
Einer der intelligentesten Artikel, die ich in der letzten Zeit gelesen habe.
„Die Regierung der Maschinen. Aufstieg und Fall des Künstlichen Staates“ – ein Buch von Jill Lepore, Historikerin.
„Wir stehen an der Schwelle zu einer Situation, in der der Künstliche Staat gezielt aufgebaut wird. Mark Zuckerberg sagt, dass die ganze Menschheit bald vernetzt zusammenleben und es dann nie wieder Krieg geben wird, während er zum drittreichsten Menschen der Welt wird – warum glauben die Leute das eigentlich? Solche Menschen haben weitgehend die Kontrolle über unser politisches Leben. Wir haben sie aber nicht gewählt. Da gibt es einen Satz vom OpenAI‑Gründer Sam Altman, der mich jedes Mal wieder umhaut: „Wenn ich nicht selbst mitmischen würde, würde ich mich fragen: Wie kommen diese Arschlöcher dazu, über mich zu entscheiden?“
Unter dem Gesichtspunkt erklärt sich auch die fast gottgläubige Einführung der sogenannten „Digitalisiuerung“ in alle Bereiche des täglichen Lebens. Der dem Zauber innewohnende #Transhumanismus löst die Gesellschaft in seelenlose bits und bytes auf, die humanoiden Zellhaufen kann man täglich über die Straßen der Heimat taumeln sehen, einer Heimat, die sie nicht mehr wahrnehmen, nicht mehr fühlen – dafür aber mit dem Digitalteil in der Hand und dem Kopfhörer auf dem „Denkapparat“ – abgekoppelt von jeder wirklichen Kommunikation.
(archive.ph nutzen 🙂 )