#Tageskolumne Ute Fugmann

Tageskolumne Rückblick: Freitag.


Berlin. Zwölf Uhr mittags. Nagut, kurz nach. Ein BILD-Fernsehteam wollte gegen 12.30 Uhr im Görlitzer Park in Kreuzberg drehen und wurde von einem Parkmanager ausgelacht und von vier Drogendealern verbal und tätlich angegriffen. „Das ist auch gut so“, sagte der ehemalige Bürgermeister Klaus Wowereit (65, SPD) zwar diesmal nicht, aber „…wenn Leute das gut finden und kaufen gehen, dann sind das nicht nur Drogendealer, sondern auch normale Leute“. Das ist so ziemlich dasselbe.


Immer wieder dasselbe passiert mit den Fahrzeugen von Wohnungsunternehmen in der Hauptstadt. Sie sterben den Feuertod. Letzte Nacht stand ein Wagen der ‚Deutsche Wohnen‘ in der Danziger Strasse im Stadtteil Prenzlauer Berg in Flammen. Nicht aussergewöhnlich.


Aussergewöhnlich war ein Loch, wo ein Reisebus drumherum war. Dieses hätte die Erlösung verdient, sollte aber noch von Berlin nach Riga in Lettland fahren. „Der Bus wurde eingelocht“, schrieb die Berliner Polizei als sie das Vehikel mit löchriger Frontscheibe und diversen Lochfrass im Rahmen aus dem Verkehr zog. Die 80 Fahrgäste starteten am Abend die 1250 Kilometer lange Reise in einem anderen Bus.


Keinen Kilometer fährt am kommenden Sonntag ein Auto in der Düsseldorfer Innenstadt. Busse und Bahnen sind dafür in der Zeit von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr kostenlos. Autofreier Sonntag. Hmm. Das zeitgleich stattfindende Hohe-Strasse-Fest, der Weltkindertag und der Fischmarkt werden nicht sehr überlaufen sein. Idyllisch. Geschickt eingefädelt.


Die Evangelische Kirche ist nicht so geschickt. Sie hat auf der Kirchenkonferenz und im Rat der EKD in grosser Einfältigkeit ähm Einmütigkeit beschlossen, sich an der Schlepp.. ähm Seenotrettung im Mittelmeer mit eigenem Schiff zu beteiligen. Bis zum Auslaufen werden noch Monate ver- und tausende Austritte eingehen. Amen.
‚Ja und Amen‘ sagte der Stift Klosterneuburg in Niederösterreich nicht. Die Aufführung der ‚Königin von Saba‘ als Friedensoper zum Nahostkonflikt im geweihten Sakralbau mit pornografischen, sexualisierten und erotischen Szenen stand kurz vor der Absage. „Es hat in einer Kirche nichts zu suchen, dass um den Altar herum eine nackte Frau im Stringtanga mit einem überdimensionalen Dildo umgeschnallt spaziere“, empörte sich Walter Hanzmann, Sprecher des Stifts Klosterneuburg. Bedford-Strohm oder Woelki fänd ich schlimmer.


Schönen Tag!

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