#ungetruebte Wahlanalyse

Wahlanalyse Thüringen


Noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt, aber ein Resümee kann man jetzt schon ziehen.


Die Wahlgewinner sind Bodo Ramelow, seine Linkspartei und Björn Höcke von der Afd.


Die Parteien der GroKo, bei denen viele Wähler mittlerweile das große Kotzen bekommen, müssen Stimmverluste hinnehmen.


Selbst mit populären und bekannten Spitzenkandidaten wie Wolfgang Tiefensee, kann die einstige Arbeiterpartei keine zweistelligen Werte in Mitteldeutschland erzielen, es langt noch nicht einmal für das Prozentergebnis was Sympathiekanone Ralle Stegner und Gesine Schwan bei der SPD Kandidatenkür erreicht haben.
Die Mundwinkel von Ralle dürften sich bei diesem Ergebnis noch mehr verfinstern.


Die grünlackierte und dunkelrote Verbotspartei bleibt mit ihrem Elektroroller in Thüringen liegen.


Trotz vielversprechender Vorwahlumfragewerte können die Grünen nicht vom Trend der bunten Republik profitieren und verlieren sogar leicht im Vergleich zur letzten Wahl.


Die Liberalen knabbern an der 5% Hürde, ob das Schwarz-Weiß Foto Modell in Berlin jubeln kann, werden wir zeitnah wissen.


Ausgerechnet die Partei, die von den Altparteien als demokratiefeindlich bezeichnet wird, belebt diese und lockt deutlich mehr Menschen ins Wahllokal.


Die Linkspartei profitiert von ihrem Spitzenkandidaten, auf den der Wahlkampf komplett zugeschnitten war.


Das gute Abschneiden der SED-Nachfolgepartei begründet sich in einer starken Sehnsucht nach sozialer Geborgenheit und sozialer Gerechtigkeit.
Diese Themen wurden von der Linkspartei auch im Wahlkampf auf die politische Agenda gestellt.


Dass ihre Vorgängerpartei und sogar Mitglieder der ReGierung auch im Grenzgebiet Thüringen auf Flüchtlinge schossen, wird ausgeklammert.
Die selben Protagonisten begrüßen Flüchtlinge nun mit Halal gerechten Fresspaketen und Inshalla Rufen an Thüringens Bahnhöfen.


Zeiten ändern sich eben.


Die AfD profitiert von der Proteststimmung im Land, politische Veränderungen trauen ihr auch ein Großteil der eigenen Wähler nicht zu.
Hier muss die Partei liefern und das aller Wahrscheinlichkeit nach in der Opposition.
Aber auch das ist möglich, wenn man es nur will.
Volkspartei wird man nur, wenn man eine Symbiose bildet, zwischen parlamentarischen Widerstand und dem Widerstand auf der Straße.


Zwingend hierfür ist eine gesunde Sozialpolitik in Taten und auf parlamentarischer Ebene.
Den finanziellen Background für die Verwirklichung einer wirklichen Volkspartei hat die Partei nun auch in Thüringen.

Ebenfalls zeigt das Ergebnis auf wie gespalten das Land derzeit ist, zumindest auf den ersten Blick.


Fast 30% für eine Partei die links verordnet wird und etwa 24% für eine Partei die rechts verordnet wird.
Bei genauerer Betrachtung sieht man aber bei beiden Wählergruppen die durchaus gleichen Ängste, Sorgen und Wünsche.
Schließlich wird Bodo Ramelow nicht deshalb gewählt, weil er an Thüringens Bahnhöfen Inshallah ins Megaphon brüllt und auch Björn Höcke wird nicht gewählt, weil er besonders völkische Reden hält.


Die Parteien der einstigen Mitte haben fast jegliches politisches Vertrauen verspielt und das macht sich von Wahl zu Wahl stärker bemerkbar.


Dieses Wahlergebnis wird das Altparteienkartell, inklusive weite Teile der Linkspartei noch stärker dazu zwingen, Konstellationen einzugehen, die beim Restvolk auf noch weniger Gegenliebe stoßen werden.
Sachsen zeigt ja derzeit wie es geht und Thüringen muss sogar noch eins draufsetzen um „stabile Verhältnisse“ zu bekommen.
Regierungen die von der Farbkonstellation her selbst die Regenbogenfahne vor Neid erblassen lassen, sind wohl das momentane Heilmittel der steuergeldfinanzierten Deutschlandabschaffer.


Nur Blau darf in dieser Fahne nicht enthalten sein und Blau würde sich damit auch keinen Gefallen tun.


Die nächsten Monate werden auf jeden Fall spannend

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