
Wahre Größe wird von Unrat nicht verdeckt, sondern überragt ihn!
Eigentlich könnte man es bei diesem Zitat bereits belassen, um eine Stellungnahme zu den aktuellen Äußerungen von Sudel-Michel über Richard Wagner abzugeben. Sudel-Michel, das sogenannte moralische Gewissen der Nation – eine Nation, die moralisch ebenso verkommen ist wie Friedmann selbst. Ein ehemaliger Drogenkonsument mit einer Vorliebe für Zwangsprostituierte, der immer wieder von Menschenrechten fabuliert, ist genauso unglaubwürdig wie die verkommene westliche Elite, die im Iran angeblich für Frauenrechte kämpft und deshalb schon mal Mädchenschulen bombardiert.
Richard Wagner würde wohl im Grabe rotieren, wenn er wüsste wer in den letzten Jahren alles in Bayreuth aufgeschlagen ist. Ob Merkel oder Claudia Roth, die es in der brd sogar zur Kulturministerin schaffte. Alleine dieser Umstand beweist, wie kulturell bankrott dieses Land doch geworden ist.
Aber auch ohne Michel Friedmann, der am heutigen Sonntag in Bayreuth auftreten soll – und das, obwohl er den Boden in Bayreuth als kontaminiert bezeichnet –, haben die Nachfahren von Wagner alles dafür getan, sein Wirken mit Kübeln voll Schmutz zu bewerfen.
Bayreuth machte in den vergangenen Jahrzehnten immer weniger mit Richard Wagners Musik und Wirken, als vielmehr durch fragwürdige Inszenierungen Schlagzeilen. Ob Chéreaus industrialisierter „Ring“, Schlingensiefs wirrer Bilderrausch, Neuenfels’ „Ratten-Lohengrin“ oder Castorfs an Tankstellen und Ölfeldern spielender „Ring“ – immer wieder wurden Wagners Werke bis zur Unkenntlichkeit verfremdet, verhunzt und an den aktuellen Zeitgeist angepasst. Wir können uns alle ausmalen, wie die Inszenierungen in den kommenden Jahren aussehen werden.
An die Stelle der Komposition und der eigentlichen Handlung traten Provokation, wirre politische Botschaften und der Drang, um jeden Preis Aufmerksamkeit zu erzeugen. Aus dem Festspielhaus wurde damit für nicht wenige Wagner-Liebhaber weniger ein Tempel der Wagner-Pflege als vielmehr ein Experimentierfeld auf Kosten des Werkes und seines Schöpfers. Ein Experimentierfeld für Meister der Kulturzerstörung, in einer Zeit, in der Fäkalien auf den Thron gehoben werden.
Rückblickend hat die deutsche Geschichte in jeder ihrer Epochen große Männer und Frauen hervorgebracht. Ich möchte hier nur einige wenige aufzählen: Hildegard von Bingen, Walther von der Vogelweide, Johannes Gutenberg, Martin Luther, Albrecht Dürer, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Immanuel Kant, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller oder Alexander von Humboldt. In der heutigen Zeit sucht man solche Geistesgrößen leider vergeblich. Wirft man in ferner Zukunft einen Rückblick auf die BRD, wird es auch in dieser Hinsicht nichts geben, was erwähnenswert wäre.
Wagner selbst erblickte in meiner Heimatstadt Leipzig das Licht der Welt, und zwar am 22. Mai 1813. Auch in der Messestadt gab es bereits Versuche aus der Politik und der bunt bewegten Zivilgesellschaft, seinen Namen zu diskreditieren. So sollte der Richard-Wagner-Platz in Refugees-Welcome-Platz umbenannt werden, ein Vorhaben, welches aber zum Glück scheiterte.
Zu seinen bekanntesten Werken gehören der Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“, „Tristan und Isolde“, „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Der fliegende Holländer“, „Tannhäuser“, „Lohengrin“ und „Parsifal“, die bis heute weltweit auf den Spielplänen der Opernhäuser stehen. Oftmals findet im Ausland sogar eine höhere Wertschätzung statt; verhunzte Inszenierungen, wie wir sie in der BRD erleben müssen, bekommt man dort selten präsentiert.
Hier gäbe es noch deutlich mehr zu berichten, aber dies würde die Länge des Artikels sprengen. Ich möchte hier mit zwei Zitaten des großen Meisters schließen:
„Ehrt eure deutschen Meister, dann bannt ihr gute Geister“ aus „Die Meistersinger von Nürnberg“ oder „Dreck nicht Dreck sein lassen und mit beiden Händen aufräumen“.
Alexander Kurth