#Tageskolumne Ute Fugmann

Donnerstag. Berlin. 
In der Nacht zu Mittwoch ist der 35 jährige Inhaber des Spätkaufs Nezar M., ein syrischer Kurde, in der Charlottenburger Goethestrasse live niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. 
Die Teilnehmer der laufenden Videokonferenz zum Thema ‚Eigener Staat für Kurden‘ waren Knallzeugen. Ausserdem hörten sie in arabischer Sprache „Drück jetzt ab! Drück jetzt ab!“
Hmm. 
Neonazis waren es wahrscheinlich nicht. Ein Luftgewehr als Tatwaffe auch nicht. Das Opfer soll bis vor zehn Jahren junge kurdische Kämpfer in Syrien militärisch ausgebildet haben. Achso. Für die Polizei sind die Hintergründe der Tat noch unklar. 
Klar. 
Für den grünen Stadtrat Jürgen Kasek von Leipzig ist auch vieles und das immer unklar. 
Deeskalierend war er bei den Ausschreitungen in der Nacht zu Mittwoch aufgrund der Abschiebung eines jungen Mannes nach Spanien in der Hildegardstasse in Leipzig Volkmarsdorf unterwegs. 
Die Stimmung sei zunächst friedlich gewesen, berichtet der Grünen-Politiker und Anwalt. Später hätten die Beamten die Demonstranten zur Seite gedrängt, um umschlossene Einsatzfahrzeuge zu befreien. 
Ah ja? 
Der sitzengebliebene Anwalt von ‚Leipzig nimmt Platz‘ versteht offenbar seine eigenen Aussagen nicht. Umschlossene Fahrzeuge brauchen Pfefferspray als Starthilfe. 
Fazit: 
11 verletzte Polizisten und ein fähnsender Käse. Die Jule hab ich bewusst vergessen. 
Vergessen konnte man heute Nachmittag die Hamburger Innenstadt. 
Gegen 14.26 Uhr setzte laut der Sprecherin von ‚Stromnetz Hamburg‘ ein Stromausfall 420 Gewerbekunden und 123 Haushalte auf Null. Nach 14 Minuten gingen die Lichter wieder an.
Leider nicht in den Köpfen. 
Die Ursache für den Blackout liegt wahrscheinlich im Umspannwerk Gertrudenkirchhof. 
Hmm.
Glaub ich nicht. Aber das ist egal. 
Egal ist auch, dass nun von einem deutschen Gericht entschieden wurde, dass die Bundesregierung verpflichtet ist, Angehörige von IS-Kämpfern zurückzuholen. Diese Regierung handelt seit Jahren ausserhalb von Recht und Gesetz! 
Nur diesmal wird sie sich wohl daran halten. 
Mit Sicherheit!
Mit Sicherheit wird Gesine Schwan als Hoffnungsträger und zukünftige Chefin der SPD für eine „sehr viel solidarischere und effektivere Europa-Politik“ und eine „sehr viel kompetentere Wirtschafts- und Finanzpolitik stehen“. 
Klar! 
Das zerzauste Federvieh will mit den Linken und Grünen zusammenarbeiten. 
Arbeiten?
Schönen Tag!

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