Eine notwendige Antwort auf die Osteransprache von Frank-Walther Steinmeier

Gut dastehen, wenn man nur von anderen fordert.

Gesetzlich sind wir zum Glück noch nicht dazu verpflichtet, sich die Ansprachen von Merkel und vom Bundespräsidenten anzuhören. Eine Pflicht-App dafür gibt es auch noch nicht; und um solche Ansprachen zu analysieren, findet man diese im Wortlaut auch im Internet. Das macht das Ganze etwas erträglicher und man hat nicht das Gefühl, dass sie zu einer Gruppe Erstklässler sprechen. In einer Fernsehansprache dankte der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Bürgern für ihre Disziplin und Solidarität, schreibt die Süddeutsche Zeitung.
Theoretisch müsste bei solchen Fernsehansprachen – wie auch bei den Lottozahlen – eine digitale Mitteilung erfolgen: „Diese Angaben sind ohne Gewähr“.

Inhaltlich lassen sich solche Reden nur noch als Paranoia bezeichnen.
Wo ist die Disziplin und Solidarität von unseren Politikern? Wie viel von seinem Vermögen hat Steinmeier an Italien oder Spanien gespendet? Um den Schaden für die Steuerzahler in Grenzen zu halten, sollten auch deren Gehälter, und die der Beamten auf Kurzarbeitergeld, gekürzt werden – schließlich steht die Arbeit im öffentlichen Bereich momentan fast still. Warum sollten die Steuerzahler deren Gehälter weiterzahlen?

Weiter erzählte Steinmeier was von einer europäischen Solidarität. Die europäische Solidarität ist durch die EU längst zu eine Einbahnstraße verkommen – eine Pandemie hätte es dazu nicht einmal gebraucht.

Dann zitierte Steinmeier den Satz: „Mein Handeln ist für andere überlebenswichtig.“ Natürlich!!! Herrn Draghi, diesem Zinsräuber, das Bundesverdienstkreuz zu verleihen, war mehr als „lebenswichtig“. Lebenswichtig für das Umvolkungsprogramm, lebenswichtig für Bänker, lebenswichtig für die EU-Familie, lebenswichtig für zentralistische Bürokraten…schließlich sagte Steinmeier ja: „Diese blaue Fahne steht hier nicht ohne Grund.“ Nur ist sie nicht lebenswichtig für Menschen, die täglich arbeiten gehen, nicht um zu leben, sondern um zu überleben.

Von einem Bundespräsidenten, der ständig von Menschlichkeit redet, hätte man sich gewünscht, dass er auch mal die Menschen erwähnt, die in den letzten Wochen allein, ohne ihre Angehörigen und ohne den engen Familienkreis sterben mussten.

Aber wenn solche Egoisten wie Steinmeier von Solidarität und Menschlichkeit sprechen, dann sehen sie nur den Splitter im Auge des anderen, wie z.B. bei Orban, Johnson und allen, die friedlich ihre Interessen vertreten.
Inmitten seiner Rede erlaubte sich Steinmeier den Satz: „Die Welt danach wird eine andere sein.“ Das ist sie längst! Die drastische Zunahme von wirtschaftlicher und sozialer Not und noch größerer Armut. Die Menschheitsgeschichte wird wohl noch lange auf das Jahr 2020 zurückblicken. Auch dahingehend, wer etwas von echter Solidarität und Menschlichkeit versteht und wer nicht.

Etwas Menschlichkeit konnte man nach dem Krankenhausaufenthalt von Boris Johnson erkennen. Er verließ die Intensivstation als geheilt. Bis auf wenige Ausnahmen gab es über alle Parteigrenzen hinweg eine große Welle von Mitgefühl. Von Solidarität und Menschlichkeit hat man von unseren Politikern zu Johnsons Krankenhausaufenthalt nichts mitbekommen.

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