Interview mit dem Frontmann der Band WUTBÜRGER zur neuen Single Morgenthau.

Andy Habermann

Wenige Tage nach der Veröffentlichung ihrer neusten Single mit dem Namen Morgenthau sprachen wir mit Andy Habermann, dem Frontmann der Band WUTBÜRGER.

  1. Euer neustes Werk „Morgenthau“ ist meiner Meinung nach Euer bisher inhaltlich stärkstes Lied. Was brachte Euch auf die Idee, dieses Lied zu komponieren?

Andy Habermann:

Servus!
Mein Gitarrist Maiki hatte diese schönen Melodie komponiert und eingespielt. Ich hab das Ding per WhatsApp bekommen und in meiner Mittagspause innerhalb von zehn Minuten den Text dazu geschrieben. Das kam einfach so. Wahrscheinlich brannte mir das Thema schon länger auf der Seele.

  1. Was muss Deiner Meinung nach passieren, dass die Herde nicht mehr blind dem Schlächter folgt?

Andy Habermann:

Ich habe da auch kein Patentrezept. Ich glaube sogar, dass das leider einfach in unserer Natur liegt. Schlimm ist nur, dass schon viel zu lang nichts mehr hinterfragt wird. Wo ist die Skepsis? Wo ist der Gerechtigkeitssinn? Ich denke, dass diese wohlstandsverwahrloste Gesellschaft erst wieder zur Vernunft kommen würde, wenn sie mal ein paar Monate hungern oder Krieg erleben müsste. Wenn wir nicht gewaltig aufpassen, werden wir das schneller erleben, als uns lieb ist.

  1. Im Lied wird auch die fehlende Souveränität und die Fremdbestimmung Deutschlands angesprochen. Ist Deutschland Deiner Meinung nach souverän?

Andy Habermann:

Absolut nicht. We are living in america! Geboren bin ich auf russischem Territorium und seit 1990 lebe ich auf US-amerikanischem.

  1. Andy, wir danken Dir erstmal, dass Du Dir die Zeit für dieses kurze Interview genommen hast. Was habt Ihr in diesem Jahr noch geplant?

Andy Habermann:

Der Dank ist ganz auf unserer Seite!
Wir tanzen gerade wieder auf mehreren Hochzeiten. Wir stecken intensiv im Probebetrieb. Parallel arbeiten wir am dritten Album. Nebenbei planen wir schon die nächsten Musikvideos und besuchen die eine oder andere Veranstaltung als Überraschungsgäste. So wird wohl das ganze Jahr 2023 aussehen. Beste Grüße an unsere WUTBÜRGER-Familie da draußen!

Hier findet Ihr das neue Lied:

Auf diesen Plattformen findet Ihr das Lied ebenfalls.

Es geht nicht um Ost oder West und um Links gegen Rechts, es geht um Krieg oder Frieden!

Der Leverkusener Ratsherr Markus Beisicht bei der großen Friedensdemonstration am 1. Mai in der Miteinanderstadt Gera.

Der Leverkusener Kommunalpolitiker, der als Gastredner angereist war, bringt es auf den Punkt, es geht nicht um Ost oder West oder um Links gegen Rechts, es geht aktuell um Krieg oder Frieden! Bei diesem Thema müssen unterschiedliche Standpunkte bei anderen Themen ausgeklammert werden, sonst droht uns in Europa ein dritter Weltkrieg, herbeigeführt durch ein Altparteienkartell, was an der Eskalationsschraube dreht.

Am 1.Mai „feiert“ der DGB Reallohnsenkung!

Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB hat den einstigen „Kampftag der Arbeiterklasse“ schon seit vielen Jahren in einen Krampftag mit ebenso belang- wie folgenlosen Funktionärstiraden verwandelt. Denn der DGB und seine Einzelgewerkschaften sind integraler Bestandteil des politischen Macht- und Kartellsystem in Deutschland. So deutlich wie an diesem 1. Mai 2023 ist aber die wahre Rolle des DGB noch selten zu beobachten gewesen: Denn im vergangenen Jahr 2022 sind die Reallöhne der arbeitenden Menschen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um nicht weniger als 4 Prozent gesunken. Und diese Entwicklung geht wegen der starken Inflation im laufenden Jahr weiter.

Auch die jüngsten Tarifvereinbarungen in verschieden Branchen sowie im öffentlichen Dienst ändern für Millionen abhängig arbeitende Menschen an dieser negativen Entwicklung nur wenig. Denn entweder erhöhen die Unternehmen, von den Konzernen bis zu den Handwerksbetrieben, die Verkaufskosten ihrer Waren oder kommunale Dienstleistungen werden teurer. Preisbereinigt sind die konsumierenden Arbeitnehmer und Rentner allemal die Verlierer. Der DGB, dessen Redner heute auf vielen Plätzen vor meist wenig Publikum pseudoradikale Reden halten, hat es schon lange aufgegeben, diese aktuell besonders negative Tendenz der Lohnentwicklung grundsätzlich in Frage zu stellen.

Die „Sozialpartnerschaft“ des DGB hat im politischen Macht- und Kartellsystem eine sehr wichtige Funktion: Denn sie ermöglicht, bislang jedenfalls, die Kontrolle und Stillstellung der großen arbeitenden Mehrheit. Ob Migration, Corona, Klima oder Ukraine-Krieg – stets ist der DGB voll auf der Linie der Herrschenden und tut alles, um Störfaktoren wie zum Beispiel die Bildung unabhängiger Gewerkschaften oder Arbeitnehmervertreter zu verhindern und zu zerstören.

Das wird allerdings unter den Bedingungen hoher Inflation, den Deutschland extrem selbstschädigenden Sanktionsfolgen sowie den unsozialen Konsequenzen des Klimawahns zunehmend schwieriger. Mit nicht ernstgemeinter kapitalismuskritischer Rhetorik allein werden die DGB-Fürsten die harten Realitäten nicht vernebeln oder gar zum Verschwinden bringen können. Denn die DGB-Gewerkschaften sind wie die christlichen Amtskirchen Teil der großen Probleme Deutschlands. Positive Lösungen dieser Probleme sind von beiden nicht zu erwarten, im Gegenteil.

Wolfgang Hübner