#Tageskolumne Ute Fugmann

Montag. Berlin leuchtet.

Der Bezirk Charlottenburg ist ein leuchtendes Vorbild für den rechtsfreien Raum. Letzte Nacht auch. Gegen 3.30 Uhr brannten vier Autos in der Guerickestrasse lichterloh. Ein Fünftes wurde in Mitleidenschaft gezogen. In einem 13-geschossigen Mietshaus im Pillnitzer Weg flammte ein Kinderwagen im Treppenhaus kurz darauf auf und gegen 5.30 Uhr starb noch ein Auto in der Seeburger Strasse den Feuertod. Die Polizei geht jeweils von Brandstiftung aus.

Dann wurde es hell.

Am helllichten Tag wurde ein 23 Jähriger in Dresden am Sonntag gegen 8.30 Uhr von drei Unbekannten auf der Blochmannstrasse in der Pirnaer Vorstadt zu Boden gestossen und mit einem Messer bedroht. Er bezahlte den Wegezoll mit seiner Geldbörse und dem Handy. Zum Opfer und zu den Tätern gibt es keine Informationen. Letztere entkamen unerkannt.

Deutschlands oberster Duracell-Hase ohne Schellen, aber im dreiknöpfigen Blazer mit Kurzschluss in den Synapsen, brauchte heute in der sächsischen Landeshauptstadt solch einen Übergriff nicht zu befürchten. Die Bodygurds schirmten Merkel vor ihrem Volk ab. War abzusehen. Die Mopo aka Tag 24 schreibt vom Protest des Pöbel. War auch abzusehen.

Dagegen war heute in der BLÖD ein ungewohnt kritischer Kommentar zur sogenannten Seenotrettung auf dem Mittelmeer zu lesen. „Politisch trägt die lebensgefährliche Migration über das Mittelmeer dazu bei, dass Europa erpresst und getrieben wird und für jeden sichtbar die Hoheit über seine Grenzen nicht durchsetzen kann“, heisst es dort. Entweder will der Kommentator Ralf Schuler journalistischen Suizid begehen oder die Gazette wittert den Umbruch.

Das Auswärtige Amt kommt auch erschreckend ehrlich auf Twitter um die Ecke! „Es ist nachweislich nicht die Aussicht auf Rettung im Mittelmeer, die Menschen veranlasst, sich auf den Weg nach Europa zu machen, sondern Armut und Perspektivlosigkeit in ihren Heimatländern.“ Oooha!

Italiens Staatsanwälte werden auch wach. Nach der Freilassung der Schlepper-Kapitänin Carola Rackete will die zuständige Staatsanwaltschaft Berufung einlegen. Besser spät als nie! Einsitzen wird das Millionärsbalg zwar nicht; aber Goldbärchen angeln auch nicht mehr!

Zum Thema Umbruch wäre Euphorie zu Flinten-Uschis Rücktritt als Verteidigungsministerin verfrüht. Schlimmstenfalls wird der Inbegriff der Inkompetenz im Ministeramt Ursula von der Leyen morgen EU-Chefin. Da seh ich schwarz.

James Bond übrigens auch.

Schönen Tag.

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