Briefwahl rettet das Kartell der Deutschlandabschaffer!

Nur die Briefwahl rettet das Kartell der Deutschlandabschaffer

Es gab wohl bisher kaum eine Oberbürgermeisterwahl, die derartige Schlagzeilen produziert hat. Die gesamte nationale Presse bis hin zu Medienerzeugnissen aus den USA berichtete darüber. Und dabei reden wir nicht von einer Wahl in Hamburg, Düsseldorf oder München. Die Rede ist vom beschaulichen Aue-Bad Schlema.

Für viele Einwohner ist die Situation allerdings längst nicht mehr so beschaulich. Auch die Kreisstadt leidet unter den Folgen einer aus Sicht vieler Bürger kranken und fehlgeleiteten Politik. In einer solchen Situation stechen Politiker heraus, die das tun, was Politiker eigentlich tun sollten: zuhören, mit den Bürgern reden und zwar unabhängig davon, welche politischen Ansichten diese vertreten und vor allem anpacken.

Ein solcher Anpacker ist Stefan Hartung von den Freien Sachsen, der sich seit vielen Jahren in der Region engagiert. Sicherlich agiert der IT-Unternehmer nicht immer mit Samthandschuhen. Doch angesichts der zahlreichen Probleme, mit denen Deutschland und die Region aktuell konfrontiert ist, gehören die Samthandschuhe ohnehin längst in eine Schublade gelegt. Ein Besen mit Stahlborsten erscheint vielen Bürgern mittlerweile deutlich notwendiger – sowohl in Deutschland, in Sachsen und auch in Aue-Bad Schlema.

Genau dieses Engagement kommt bei den Wählern an, das zeigte sich im übrigen schon in der Vergangenheit. Entsprechend groß war die Schockstarre bei den politischen Gegnern, als Hartung im ersten Wahlgang mit einem vergleichsweise deutlichen Vorsprung vor seinen Mitbewerbern lag.

Es kam, wie es kommen musste und wie wir es bereits von anderen Wahlen kennen: Das politische Lager der Machterhaltungsganoven rückte zusammen. Von der selbst ernannten Antifa bis hin zur CDU – alle gegen Hartung, alle gegen eine politische Veränderung und einen Kurswechsel . Lediglich die AfD beteiligte sich nicht an dieser Frontbildung, sprach allerdings auch keine ausdrückliche Wahlempfehlung für den Kandidaten der Freien Sachsen aus.

Die Journalisten der etablierten Medien und die zahlreichen Kamerateams unterboten in den Wochen bis zur Stichwahl noch einmal ihr ohnehin niedriges Niveau. Eigentlich fehlte nur noch Paul Ronzheimer mit schusssicherer Weste und Stahlhelm, um live aus Aue-Bad Schlema zu berichten.

Letztendlich mussten jedoch auch viele Medienvertreter erkennen, dass ihre oftmals undifferenzierte Berichterstattung zumindest in Aue-Bad Schlema nicht auf den erhofften fruchtbaren Boden fiel. Auch die Bilder die man verzweifelt suchte, bekamen die Lohnschreiberlinge nicht vor die Kamera.

Nehmen Sie sich ruhig einmal die Zeit, liebe Leser, die entsprechenden Artikel und Kommentare zu lesen. Das Niveau vieler Beiträge ist erschreckend und lässt oftmals mehr Haltung als journalistische Distanz erkennen. Getreu nach dem Motto: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

Am Wahlabend selbst platzte das Rathaus aus allen Nähten. Ein derartiges Medienaufgebot wird es bei einer Oberbürgermeisterwahl vermutlich so schnell nicht wieder geben. Bereits die ersten Zahlen aus den Wahllokalen machten deutlich, dass es ein spannender Abend werden würde.

Letztendlich reichte es für Stefan Hartung hauchdünn nicht zum Wahlsieg. Wie schon bei zahlreichen anderen Wahlen zuvor spielte dabei die Briefwahl eine entscheidende Rolle. In den regulären Wahllokalen lag der Kandidat der Freien Sachsen größtenteils vorn, teilweise sogar mit deutlichem Vorsprung. Erst das Ergebnis der Briefwahl sorgte dafür, dass sich sein Gegenkandidat von der CDU am Ende durchsetzen konnte.

Die Briefwahl bleibt damit ein Thema, das kritisch diskutiert werden sollte. Sie bietet naturgemäß deutlich weniger Kontrollmöglichkeiten als die persönliche Stimmabgabe im Wahllokal. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob das bestehende System der Stichwahl noch zeitgemäß ist. Wer bei einer Personenwahl bereits im ersten Wahlgang die meisten Stimmen auf sich vereinen kann, sollte nach Ansicht vieler Bürger auch als Sieger feststehen. Dass anschließend sämtliche unterlegenen Lager ihre Kräfte bündeln, um den Erstplatzierten doch noch zu verhindern, wird von vielen Wählern als Missachtung des ursprünglichen Wählerwillens empfunden.

Die Wahl in Aue-Bad Schlema hat jedenfalls gezeigt, dass sich die politische Stimmung in Sachsen weiter verändert. Unabhängig davon, wie man zu den einzelnen Kandidaten steht, dürfte dieses Ergebnis noch lange für Diskussionen sorgen. Für die Freien Sachsen und ihren OB-Kandidaten Stefan Hartung war es letztendlich alles andere als eine Niederlage.

Alexander Kurth

(Grafik wurde mit KI erstellt)

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