Es reicht, ich brauche keinen Vormund, ich bin mündig!

Ich darf zusätzlich zu den Personen in meinem Haushalt (meinem Töchterchen), zu einer Person Kontakt haben. Wer mich jetzt besuchen möchte, sollte schnell sein, es muss terminiert werden, sonst gibt es ein fürchterliches Durcheinander, schließlich muss ich auch noch arbeiten!

Herr Kretschmer, was soll das? Sie erlauben sich tatsächlich, über mein Leben und über Leben meiner Tochter zu bestimmen?! Dies wegen einem Grippevirus namens „Corona“ und einer Sterbequote von 0,37%? Sie erlauben mir jetzt den Kontakt zu einer zusätzlichen Person, und ich darf mich weiter als 15 km von meinem Wohnort bewegen, wie großzügig. Soll ich Ihnen mal was sagen, das geht mir ganz herzlich am A…. vorbei. Ich habe den ganzen Tag so viel Kontakt zu anderen Menschen, die durch ihre und den Anweisungen der anderen Politiker, völlig isoliert, verängstigt und vereinsamt zu Hause sitzen.

Ich spreche von alten und kranken Menschen. Ich (und mein liebes Team) fahren jeden Tag zu diesen Menschen , wasche, beruhige, versorge sie, trockne Tränen, halte Händchen, begleite Sterbende, entlaste Angehörige, oft bis spät in die Nacht. Und tatsächlich ist der Kontakt sehr eng, und das ist gut so, das ist Menschlichkeit. Ich nehme traurige Menschen in den Arm und ich werde herzlich umarmt, wenn ich den Menschen Gutes tun konnte.

Meine Tochter ist inzwischen ganz alleine zu Hause, überfordert mit dem Lernprogramm der Schule und mittlerweile auch vereinsamt; verstimmt und sehr traurig. Haben Sie einmal an die Kinder gedacht, wie es ihnen geht, wenn sie allein sind, nicht zu Schule können und die Eltern arbeiten gehen? Es ist nicht meine Pflicht, neben meinem Job meine Tochter zu unterrichten! Haben Sie einmal an die Pflegekräfte gedacht, die außerhalb von „Corona“ die Alten, Kranken und Sterbenden versorgen? Oder klatschen Sie nur, wenn Betten freigehalten werden und Pflegekräfte in Kurzarbeit gehen? Haben Sie einmal an die alten und kranken Menschen gedacht, die vor Angst und Einsamkeit sterben wollen? Haben Sie überhaupt ein Gewissen? Wissen Sie eigentlich, dass die Würde des Menschen unantastbar ist?
Sie geben viel Geld aus, um die Bürger in Sachsen anzuschreiben. Nach den ersten Zeilen Ihres Schreibens war mir speiübel und dieser Wisch landete im Papiermüll. Sie reden von Zusammenhalt…was meinen Sie, wo findet der statt? Ich merke nichts davon, aber ich merke sehr wohl, dass die Stimmung unter den Menschen hochkocht, die Menschen sind hochgradig aggressiv, denunzieren, zeigen sich gegenseitig an, es dauert nicht mehr lange und sie gehen sich gegenseitig an die Gurgel. Spaltung, wieder mal gewollt.
Wie fühlen Sie sich, wie Gott?

Bestimmen über das Leben der Anderen …das hatten wir schon einmal!
Wo waren sie bei der Grippewelle, die viele tausende Tote forderte? Wo waren Sie, als der Norovirus ausbrach und sehr viele alte Menschen starben? Standen Sie da an der Seite der Sachsen? Nein!
Es reicht, Herr Kretzschmer und ich lade Sie sehr gern ein, mich in meinem Alltag zu begleiten, all die einsamen alten und kranken Menschen zu besuchen und sich ein Bild zu machen, was Angst und Panik aus den Menschen macht! Besinnen Sie sich und lassen das normale Leben einkehren, aus Liebe und Menschlichkeit zu den Bürgern in Sachsen, denken Sie auch an die Existenz der Bürger.

Für mich gilt noch immer: „Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“

Herzlichst,
Schwester Anja

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