Schweizer Blogger in Türkei festgenommen

Der Schweizer Youtube-Blogger Ignaz Bearth wurde heute in der Türkei verhaftet.

Heute Morgen standen wir noch mit Herrn Bearth in telefonischen Kontakt, um uns über die Situation vor Ort zu informieren. Am frühen Abend erreichte uns die Nachricht über die Festnahme.

Nach unseren Erkenntnissen wird ihm Beleidigung zur türkischen Politik vorgeworfen. Die türkische Polizei hat Ignaz Bearth in einem Hotel in der Türkei ausfindig gemacht und zur Polizeiwache mitgenommen. Dort hat man sein Handy beschlagnahmt. Ihm wurde nur ein einziger Anruf genehmigt, der seine Verlobte erreichte. Seitdem gibt es keinen weiteren Kontakt zu ihm.

Ignaz Bearth reiste in die Türkei, um über die Lage an der türkisch-griechischen Grenze zu berichten.

Derzeitig ist niemandem bekannt, in welchem Polizeirevier Ignaz Baerth festgehalten wird.
Wie die türkische Polizei und Regierung mit Journalisten oder Beobachtern umgeht, ist längst bekannt. Immer wieder kommt es vor, dass Journalisten in der Türkei festgehalten oder inhaftiert werden. Wenn Journalisten bei ihren Recherchen zu Erkenntnissen gelangen, die der türkischen Regierung nicht passen, kann es schon mal brenzlig werden.
Der Korrespondent Deniz Yücel war ebenfalls so ein Fall. Allerdings ist Deniz Yücel ein regierungstreuer Medienvertreter der deutschen Politiker, weshalb diese unentwegt für seine Freilassung gekämpft haben.

Im Falle Ignaz Bearth müssen sich jetzt Freunde, Anwälte und Familienangehörige für seine Freilassung stark machen. Die Schweizer Botschaft will am Montag Kontakt mit der türkischen Polizei aufnehmen. Wir wünschen allen Freunden und Familienangehörigen viel Kraft und hoffen auf eine baldige Rückkehr von Ignaz Bearth!

Auch in Athen gab es heute einen Vorfall. Dort wurden zwei Personen aus patriotischen Kreisen (mindestens einer von ihnen ist Journalist) von der griechischen Antifa angegriffen und verletzt. Einer der beiden erlitt eine Kopfverletzung. Auch sie wollten aus Griechenland zur neuerlichen Flüchtlingskrise berichten. Die Angreifer der griechischen Antifa trugen Motorradhelme und Baseballschläger.

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