#Tageskolumne Ute Fugmann

Tageskolumne Rückblick: Donnerstag.

Berlin. Zum dritten Mal jährt sich der Anschlag des Tunesiers Anis Amri vom Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz mit 12 Toten und vielen Verletzten. Der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sagte, sie würden nicht vergessen. „Vor allem aber bräuchten die Opfer der Anschläge unser Mitgefühl, die Anerkennung ihres nichtwiedergutzumachenden Leides“, meinte Schäuble. Hmm. Die Familien der Opfer und Helfer wurden laut Deutschlandfunk nicht eingeladen. Die Bundesregierung ist scheinbar weit weg jeglicher Realität.

Das Internetportal ‚indymedia‘ ist noch real und ausgesprochen aktiv. Dort werden Anschläge der Antifa und ähnlichen Truppen der Altparteien gefeiert und im Vorfeld dazu aufgerufen. Am 25. August 2017 wurde die Online-Plattform durch das Innenministerium unter Thomas de Maiziěre verboten. Den Behörden ist es aber bis heute nicht gelungen, die als Beweismittel beschlagnahmten IT-Aservate zu entschlüsseln. In der ersten Jahreshälfte 2020 geht der Prozess weiter.

In Augsburg wollten am Donnerstag früh ab 7.30 Uhr die Aktivsten von Extinction Rebellion den Verkehr am Theodor-Heuss-Platz zeitweise blockieren. Keine Schlagzeilen. Nicht mal in der örtlichen Presse.

Überregionale Beachtung erreichte die Meldung aus dem Rostocker Rathaus, dass Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) ein Fleischverbot für offizielle Anlässe in der Stadtverwaltung verhängt hat. „Der Verzicht auf Fleisch ist ein kleiner Beitrag zum Klimaschutz“, begründete er seine Order. Der gebürtige Däne meinte „… Aber wir alle müssen auch verzichten! Dieser Verzicht tut niemanden wirklich weh“. DOCH! Selbst mir.

Mir und den anderen Steuerzahlern in Deutschland tun die geforderten 560 Millionen Schadenersatz von den gekündigten Maut-Betreibern Kapsch und CTS-Eventim auch nicht weh. Sie fehlen dann halt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU weist die Forderungen mit aller Entschiedenheit zurück. Via Twitter. Der Rest verläuft im Sande oder wird gelöscht.

Die Daten vom Mobiltelefon der ehemalige ersten Blendgranate der Bundeswehr Ursula von der Leyen sollen auch gelöscht worden sein. Das Verteidigungsministerium teilte dem Untersuchungsausschuss in vertraulicher Sitzung mit Beweismittel vernichtet zu haben. Halb so wild.
Die Uschi ist jetzt Chef von Brüssel. Der lustige Brite Nigel Farage von der Brexit-Partei lacht die Helm-Frisur aus. Mit Recht! „… Die Menschen wollen nicht von gesichtslosen Bürokraten wie… von der Leyen regiert werden… stinklangweilig!“. Richtig!

Schönen Tag!

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