalb, weil es gilt, die Bundeswehr und die Deutschen willig zu machen für die Formierung der amerikanisch-westlichen Militärkoalition im Hinblick auf den möglichen, sich bereits abzeichnenden 3. Weltkrieg.

Mit dieser Wortwahl von Pistorius wird aus dem Verdacht Gewissheit, die führenden politischen Kräfte des hiesigen US-Vasallen instrumentalisierten den Krieg in der Ukraine und in Israel, um Deutschland zu militarisieren. Worüber der Minister natürlich nicht spricht, ist die existenzielle Gefahr, die für Deutschland im Herzen Europas im Kriegsfall um vieles höher ist als die der USA. Im Kalten Krieg bis 1989 ist Deutschland der atomaren Vernichtung mehrfach knapp entgangen. Unser Volk sollte das nicht ein weiteres Mal riskieren.

Und noch eines: Wer Deutschland „wehrhaft“ machen will, hat vor, die Gesellschaft mehr und schärfer zu kontrollieren. Das ist insofern ‚weitsichtig‘, weil das materielle und soziale Niveau weiter Schichten der Bevölkerung sinken wird. Schon jetzt belasten die Folgen von Teuerung, Sanktionsfolgen und den Konsequenzen der einseitigen Parteinahme für die US-Interessen Millionen Deutsche beträchtlich. Weitere hunderte Milliarden Steuergelder, die vor allem der amerikanischen Rüstungsindustrie sowie den deutschen Waffenschmieden und ihren Aktionären Profite bringen, werden die Wehrunlust eines überalterten Landes nicht steigern. Das weiß übrigens auch der SPD-Vasall Pistorius.

Sage also keiner, er habe nicht gewusst, was diese Regierung vorhabe. Allerdings wird im und nach dem 3. Weltkrieg in Deutschlands atomarer Wüste auch niemand mehr übrig sein, der das noch problematisieren kann.

Wolfgang Hübner

Eine Antwort auf die unsäglichen Ausführungen von Ex-Bild-Chef Reichelt!

Ex-BILD Chef Reichelt vergleicht das völkerrechtswidrige Flächenbombardement in Gaza mit dem Flächenbombardement der anglo-amerikanischen Alliierten auf deutsche Städte im 2.Weltkrieg mit Hunderttausenden Toten Zivilisten und hält beides für moralisch absolut gerechtfertigt. Eine schlimmere Entgleisung ist kaum vorstellbar!! Nur durch die flächendeckende Bombardierung von Dresden, Hamburg, Berlin und anderer deutschen Großstädte haben man Deutschland brechen können! Das gleiche passiere jetzt in Gaza und sei natürlich gerechtfertigt! Vom Völkerrecht, dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und von einer Empathie für unschuldige Frauen, Rentner, Kranke, Kinder und Babys scheint der vermeintlich konservative Publizist noch nie etwas gehört zu haben!

Es regiert der Hass auf Andersdenkende und zur Verteidigung der Interessen Israels scheint alles erlaubt und zulässig zu sein. Es ist auch bizarr, dass ein deutscher Publizist wie Reichelt keinerlei Empathie für die unschuldigen deutschen zivilen Opfer im 2.Weltkrieg hat!!

Markus Beisicht

Ratsherr und Rechtsanwalt in Leverkusen

Wer regiert die USA?

Beim Besuch des amerikanischen Präsidenten Joe Biden in Israel kam es im Flugzeug Air Force One zu einer zutiefst beunruhigenden, filmisch dokumentierten Szene. Bei einer Unterhaltung mit Journalisten gab der angeblich mächtigste Mann der Welt so wirres, unzusammenhängendes Gestammel von sich, dass ernsthaft an seinem Geisteszustand gezweifelt werden muss. Umso mehr, als das keineswegs der erste Aussetzer des alten Mannes war. Dass hinter Biden sein Außenminister Blinken sichtlich besorgt und angespannt die Äußerungen seines Chefs verfolgte, machte die Szene noch gespenstischer als ohnehin schon.

Das war derselbe Präsident Biden, der seit gestern mittels eines effektvollen TV-Auftritts die Amerikaner dafür gewinnen will, viele weitere Milliarden Dollar für die Kriegsführung der Ukraine und Israel aufzuwenden. Natürlich las Biden einen vorbereiteten Text ab, das kann er noch. Zwar ist keineswegs sicher, ob er es schaffen wird, die völlig überschuldete USA noch mehr zu belasten. Doch stellt sich die Frage, wer in der derzeitigen amerikanischen Führung den Präsidenten zu einer solch gefährlichen, gleich zwei Kriege verschärfenden Politik zu treiben imstande ist.

Joe Biden ist ausweichlich seiner vielen, sich mehrenden geistigen Ausfallerscheinungen jedenfalls nicht mehr in der Lage, so schwerwiegende Entscheidungen zu treffen. Dieser Präsident scheint eine Marionette und Sprechpuppe bestimmter aggressiver Kreise in den USA zu sein. Wer diese sind und was sie wollen – diese Frage muss nicht nur die Amerikaner umtreiben, sondern auch US-Vasallen wie Deutschland. Hier sind schließlich amerikanische Atombomben gelagert.

Wer bestimmt über den berühmt-berüchtigten Atomkoffer in den USA? Wirklich Biden? Man stelle sich das besser nicht vor. Doch wenn nicht er, wer sonst? Die Vorstellung ist nicht weniger beunruhigend, es könnten Leute sein, die das Licht der Öffentlichkeit scheuen. Es ist ein Totalversagen der deutschen Medien, diese Fragen nicht zu stellen, ja sie nicht einmal vorsichtig zu berühren.

Joe Biden, um auf die Eingangsfrage zurück zu kommen, regiert die USA mit großer Sicherheit nicht, weil er dazu nicht (mehr) in der Lage ist. Was ist los in Washington, wenn dieser mindestens senile, oft sehr erschöpft wirkende Greis sogar noch einmal als Kandidat der Demokraten weitere vier Jahre Präsident spielen soll? Noch nicht einmal die amerikafreundlichsten Kreise in Deutschland können daran ein Interesse haben.

Wolfgang Hübner

Gedanken zum Montag

Aus beruflichen Gründen komme ich ja leider nicht drumherum mir auch Nachrichten in den Mainstreammedien anzuschauen, seit gut einer Stunde höre ich neben etwas Sport und das was in der BRD für Kultur gehalten wird, nur das Thema Israel. Bisher kein einziges Wort zur Ukraine, Zeiten ändern sich eben. Ich sollte dann erstmal googeln ob der ukrainische Präsidentendarsteller noch unter den Lebenden weilt, weil ich lange keine Forderungen mehr vernommen habe. Er wäre ja nicht der Staatsmann der sich an die Amerikaner verkaufte und dies mit eigenem Leben bezahlen musste. Es ist trotzdem Wahnsinn, wie viele angeblich Aufgewachte sich noch von den Medien manipulieren lassen. Szenen wie wir sie aktuell auf unseren Straßen erleben, gibt es sonst fast wöchentlich, nur dass nicht darüber berichtet wird. Da die Bilder aber aktuell dabei helfen, palästinensische Proteste zu verunglimpfen und zu kriminalisieren, werden sie über das Propagandaquadrat und über die Schmierblätter verbreitet.

Weite Teile der deutschen Rechten agieren hier mal wieder mit ihren üblichen Stammtischparolen, die zwar beim Wähler ankommen, aber keinerlei oder kaum Lösungsansätze bieten. Solange wir Mitglied der NATO sind, Drohnenmörder im eigenen Land dulden und uns völlig einseitig auf eine Seite stellen, da dies angeblich deutsche Staatsräson sei, wird sich nichts ändern.

Man sollte sich hier auch mal die Realität vor Augen führen. Spätestens seit dem 11. September 2001 führt der »Wertewesten« einen Vernichtungsfeldzug gegen die muslimische Welt, mit Millionen von Toten. Zum überwiegenden Teil handelt es sich bei den Opfern um Zivilisten. Die Antwort auf diesen Vernichtungsfeldzug sind Terroranschläge, auch hier sind die leidtragenden Zivilisten. Es gibt da ein sehr passendes Zitat, wo mir leider der Urheber entfallen ist: „Krieg ist der Terror der Reichen, Terror ist der Krieg der Armen!“

Ob es einigen passt oder nicht, ein souveränes Deutschland (das ist für mich auch das einzige was zählt, da mir die BRD egal ist) benötigt auch einen guten Kontakt in muslimische Länder, schon aus wirtschaftlichen Interessen. Das bedeutet, dass man kulturelle und religiöse Unterschiede akzeptiert und sich nicht als Moralapostel aufspielt und anderen Völkern vorschreibt, wie sie zu leben haben. Das gilt im Umkehrschluss natürlich ebenso.

Terror ist von jeder Seite aus zu verurteilen. Terror ist für mich aber auch, Millionen Menschen von der Strom – und Wasserversorgung abzuschneiden, wie wir es aktuell im Gazastreifen erleben. Hinzu kann man die Verursacher von Leid, Terror und Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht an der Religion festmachen. Dies ist auch eine Marotte, die besonders in rechten Kreisen beliebt ist. Obama, Clinton, Bush oder Biden, die Millionen von Menschenleben zu verantworten haben, sind schließlich keine Muslime, sondern selbsternannte Christen.

Etwas über den Tellerrand hinausblicken, sollte das Gebot der Stunde sein. Insbesondere die Medien sollten nach dieser Devise agieren.

Alexander Kurth

Dessauer Friedensfahrt

Familien-Autokorso in Dessau am 14.10.2023

Die Konflikte in der Welt nehmen zu, seit einigen Tagen steht die Welt, die wir kennen, einen Schritt näher am Abgrund. In Dessau haben es die Menschen erkannt, dass man selbst für Veränderungen sorgen muss, denn ohne Druck von der Straße, wird sich oben nichts ändern.

So versammelten sich auch am gestrigen Sonnabend etwa 80 Fahrzeuge und mehrere hundert Teilnehmer zum Dessauer Familien-Autokorso.

Am Startpunkt auf der alten Landebahn sammelten sich die Teilnehmer und bei selbst gebackenen Kuchen sowie frischen Kaffee entwickelten sich interessante Gespräche und der ein oder andere neue Kontakt konnte geknüpft werden. Die Autos wurden mit Plakaten dekoriert und schon ging es los. Viele Plakate befassten sich mit dem Thema Frieden.

Der Autokorso führte mehrere Kilometer durch Dessau sowie durch angrenzende Dörfer. Die Bürger am Straßenrand wurden mittels Lautsprecherdurchsagen darüber informiert, warum es die Veranstalter für notwendig halten, ein Zeichen gegen die aktuelle Fehlpolitik zu setzen. Erstaunlich war die große Zustimmung vom Straßenrand aus.

An drei verschiedenen Orten wurden Zwischenkundgebungen durchgeführt, die für zusätzliches Interesse sorgten. Zu den Anwohnern und Teilnehmern sprachen Krankenschwester Anja aus Leipzig, Lars Hünich aus Brandenburg, André Poggenburg vom Aufbruch Netzwerk, Eddy vom Orgateam, der Publizist Christoph Hörstel und Nico aus Köthen, ein junger Mann aus dem Pflegebereich.

Zu einer unschönen Szene kam es während der Rede von Christoph Hörstel, diese wurde von Polizei und Ordnungsamt gleich mehrfach unterbrochen. Hörstel thematisierte in seinem Redebeitrag die aktuelle Situation im Nahen Osten und beleuchtete beide Seiten der Medaille. Er nannte Fakten, die wir aus den Mainstreammedien nicht kennen, da sich diese ebenso einseitig positionieren wie die Parteien im Bundestag. Das Sterben auf beiden Seiten muss aufhören, Deutschland sollte auch in diesem Konflikt eine diplomatische Rolle einnehmen und nicht für eine weitere Eskalation sorgen.

Der Autokorso konnte dann aber ohne weitere Zwischenfälle beendet werden.

Bernburg kämpft für sein Seniorenheim

Die Nachricht kam für die Bewohner und Mitarbeiter der Senioreneinrichtung überraschend. Da der Betreiber der Pflegeeinrichtung insolvent ist, stehen 80 Bewohner auf der Straße und benötigen ab Dezember auf der Straße. Betroffen von der Insolvenz sind auch die Mitarbeiter der Einrichtung.

Die Schließung macht deutlich, dass im Bereich Pflege dringender Handlungsbedarf besteht. Aus Reihen der Ampel-Regierung folgten bisher nur leere Worthülsen in diesem Bereich.

Die Menschen in Bernburg solidarisierten sich am Wochenende mit den Anwohnern und den Angestellten der Pflegeeinrichtung. Gegen die Schließung der Einrichtung und für eine konsequente Wende in diesem Bereich der Politik demonstrierten am Sonntag mehrere hundert Teilnehmer.

Wir veröffentlichen an dieser Stelle den Redebeitrag von Schwester Anja, welche in Leipzig einen kleinen Pflegedienst betreibt und selbst immer wieder mit den Auswirkungen einer katastrophalen Fehlpolitik zu kämpfen hat.

Die Friedensbewegung zu Gast in Ramstein

Ramstein, die größte Militärzentrale in Europa, gilt als Drehkreuz der USA für ihre Kriege in der ganzen Welt. Jugoslawien, Jemen, Irak, Libyen, Uganda oder Afghanistan, um nur einige Beispiele zu nennen. Viele dieser völkerrechtswidrigen Kriege werden von deutschem Boden aus geplant und geführt. Deutschland macht sich somit mitschuldig, an den vielen Kriegen und Konflikten in der Welt.

Sollte es durch die aktuelle Eskalationspolitik zu einer weiteren Zuspitzung kommen, dann wird die Airbase in Ramstein im Brennpunkt stehen und viele weitere Kriegsstützpunkte in Deutschland wie das NATO-Drehkreuz in Leipzig ebenfalls.

Dieses Szenario gilt es zu verhindern. Auch aus diesem Grund versammelten sich vor der US-Airbase zahlreiche Teilnehmer, um ein deutliches Zeichen für den Frieden zu setzen.

Zu den Teilnehmern sprachen die Friedensaktivistin Elena Kolbasnikova, die sich erst kürzlich bei ihrem humanitären Besuch im Donbass ein eigenes Bild davon machen konnte, was westliche Waffenlieferungen an Leid verursachen. Weitere Redner waren der Spitzenkandidat zur anstehenden Europawahl Markus Beisicht von der Friedenspartei Aufbruch Frieden-Souveränität-Gerechtigkeit, der fraktionslose Bundestagsabgeordnete Robert Farle, André Poggenburg vom Aufbruch Netzwerk, Bernhard Falk und weitere. Grußworte wurden von Ralph Niemeyer übermittelt, der aus terminlichen Gründen seine Teilnahme absagen musste. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Liedermacher Guy Dawson.

Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle. Angemeldete Gegenproteste gab es in Ramstein nicht.

Positiv anzumerken ist die bunte Querfront, die in Ramstein gemeinsam auf die Straße ging. Sich nicht auseinander dividieren zu lassen, ist bei den aktuellen Protesten der wohl wichtigste Aspekt.