#Tageskolumne Ute Fugmann

Tageskolumne Rückblick: Sonntag.

Unfassbar. In Thüringen erreicht die SED-Nachfolgepartei 30 Jahre nach dem Mauerfall 30 Prozent! Da fällt mir nichts mehr ein.
Berlin.

In einer zweitägigen Gross-Razzia gegen illegale Strukturen im Hauptstädter Clan-Milieu ist den Fahndern ein unerwarteter Fang ins Netz gegangen. In einer Shisha-Bar in der Liebenwalder Strasse nahmen sie einen international gesuchten 29 jährigen türkischen Kinderschänder fest. Rund 180 Polizisten und 30 Beamte des Bundeskriminalamtes, der Zollfahndung und der Finanzbehörde durchsuchten einschlägige Etablissiments.

Der Düsseldorfer Club ‚Nachtresidenz‘ ist wahrscheinlich in einer ähnlichen Kategorie anzusiedeln. Dort schoss ein Unbekannter gegen 1.30 Uhr vermutlich wegen Streitigkeiten im D-Dorfer Milieu mit einer scharfen Waffe Löcher in die Decke des Treppenhauses. Zur Tatzeit feierten etwa 1500 Gäste in der Location. Panik gab’s nicht.

In einem Mannheimer Treppenhaus in den ‚Quadraten‘ in der Innenstadt wurde am Sonntagvormittag eine 33 Jährige mit stumpfer Gewalt und durch Stichverletzungen getötet. Eine weitere Frau überlebte angestochen schwerverletzt. Der Ex-Freund der Toten wurde von Einsatzkräften des SEK festgenommen. Ein Michael? Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat laufen derzeit.

Ergün Senarabaci heisst der vermutliche südländische Mörder eines Ehepaares in einem Kino der Pathé-Kette in der niederländischen Stadt Groningen. Sie waren als Putz-Personal beschäftigt. Der Täter ist vielfach vorbestraft und psychisch extrem auffällig. Hmm.

Der meistgesuchte Terrorist der Welt Abu-Bakr Al-Bagdadi fällt nicht mehr auf. Der ISIS-Chef beförderte sich und drei seiner Kinder in einem Tunnel mit einer Sprengstoff-Weste unter die Erde. Spezialkräfte der US-Armee hatten ihn aufgespürt. Trump sagte dazu: „Er starb als Feigling, der schreiend davongelaufen ist… Er hat die letzten Momente seines Lebens in Panik verbracht!“. Kein Mitleid.

Auf Malta gibt es nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen von vorigen Sonntag zwischen Polizisten und Migranten in einem Flüchtlingslager auch kein Mitleid und keine Essensrationen mehr. Mit einem Tagessatz von 4,66 € müssen sich die Bewohner selbst versorgen. Zudem erhalten Flüchtlinge, deren Papiere bei den Ausschreitungen verbrannt sind, keinen Zugang zum Lager mehr. Konsequent.

Im Hambacher Forst ist das anders. Seit Donnerstag harren sechs selbsternannte Umweltschützer auf Bäumen aus und werden von der Polizei mit Lebensmitteln und Getränken mittels Körben am Seil versorgt. Keine weiteren Fragen.

Schönen Tag!

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