Werden in Hörsälen der Uni Leipzig grundgesetzwidrige Aktionen geplant?

Die Uni Leipzig stellt Hörsaal dem umstrittenen Netzwerk „Leipzig nimmt Platz“ zur Verfügung

Am Donnerstag findet im Hörsaal 8 der Universität Leipzig eine Veranstaltung zu dem Thema „Mobi-Abend zu den Montagsprotesten“ statt. Veranstalter ist augenscheinlich ein umstrittenes Leipziger Netzwerk, was immer wieder Gegenproteste gegen verschiedene Veranstaltungen in Leipzig organisiert.

Im Rahmen von Gegenprotesten in Leipzig kommt es immer wieder zu Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. Erst am vergangenen Wochenende kam es wieder zu Sitzblockaden, Sachbeschädigungen und auch zu Angriffen auf Demonstranten, beziehungsweise deren Fahrzeuge.

Bei der Veranstaltung, in einem Hörsaal der Uni Leipzig, sollen nun Möglichkeiten des Gegenprotestes diskutiert werden.

Andersdenkende sind bei der Veranstaltung unerwünscht. So steht auf der Einladung: „Verschwörungsideolog*innen und sonstige Rechte sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.“

Da eine Universität von den Steuergeldern aller Steuerzahler finanziert wird, unabhängig ihrer politischen Meinung, sollten die Räumlichkeiten auch allen Menschen zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund hat Ungetrübt Media folgende Presseanfrage an die Stadt Leipzig gesandt, die wir im Anschluss dieser Einleitung dokumentieren möchten. Eine eventuelle Antwort werden wir ebenfalls veröffentlichen.

Presseanfrage: Mobi-Abend zu den Montagsprotesten

Sehr geehrte Damen und Herren, werter Herr Matthias Hasberg

ich bitte Sie hiermit, folgenden Fragenkatalog zum obengenannten Thema möglichst zeitnah zu beantworten.

Am Donnerstag den 01.12.2022 findet in der Universität Leipzig im Hörsaal 8 eine Veranstaltung unter dem Motto: „Mobi-Abend zu den Montagsprotesten“ statt. Veranstalter ist augenscheinlich das sogenannte Aktionsnetzwerk“Leipzig nimmt Platz“. Laut Einladung zu dieser Veranstaltung sind Teilnehmer, die nicht in das Weltbild passen, ausgeschlossen.

  1. Entspricht es dem Wertekanon der Stadt Leipzig, dass politisch Andersdenkende von Veranstaltungen in der Universität ausgeschlossen werden? Immerhin handelt es sich um eine Einrichtung, die durch die Steuerzahlungen aller Steuerzahler finanziert wird, unabhängig ihrer politischen Meinung und politischen Ansichten.
  2. Im Einladungstext ist zudem vermerkt, dass es auch ein kurzes Demo 1×1 geben wird, wie man sich auf Demonstration verhält. Wie möchte die Stadt Leipzig verhindern, dass im Rahmen dieser Veranstaltung nicht zu Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten aufgerufen wird oder zu Aktionen die darauf hinauslaufen? Im Rahmen von Gegenaktionen, zu den Montagsprotesten, kommt es nämlich immer wieder zu derartigen Vorkommnissen. Den Aufruf zur erwähnten Veranstaltung füge ich samt Grafik dieser E-Mail bei.

Ich bedanke mich für die Beantwortung der Fragen im voraus.

Mit freundlichen Grüßen: …….

Redakteur Ungetrübt Media

Einladungstext vom Netzwerk „Leipzig nimmt Platz“:

Mobi-Abend zu den Montags-Gegenprotesten

Am Donnerstag veranstalten wir im Hörsaal 8 auf dem Uni-Campus einen Mobi-Abend für die montäglichen Proteste gegen die rechten und verschwörungsideologischen Aufmärsche. Es wird Infos darüber geben, wer überhaupt jeden Montag bei den Faschos mitläuft, warum es wichtig ist gegen die rechte Melange auf die Straße zu gehen, welche Gegenproteste wir planen und wie man sich einbringen kann. Zudem wird es ein kurzes Demo 1×1 geben, wie man sich auf Demonstrationen verhält. Kommt gerne vorbei!

🗓 Donnerstag, 01.12.22
🕖 19:00 Uhr
📍 Hörsaal 8, Uni Leipzig

Verschwörungsideolog*innen und sonstige Rechte sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

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