#Tageskolumne Ute Fugmann

Tageskolumne Rückblick: Montag.

Berlin. Rot-rot-grün würgt. Im Bezirk Neukölln würgten zwei junge Männer einen Taxifahrer (64) am Sonntagabend gegen 19.40 in der Bornsdorfer Strasse. Eigentlich nur einer; der andere bedrohte den Kutscher mit einem Messer. Das Duo raubte die Tageseinnahmen und verschwand in der Parkanlage Lessingsstrasse. Täterbeschreibung gibt es keine. Ich vermute schwarz-bunt. Das Raubkommissariat ermittelt.

In Leipzig waren es definitiv die bunten Schwarzen, welche eine 34 jährige Prokuristin einer Immobilienfirma heimsuchten. Die zwei Linksextremisten drangen am Sonntag gegen 19.00 Uhr vermummt in die Wohnung der Frau ein und schlugen ihr mehrmals mit der Faust ins Gesicht. Polizeisprecher Andreas Loepki sagte, dass sich die Täter mit ‚Schöne Grüsse aus Connewitz‘ verabschiedeten. Auf dem trotz Verbot immer noch aktiven Online-Portal ‚indymedia‘ feiern sich die linken Radikalen mit zahlreichen Baustellenbränden die Errichtung von Luxuswohnungen o.Ä. zu verzögern. Sie bedauern dabei den symbolischen Charakter ihrer Taten. „Wir haben uns deswegen entschieden, die Verantwortliche für den Bau eines problematischen Projektes im Leipziger Süden da zu treffen, wo es ihr auch wirklich weh tut: in ihrem Gesicht.“ Loepki meinte, dass sich solche Hausbesuche bisher nur gegen rechts richteten. Ach ja? Er erwarte eine breite Distanzierung – durchaus auch von Vertretern, die das ‚linxxnet‘ als zentralen Arbeits- und Besprechungsort nutzen – gegenüber diesen Linksextremisten. Hmm. Da hat er den ähm die Nagel auf den Kopf getroffen.

Der Oberbürgermeister Burkhard Jung (61, SPD) wurde scheinbar auch plötzlich vom linken Pflasterstein der Realität getroffen. „Die von der linksextremen Szene verbreitete Mär, man sei nur gegen Sachen und staatliche Institutionen gewalttätig, nicht aber gegen Personen, ist entlarvt als das, was es immer war: eine Lüge“. Ich geb der betroffenen Heuchelei maximal eine Woche. Dann schiessen wieder alle gegen rechts.

Die unspektakuläre grüne Renate Künast sagte, es sei allerhöchste Zeit, dass sich die schwarz-rote Koalition auf die rechtsextreme Bedrohung durch mehr Ermittler und mehr Kooperation der Dienste konzentriere. Ich diagnostiziere Neid auf die PR von Özdemir und Roth. Werbung macht das Leben bunter oder trübe Kerzen heller.

In der Dresdner Helgolandstrasse liess ein 39 jähriger Bewohner sein nicht so helles Licht mit LED’s scheinen. Eine zirka 1×1 Meter grosse Swastika funkelte aus weihnachtlichen Lichterketten gebastelt von der Wand in seiner Wohnung. Skandal! Die Polizei wurde von einem aufmerksamen Fussgänger alarmiert, welcher das verbotene Lichtzeichen von draussen sah. Die sofort angerückten Beamten stellten in der winzigen Zweigstelle des Führerhauptquartiers ausserdem noch eine Nachbildung eines Sturmgewehres, Aufkleber und Literatur sicher. Jetzt ist alles wieder gut.

Schönen Tag!

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