Tageskolumne 02.01.2021

Berlin. In der Hauptstadt wurden „Retter von Polizei und Feuerwehr in der Silvesternacht angegriffen“, schreibt die B.Z. als Schlagzeile. Hmm. Unglaublich. Egal, es ist ja Feiertag und der Praktikant womöglich noch nicht so geübt in der deutschen Sprache. Gemeint waren die alljährlichen Übergriffe mit Pyrotechnik auf die Einsatzkräfte der Berliner Floriansjünger und Ordnungshüter. Zweitere sind an der Situation nicht ganz unverschuldet beteiligt. Erstere sind einfach nur noch zu bedauern. Den Rettungsdiensten kann man nur danken, dass sie trotz aller Widrigkeiten in den heutigen Zeiten noch rausfahren um zu helfen. Bei der Polizei seh ich das inzwischen oftmals differenzierter. Ich weiss auch von Beamten, welche das durchaus ähnlich sehen. Immerhin waren dieses Mal nur 5 statt wie voriges Jahr 24 Vorfälle. Kein Wunder, wenn die Hubschrauber ununterbrochen fliegen. „Zünden von Pyro, Feuern aus Schreckschusswaffe, Konsum von Alkohol – die von unseren Kollegen aufgenommenen Personalien füllen gleich mehrere Anzeigen“, teilte die Polizei bereits am frühen Abend stolz auf Twitter mit. Hmm. Wir sind schon mitten im Krieg. Im Krieg gegen die Traditionen.

Der in Berlin ganzjährigen Tradition des Abfackelns von fahrbaren Untersätzen wurde auch in der Silvesternacht ausreichend gefrönt. Das gehört dort einfach zum guten ähm linksgrünen Ton.
In Sachsens Messer- ähm Messestadt Leipzig gehören Brandstiftungen auch zur Musik des roten Bürgermeisters Burkhard Jung von der SPD. So auch zu Silvester in der Mercedes-Benz-Niederlassung Torhauer Strasse. Sieben von zehn Bundeswehrfahrzeuge der Bauart „Wolf“ standen in Flammen. In einem Bekennerschreiben auf der eigentlich verbotenen Internetplattform „Indymedia“ hiess es dazu: „Die Bundeswehr verdient unsere Aufmerksamkeit als Element im repressiven Instrumentenkasten des Staates ebenso wie die anderen Institutionen die es in den letzten Jahren zu Silvester getroffen hat“. Ah ja. Alles klar. So geschwollen faseln meist nur die Studienabbrecher aus dem Connewitzer ,LinXXnet’ in der Brandstrasse. Passend. Das sind übrigens die Guten.

In Stuttgart waren an die einhundert Bösen ohne Brandstiftungen gegen die Corona-Massnahmen der Regierung unterwegs. Einer zeigte mit links den Hitlergruss! Ich bin entsetzt. Es ist wird nicht besser.

Schönen Tag!

Ute Fugmann

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