#Gastbeitrag

Quelle: NZZ 4.8.16


Gastbeitrag von Thorsten Craemer


Wer nach passenden Vergleichen zu dem in der BRD täglich schneller galoppierenden Kollektivirrsinn, etwa in puncto Klimahysterie, Zerstörung eigener ökonomischer Grundlagen, Wissenschaftsfeindlichkeit, „diktierter“ Political Correctness und Verfolgung Andersdenkender, sucht, wird in diesem Artikel über das Rotchina des „Großen Steuermanns“ Mao mehr als fündig.


Merkels „Großer Sprung nach vorn“ in Sachen „Energiewende“ und „Klimapaket“ findet so auch seine realistische Entsprechung.
Etwas Bemühung bei der Beschäftigung mit Geschichte dürfte vor allem den einen oder anderen vor den, mittlerweile sogar im „patriotischen“ Spektrum notorischen, hinkenden bis explizit falschen oder sogar degoutanten Vergleichen mit früheren deutschen Regierungssystemen schützen.


Aus Leichtfertigkeit, historischer Unbildung, die die Lügenmärchen und Verdammungsurteile des politischen Gegners von rot bis reaktionär willfährig schluckt, Opportunismus, Angepaßtheit, Verblendung und manchmal auch wirklicher Dummheit werden bei jedem Dreck, den dieses System so produziert, von talentlosen Schreihalssängern bis zu verordneten Klimademos, irgendwelche Vergleiche aus der Zeit von 1933-45 bemüht, ohne zu merken, wie sehr man damit der antideutschen Geschichtspolitik und dem „antifaschistischen Konsens“ des Regimes auf den Leim kriecht.
Diese Dummschwätzerei aus den eigenen Reihen mit diesen ewigen schiefen Vergleichen der Verhältnisse dieses Systems mit den Jahren 1933-45 oder des Islam mit Faschismus nervt kolossal. Im vermeintlichen Bewußtsein, hier einen den Gutmenschen sehr unangenehmen Vergleich aufgetan zu haben, merken sie nicht einmal, welchen Gefallen sie dem politischen Gegner mit diesen absurden Zuordnungen tun, nämlich dessen Totalverdammung des Faschismus / NS als etwas absolut „Bösen“ zu übernehmen.

Abgesehen davon, daß mich moralische bzw. moralistische Kategorien bei der historischen Bewertung nicht die Bohne interessieren, ist es argumentativ extrem töricht und historisch falsch dazu.


Daß es bei jeder nationalen oder nationalistischen Bewegung zwangsläufig gewisse Überschneidungen mit dem historisch im gleichen Lager wurzelnden NS geben wird, kriegt man mit noch soviel sophistischer Spitzfindigkeit nicht weg.


Also sollte man den Teufel tun und in irgendwelche Verdammungsurteile einstimmen, sondern sich entweder gar nicht dazu äußern, die Verdikte des Gegners ins Lächerliche ziehen oder eine „Na-und?“-Haltung einnehmen.
Immer wieder muß man dies auch jener speziellen Kategorie von Kritikern einer gewissen Religion sagen, daß diese keinerlei „faschistische“ Implikationen hat – die meisten dieser Helden sind historisch, besonders ideologiegeschichtlich, völlig unterbelichtet.


Wenn man Parallelen zu einer Ideologie finden will, dann auch hier eher zum Kommunismus, etwa in seiner Negation des Nationalen („internationales Proletariat“ einerseits, „Umma“ andererseits), Vorrang einer herbeiphantasierten ideologisch bedingten Gemeinschaft und im Vernichtungswillen gegenüber Andersdenkenden bzw. -gläubigen – Bourgeoisie bzw. Kulaken hier, „Ungläubige“ dort.Aber die Dummheit wird wohl auch diesbezüglich so schnell nicht aussterben und die Trottel werden weiter die Totschlagargumente gegen sich selbst befördern….🙄


https://www.nzz.ch/amp/international/asien-und-pazifik/fuenfzig-jahre-kulturrevolution-chinas-barbarische-jugend-ld.108974?fbclid=IwAR3coh0vFIEoenuFQHfVbYRcMIwc5G9G59t4gqmzMA9LO2SOfRqBB__Qq1M

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