#Tageskolumne Ute Fugmann

Tageskolumne Rückblick: Montag.

Berlin. ‚Nachtigall, ick hör Dir trapsen!‘. Die Anwohner des Nachtigalplatzes auch. Dieser befindet sich in Wedding im Afrikanischen Viertel und soll bald Bellplatz heissen. Ausserdem soll noch die Peters- in Maji-Maji-Allee und die Lüderitz- in Cornelius-Fredericks-Strasse umbenannt werden. Dagegen legten 124 Bürger im vergangenen Jahr Widerspruch ein und bekamen kürzlich die Rechnung für den abgelehnten Einspruch. Der Verwaltungsakt ist jeweils mit 148,27 Euro gebührenpflichtig. Das ist noch günstig! Die Behörde hat nur 20 Prozent von möglichen 741,37 Euro berechnet, weil alle Schreiben gleichlautend ausgefertigt waren. Grund für die Umbenennung sei das kolonialzeitliche Wirken der jetzigen Namensgeber. Die Anwohner wollen gemeinsam klagen. „Die Politik begibt sich auf dünnes Eis“, sagte eine Betroffene. „Wir Anwohner scheinen niemanden zu interessieren“. Das ist nicht neu; nicht nur in Berlin.

Die CDU hat in der Hauptstadt nicht viel zu melden. In Bitburg-Prüm ausser auf ihrem Neujahrsempfang des hiesigen Kreisverbandes wohl auch nicht. Eine Namensänderung der Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer bringt da auch nichts mehr. AKK will Ende des Jahres sagen: „Wir können die Menschen in Deutschland so begeistern, wie das früher der Fall war“. Ich hätte da paar Ideen, aber Merkels Sturmgewehr mit Ladehemmungen meint das Parteiprogramm. „Dieses Land ist schon viel zu lange unter Wert regiert worden. Es wird Zeit, dass sich was ändert.“ Hmm. Wer ruiniert ähm regiert dieses Land seit Jahren?

Die Kanzlerfrage brauchen sich die Beauty-Queens der CDU und SPD nicht wirklich stellen. AKK und Saskia Esken erreichen blamable Umfragewerte im RTL/ntv-Trendbarometer. Mit 22 zu 12 bei 66 Prozent ‚weder noch‘, kann man schon mal klatschen.

Herzlicher wurde die Besetzung eines Motorradgespanns zum 49. Biker-Winter-Treffen auf Augustusburg begrüsst. Im Seitenwagen der Wehrmachtmaschine sass der Führer! Zumindest ein Double. Der Staatsschutz ermittelt. Polizeisprecher Andrje Rydzik sprach von einem denkbaren Tatbestand der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen oder einer Volksverhetzung. Hmm. Ein Polizist vor Ort hat gelacht! Unglaublich. Dienstrechtliche Konsequenzen werden gegen den Beamten geprüft.

In Leipzig auch. Dort sollen Geschädigte der Silvesternacht in Connewitz Anzeigen gegen die Polizei erstatten. Dies forderte der Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz. Verkehrte Welt.

Schönen Tag!

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