#Tageskolumne Ute Fugmann

#Tageskolumne Rückblick Samstag.


Berlin. Im Bezirk Schönefeld wurde in einer U-Bahn-Anlage der Hochbahnstrecke zwischen Nollendorfplatz und Wittenbergplatz gestern Abend gegen 23.15 Uhr ein 36 jähriger Mann geborgen. Der vermutliche Sprayer war zwischen der Wand der Gleisanlage und der Stromversorgungsschiene eingeklemmt und nicht ansprechbar. Ein nicht fertiggestelltes Graffiti und mehrere Utensilien der Szene lassen auf den illegalen Künstler schliessen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Verwirrend. Hochbahn fährt U-Bahn. Berlin halt.

In Dresden ist es scheinbar auch ganz schlimm. Laut Antrag der Linken, der SPD und fraktionslosen Räten soll Ende Oktober der Nazi-Notstand ausgerufen werden! Hmm. Naja. Ich kenne ja keinen davon, aber es ist mir bisher nicht aufgefallen. Die Linken sind meist von Natur aus laut und die SPD hockt unterm Küchentisch vom Dusslig ähm Dulig. Die Ahnungs- und Fraktionslosen kenn ich auch nicht. Aber alle brauchen Rat! Den Stadtrat! Wenn dieser in der Mehrheit feststellt, dass menschenfeindliche und rechtsextremistische Einstellungen und Taten in Dresden immer stärker offen zutage treten, würde der Kampf dagegen zum Schwerpunkt erklärt werden. Ende des Monats wird zur Vorlage abgestimmt. Da gibt’s bestimmt was von Ratiopharm!


Aus der anderen Ecke der sächsischen Landeshauptstadt wehen Transparente aus einem besetzten Haus in der Tannenstrasse in der Dresdner Neustadt. ‚Unsere Träume brauchen Räume‘ steht drauf. Die Besetzer fordern unter anderem die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum und Akzeptanz für Freiräume mit Förderung durch die Stadt. Hmm. Mit Arbeit kann man Geld für die Miete von Wohnungen verdienen. Mach ich auch so. Funktioniert schon seit Jahren! Nebenwirkungen wie zum Beispiel zeitiges Aufstehen muss man in Kauf nehmen wollen.

Der Steigerwald ist Stück weg von der Dresdner Tannenstrasse. Der Wald befindet sich im Süden der Stadt Erfurt in Thüringen. Letzte Nacht kontrollierte die Polizei dort auf dem Indianer-Spielplatz eine grössere Gruppe Jugendlicher und Minderjähriger. Auf dem Platz sah es aus wie im Tipi von Winnetou, sodass die an- bis betrunkenen Jung-Indianer das Schlachtfeld unter Aufsicht der bösen weissen Friedensrichter im blauen Licht der Streifenwagen aufräumen mussten. Die Personalien der halbfertigen Kämpfer wurden aufgenommen. Die Minderjährigen im Anschluss von ihren Eltern. Die Taxifahrt im blau-weissen Party-Bus soll nicht billig sein. Egal. Mir zumindest.


Schönen Tag!

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