Im Autokorso durch Sachsen!

B wie Berlin oder bedingungsloser Luxus. Ich hab mir bei den horrenden Spritpreisen den grossen Dresdner Auto-Korso unter der Führung der Querdenker 351 mit eigenem Auto gegönnt. „Hättmers ni, gönnd mirs ni!“, sagt der Sachse. Spässle.
Schon am Sonntag fertigte ich mit Wandfarbe handgemalte Bannerchen aus Müllsäcken (mit Zugband!) für meinen Vivo, welche ich und mein guter Freund René bei ungünstigen Windverhältnissen nach dem Eintreffen und der Positionierung in Reih und Glied auf dem Dresdner Festplatz mit Gaffa vorne und hinten im Gefährt festnagelten. Bei der Ankunft gab auch noch grüne (!) Bändchen für den linken Aussenspiegel und einen QR-Code für den Audio-Livestream aufs Smartphone. Tolle Sache ansich! Vorausgesetzt man hat genug Strom auf dem Handy. Irgendwas ist aber immer. Egal.

Bei meinem Rundgang über den Sammelplatz am Ostragehege traf ich hier und da bekannte Gesichter. Ich hatte mich auf den Strassen ne Weile rar gemacht. Umso grösser die Wiedersehensfreude. Kein Spässle.
Kurz vor 18.00 Uhr sprangen dann alle 185 Fahrer in ihre meist ebenfalls üppig geschmückten Autos. Ich war die Zweite nach dem Führungsfahrzeug der Querdenker. Ein Sprinter mit Hochdach. Toll. Gesehen hab ich nach vorne nüscht bis nicht viel. Spässle.
Die Strecke führte über den Bahnhof Dresden-Neustadt über Pieschen nach Radebeul. Nach gefühlten 100 Kilometern durch die Karl-May-Stadt ging es über Weinböhla und Niederau in Richtung Meissen.

Immer wenn der Zug ins Stocken kam, säumten rechts und links Spaziergänger die Strassen. Grandios. Den Menschen ist das widrige Wetter egal. Der Empfang in der Domstadt mit Porzellan-Manufaktur war auch bemerkenswert. Der Verkehr kam schon vor uns zum Erliegen und die Polizei traute sich Anfangs nicht uns im eigentlichen Gegenverkehr passieren zu lassen. Vielleicht gab es darüber Aufklärung im Audio-Stream, aber den hatte ich wegen Energiemangel nicht mehr. Egal. Dank einer kurz vor Abfahrt erhaltenen Lektion für Blonde zu meinem Verhalten bei Ankunft am Endpunkt von dem Chefführer ähm -fahrer der Veranstalter wusste ich, dass ich die mir Folgenden bis zum Ende mitnehmen sollte. Zum Ende des Elbeparkplatzes in Meissen!. Hat auch halbwegs gut funktioniert. Spässle.

Fazit: Gaffa hält die Welt zusammen und Wandfarbe auch bei Regen. Wichtiger jedoch ist der Zusammenhalt der Menschen auf den Strassen! Danke an jeden einzelnen Spaziergänger und genauso auch jedem Korso-Teilnehmer!
PS: Ich hab morgen auch ein neues Tagesziel. Wie krieg ich die Leimreste vom Panzerband (Gaffa) von meiner Motorhaube? Gott sei Dank, hab ich eine Garage hinterm und ein Beruhigungs-Bier im Haus.

Schönen Tag!

Ute Fugmann

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