
BlackRock, Merz und die Ukraine: Ein schwarzes Loch für deutsches Geld
Noch dauert der Krieg in der Ukraine an, doch das Milliardengeschäft mit dem Wiederaufbau nimmt bereits Gestalt an. Die Weltbank beziffert den Bedarf für die kommenden zehn Jahre auf knapp 588 Milliarden Dollar. Der amerikanische Investment-Gigant BlackRock soll gemeinsam mit der Weltbank einen Finanzierungsrahmen entwickeln. Für Deutschland wird damit die Frage interessant, welche zusätzlichen Lasten auf die Steuerzahler zukommen.
Schon heute weist die Bundesregierung unglaubliche rund 100 Milliarden Euro an Ukraine-Hilfen und Verpflichtungen aus. Eine Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft zeigt allerdings, daß diese Summe sehr unterschiedliche und eigentlich kaum vergleichbare Posten zusammenfaßt: tatsächlich geleistete bilaterale Unterstützung, Ausgaben für ukrainische Flüchtlinge in Deutschland, Garantien und künftige militärische Zusagen. Nur 41,7 Milliarden Euro lassen sich als unmittelbar geleistete bilaterale Hilfe einordnen. Weitere 35,9 Milliarden entfallen auf Ausgaben und Garantien im Inland. Rund 22 Milliarden sind militärische Zusagen für kommende Jahre.
Daß ausgerechnet der weltgrößte Vermögensverwalter beim Wiederaufbaugeschäft in der Ukraine in der ersten Reihe mitspielt, hat einen außerordentlich unguten Beigeschmack – überwollende Kritiker könnten auf den Gedanken kommen, daß der US-Großinvestor ein Interesse am Krieg haben könnte, um danach beim Wiederaubau umso größere Profite zu machen. Und ein besonders großes Fragezeichen verbindet sich mit der Person des deutschen Bundeskanzlers. Friedrich Merz war bekanntlich 2016 bis 2020 Vorsitzender des Aufsichtsrats von BlackRock Asset Management Deutschland und damit in leitender Funktion für die deutsche Tochter des weltweit größten Vermögensverwalters tätig. Vielen drängt sich angesichts dieses Vorlebens der Verdacht auf, einflußreiche Kräfte hätten zielstrebig darauf hingewirkt, Merz in sein heutiges Amt zu hieven, wo er für das Ukraine-Engagement von BlackRock von besonderem Nutzen sein könnte.
Gastbeitrag von Des Geyers schwarzer Haufen: