#Tageskolumne Ute Fugmann

Tageskolumne Rückblick: Sonntag.

Berlin. Die CDU nennt die Rigaer Strasse in Friedrichshain ‚Ghetto der Gewalt ‚. Der Fraktionsvorsitzende Burkhard Dregger: „Ich mache den Innensenator (Andreas Geisel, SPD) und die rot-rot-grüne Koalition persönlich verantwortlich für den blindwütigen Hass und die menschenverachtende linke Gewalt gegen Polizeibeamte letzte Nacht in der Rigaer Strasse“. Na so was. Die Demonstration ‚Gegen Verdrängung und für mehr Freiräume‘ eskalierte. Linksextremisten griffen Polizisten an. Beamte wurden verletzt und Autos beschädigt. Vorhersehbar.

In Berlin-Mitte war die Bussgeldstelle in der Magazinstrasse nicht wirklich als Ziel vorhersehbar. Dennoch wurde das Gebäude am Samstag gegen 20.30 Uhr mit erheblichen Sachschaden belegt. Vor dem Haus brannten Autoreifen als Barrikaden und die Tür wurde von vermutlich mehreren Tätern aus dem ebenfalls vermutlichen linksradikalen Milieu mit Steinen beworfen. Farbbeutel inklusive. Die Randalierer flüchteten. Die Polizei… gähn. Ich verstehe trotzdem nicht, was Linksradikale mit der Bussgeldstelle zu tun haben. Die sind doch viel zu intelligent um Auto zu fahren.

Im U-Bahn-Fall bzw -Stoss mit tödlichem Ausgang für einen 30 jährigen Iraner vom Kottbuser Tor am vergangenen Mittwoch wurde wieder ein Tatverdächtiger festgenommen. Gut. Das vorschnell als in HD-Qualität gepriesene Video-Material der Überwachungskameras ist plötzlich nur noch Bollywood von vorm Krieg. Seltsam.

In Hoppenstädten in Rheinland-Pfalz hatte die Polizei klarere Bilder. Sie erschoss einen Mann mit einer Axt, welcher auf Tennisplätze zugelaufen sei. Zuvor lief dieser durch den Ort und bedrohte eine Person und hackte auf dessen Auto ein. Hubschrauber und SEK entdeckten ihn später auf einem Feld und beendeten die Jagd. Schwere Kindheit und schiefe Bahn sind damit irrelevant.

Schiefe ähm schräge Bahngleise und Flucht-Treppen im 36 Grad Winkel sind das Aushängeschild von Stuttgart 21. Bei einem ICE-Zug beträgt der Höhenunterschied zwischen Triebkopf und Zugende 6,50 Meter! Das ist einzigartig! „Hier kulminiert der Wahnsinn“, sagt der Brandschutzsachverständige Hans-Joachim Keil. „S21 ist eine Art Schloss Versailles; es darf kosten was es will und der Staat kommt dafür auf“, sagt auch der Kritiker und Journalist Arno Luik. Alltag.

Schönen Tag!

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