Der Song Contest der moralischen Verkommenheit wird zum Fiasko!
Der Eurovision Song Contest 2026 steht in seiner aktuellen Form vor dem Aus. Nachdem die Europäische Rundfunkunion (EBU) Israel trotz massiver internationaler Proteste erneut zur Teilnahme zugelassen hat, ziehen sich immer mehr Länder zurück. Spanien, die Niederlande, Irland, Slowenien und Island haben bereits offiziell abgesagt. Weitere Länder prüfen einen Boykott, der Grund ist einhellig: Man will nicht gemeinsam mit einem Staat auf der Bühne stehen, der gerade einen Genozid in Gaza betreibt.
Seit Oktober 2023 hat die israelische Armee Zehntausende Palästinenser getötet (darunter mehr als 17.000 Kinder), ganze Stadtviertel wurden dem Erdboden gleichgemacht, Krankenhäuser und Schulen bombardiert und die Versorgung mit Wasser, Strom und Lebensmitteln bewusst unterbunden. Internationale Juristen, Menschenrechtsorganisationen und selbst UN-Sonderberichterstatter sprechen inzwischen offen von Völkermord.
Vor diesem Hintergrund empfinden immer mehr Rundfunkanstalten und Künstler die Teilnahme Israels als unerträglich. „Wir feiern keine Lieder, während Kinder in Trümmern sterben“, brachte es der isländische Musiker auf den Punkt.
Die EBU hingegen beharrt auf ihrer angeblich „unpolitischen“ Linie, hatte aber kein Problem damit die Russische Föderation von dem Wettbewerb auszuschließen. Die Russische Föderation führt im übrigen seit diesem Jahr einen eigenen Wettbewerb durch.
Ein live übertragener Genozid ist offenbar kein Grund für einen Auschluss. Dies ist eine geradezu zynische Doppelmoral.
Selbst ohne den Gaza-Konflikt hätte der ESC ein massives Legitimationsproblem. Was einst als musikalischer Wettstreit unterschiedlicher europäischer Musikkulturen begann, ist längst zu einem austauschbaren, globalisierten, woken Einheitsbrei verkommen. Ein Einheitsbrei völlig identisch klingender Acts, vorgeschriebene Diversitäts-Checklisten und immer gleiche Lieder bestimmen das Bild.
Nationale und kulturelle Eigenheiten? Kaum noch erkennbar. Der Contest hat sich selbst entkernt und dient heute vor allem als Werbeplattform für Streamingdienste und als queeres Ereignis.
In dieser Form ist der ESC nicht nur moralisch, sondern auch künstlerisch völlig überflüssig. Ein Event, der keine kulturelle Vielfalt zeigt, die Europa so einzigartig macht, braucht niemand.
Die aktuellen Boykotte könnten daher mehr sein als ein vorübergehender Protest, sie könnten der Anfang vom Ende eines Formats sein, das seine Seele längst verloren hat.
Ob 2026 überhaupt noch genug Länder antreten, um den Contest stattfinden zu lassen, ist offen. Vielleicht wäre ein Scheitern sogar die ehrlichste Konsequenz!
