Querdenken am 07.11.2020 in Leipzig

Ungetrübt Media bei der Querdenkerdemo in Leipzig

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung gab es kontroverse Diskussionen, ob die Demonstration der Querdenkerbewegung überhaupt stattfinden darf, und in welchem Umfang. Zahlreiche Politiker und auch diverse Leitmedien forderten ein Verbot der Veranstaltung. Diesem Druck beugte sich letztendlich die Stadt Leipzig und untersagte die Demonstration. Das Verbot wurde vom Verwaltungsgericht bestätigt. Das Oberverwaltungsgericht in Bautzen entschied letztendlich zu Gunsten der Querdenkerbewegung und erlaubte die Veranstaltung, unter bestimmten Auflagen. So wurde die Teilnehmerzahl auf 16.000 begrenzt.

Ein weiteres Verbot, welches sich auf gemeinsame Busanreisen bezog, konnte ebenfalls gekippt werden. Trotzdem kam es zu zahlreichen Kontrollen durch die Polizei – ob Abstände eingehalten wurden oder die Insassen Masken trugen. Dasselbe galt für Anreisende mit dem Zug. Derart akribische Kontrollen wünscht man sich gerne mal im Vorfeld von diversen Antifa-Demonstrationen, schon um Gewalttaten im Vorfeld zu vermeiden.

Trotz dass kaum eine Möglichkeit bestand, per PKW in die Innenstadt zu gelangen, war der Augustusplatz bereits Stunden vor dem Beginn der Veranstaltung gut gefüllt. Dank eines sehr freundlichen Polizisten wurde uns nach Vorzeigen unseres Presseausweises noch ein Weg in die Innenstadt gezeigt und es fand sich auch ein Parkplatz in Nähe des Versammlungsgeländes.

Bereits auf dem Weg zum Augustusplatz konnte man mehrere gewalttätige Übergriffe der Antifa auf friedliche Versammlungsteilnehmer beobachten. Selbst ältere Menschen sollten attackiert werden, um ihnen Fahnen oder Plakate gewaltsam zu entwenden. Die von uns festgestellten Übergriffe konnten aber von der Polizei unterbunden werden. Trotzdem soll es zu mehreren Verletzten gekommen sein, die auch teilweise im Krankenhaus behandelt werden mussten. Ob derartige Meldungen der Wahrheit entsprechen, werden wir durch Presseanfragen feststellen und dementsprechende Informationen nachreichen.

Auf der Veranstaltung selbst trafen wir auf eine wahrlich bunte Mischung von Versammlungsteilnehmern aus allen Bundesländern und aus dem Ausland. Von der Omi, die mit 78 Jahren auf die Straße ging, weil sie im ersten Lockdown ihren Mann im Pflegeheim nur schwerlich besuchen konnte und er sie nach einer längeren Besuchspause aufgrund seiner Demenzerkrankung nicht mehr erkannte, bis hin zu jungen Familien mit ihren Kindern, war alles vertreten. Auch politisch war so ziemlich jede Gruppierung vorhanden.

Auf der Bühne fanden wir diesselbe bunte Mischung. Moderiert wurde die Veranstaltung von Nana Domena, der trotz deutlich sichtbarem Migrationshintergrund vom Mainstream und von einigen Vertretern der Altparteien als Rechtsextremist oder zumindest als Unterstützer von sogenannten Rechtsextremen bezeichnet wird. War vor 1989 jeder, der das SED-Regime kritisierte, ein konterrevolutionäres, subversives und staatsfeindliches Element, so wird in der heutigen Zeit jeder Systemkritiker als Rechtsextremist verunglimpft.

Besonderer Applaus brandete auf, als der bekannte Kabarettist Uwe Steimle als Double von Erich Honecker zum Mikro griff. Auch Steimle machte mit der fehlenden Meinungsfreiheit in diesem Land bereits Bekanntschaft. Sein Engagement beim zwangsgebührenfinanzierten MDR wurde beendet, aufgrund kritischer Worte gegen die Obrigkeit. Auch hier werden Erinnerungen an ein System wach, was man glaubte 1989 überwunden zu haben.

Ebenfalls auf der Bühne Thomas Berthold, Fussballweltmeister von 1990 mit seiner Ehefrau. Besonders ergreifend für die meisten Teilnehmer war der Redebeitrag eines zwölfjährigen Jungen, der unter anderem auf die Maskenpflicht in den Schulen einging.

Auf die anderen Redebeiträge möchten wir jetzt nicht weiter eingehen. Dies würde die Länge des Artikels sprengen. Videomaterial ist ja in den sozialen Netzwerken reichlich vorhanden.

In den Leitmedien wird auch immer wieder die Behauptung aufgestellt, dass die Veranstalter die Auflagen nicht durchsetzen wollten. Derartige Meldungen kann man ganz klar als Fakenews deklarieren. Mehrfach wurde auf den Mindestabstand hingewiesen und die Veranstaltung sogar mehrfach unterbrochen. Bei den Teilnehmern stießen derartige Forderungen auf wenig Gegenliebe. Mit Masken und Mindestabstand gegen Maskenzwang und Corona-Beschränkungen zu demonstrieren, wirkt schon etwas skurril, merkte eine junge Teilnehmerin an. Trotzdem wurden die Anweisungen sofern es möglich war, zumindest teilweise umgesetzt. Anzumerken ist zudem noch, dass sich Antifa-Gruppierungen Zutritt zum zugewiesenen Versammlungsgelände verschafften und für eine weitere Platzverknappung sorgten.

Letztendlich erfolgte das, mit dem viele gerechnet haben: die Veranstaltung wurde gegen 15:30 Uhr aufgelöst. Die Veranstalter der Querdenkerbewegung verließen die Bühne.

Nun begann für viele Teilnehmer die eigentliche Veranstaltung. Die Menschen setzten sich in Bewegung und spazierten über den Innenstadtring in Richtung Hauptbahnhof. Viele entzündeten Kerzen und der Ruf „Frieden, Freiheit, Demokratie“ schallte durch die einstige Heldenstand. Im Vorfeld fabulierten die Leitmedien von einer Vereinnahmung und Verunglimpfung der Proteste von 1989. Dabei waren auch am gestrigen Tag viele Menschen auf dem Ring und auf dem Augustusplatz, die bereits 1989 für ihre Freiheit auf die Straße gingen. Darunter auch bekannte DDR-Bürgerrechtler. Man muss feststellen, dass die Bilder des gestrigen Abends um die Welt gehen werden. Nach über 30 Jahren hallten wieder die Rufe nach Freiheit und Demokratie durch die Messestadt. Ost und West, Arm und Reich, Links und Rechts, Unten gegen die da Oben, die jeglichen Bezug zum Volk verloren haben.

Die deutschen Leitmedien werden derartige Bilder nicht transportieren. Dort lesen wir wieder von Corona-Leugnern, Reichsbürgern, Rechtsextremisten, Hooligans und Verschwörungstheoretikern. So transportieren diese Medien auch größtenteils die unschönen Bilder des gestrigen Abends. Angriffe auf die Polizei sind genauso zu verurteilen, wie überzogene Polizeigewalt. Hinzu gibt es keinen guten gewaltbereiten Extremismus. Sowohl rechter als auch linker Gewaltextremismus ist gleichermaßen zu verurteilen! Wo der gewaltbereite Extremismus in Leipzig vorwiegend zu Hause ist, zeigte sich in den späten Abendstunden erneut in Leipzig/Connewitz. Randale und brennende Barrikaden, Angriffe auf Polizisten. Dabei kam es erst am Freitag zu derartigen Szenen, bei denen mehrere Polizisten verletzt wurden. Grund hierfür war eine Spontandemonstration für eine mutmaßliche Linksterroristin, die am Donnerstag festgenommenen wurde.

Die gestrige Veranstaltung in Leipzig wird Politik und Medien noch einige Tage beschäftigen und natürlich bleiben auch wir in dieser Angelegenheit am Ball.

A.K

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