#Interview mit Wutbürger Andy Habermann

Im Interview mit Andy Habermann von der Deutschrockband ‚Die Wutbürger‘

Liebe Zuschauer, liebe Leser,

in den letzten Tagen musste die Deutschrockband: ‚Die Wutbürger‘ ein regelrechtes mediales Trommelfeuer über sich ergehen lassen.

Während umstrittene Bands wie ‚Feine Sahne Fischfilet‘ die in ihren Texten Gewalt gegen Polizisten propagieren, von höchsten politischen Repräsentanten hofiert werden, werde heimattreue Musiker oder Künstler die vom Mainstream abweichen, regelrecht mit der Nazikeule erschlagen.

Bei uns kommt der Sänger der Wutbürger Andy Habermann, der zugleich für die AfD kommunalpolitisch aktiv ist, natürlich ungetrübt zu Wort.

  1. Sehr geehrter Herr Habermann, vielen Dank, dass Sie uns für ein Interview zur Verfügung stehen. Stellen Sie sich doch mal kurz unseren Lesern vor.
  2. Sie sind Mitglied in der Musikgruppe ‚Wutbürger‘. Was war der Anlass für die Gründung der Band?
  3. Seit ihrer Gründung war Ihre Band starken Repressionen und Schikanen ausgesetzt. Auch das Medienprojekt ‚1 Prozent‘ berichtete über diese Vorfälle. Hätten Sie mit so viel Gegenwind gerechnet?
  4. Seit einigen Tagen wird eine regelrechte Schlammschlacht gegen Ihre Person, die Band und auch gegen die AfD betrieben. Was sagen Sie zu den Vorwürfen?
  5. Viele etablierte Medien, die oftmals als “Lücken-“ oder gar “Lügenpresse“ bezeichnet werden, bitten Sie derzeit um Interviews und Stellungsnahmen. Wie ist Ihre bisherige Erfahrung mit diesen Medienorganen?
  6. Hochrangige Politiker hofieren auf der einen Seite klar extremistische Musikgruppen wie ‚Feine Sahne Fischfilet‘. Hier möchten wir nur Bundespräsident Frank Steinmeier nennen. Auf der anderen Seite versucht man sogar Musiker mundtot zu machen, die bisher im politischen Mainstream angesiedelt waren und sich nun kritisch zu gewissen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen äußern. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?
  7. Sie sind Mitglied in der AfD. Was waren Ihre Beweggründe, Mitglied der Partei zu werden?
  8. Die AfD ist momentan die einzig ernsthaft wahrnehmbare heimatverbundene Oppositionspartei in diesem Land. Was macht die AfD Ihrer Meinung nach momentan richtig und in welchen Bereichen müsste die Partei noch nachbessern?
  9. Was erwarten Sie vom kommenden Bundesparteitag der AfD?
  10. Sie sind ja selbst kommunalpolitisch aktiv. Wo sehen Sie die größten politischen Baustellen in Ihrer Region und was wären Ihrer Meinung nach erste vernünftige Ansätze, um diese zu lösen, obwohl ja der politische Spielraum auf kommunaler Ebene sehr begrenzt ist?
  11. Was sind Ihre nächsten Pläne mit der Band ‚Wutbürger‘ und was können wir im kommenden Jahr in dieser Richtung erwarten?
  12. Wir bedanken uns für die Beantwortung der Fragen und die letzten Zeilen gehören Ihnen.

Mein Name ist Andy Habermann. Ich bin Musiker, soweit ich zurückdenken kann. Ich habe in vielen Bands gespielt – zuletzt als Teil des Liedermacher-Duos ‚Rotlicht‘. Ich bin zweifacher Vater und Mitglied der AfD.

  1. Der Grund für die Gründung der Band WUTBÜRGER war im Prinzip eine Art Ohnmacht, der ich mich ausgeliefert fühlte. Ich war zu dem Zeitpunkt noch kein Funktionär bei der Alternative und hatte quasi kaum die Möglichkeit der Einflussnahme, außer durch Flyer verteilen und das richtige Wahlkreuz zu setzen. Meine Band ‚Rotlicht‘ hatte sich gerade aufgelöst, und ein Musiker kann einfach nicht ohne Musik. Es brodelte irgendwie in mir und unsere Politik und Gesellschaft hat mich so enttäuscht. Ich wusste, ich muss meine Waffen dafür einsetzen, diesen Wandel zu beeinflussen. Die Band wurde nie als politische Band gegründet. Das ist sie bis heute nicht. Dennoch versucht man, uns darauf zu reduzieren. Wir singen aber sehr wohl über Gott und die Welt. Liebe, Trauer, Verlust – das Leben halt. Manchmal kommen dann halt auch gesellschaftskritische oder gar politische Texte dabei raus. Wir haben weder eine Text-Agenda, noch eine Zensur. Wir schreiben aus unserer Seele.
  2. Ich habe mit dem Gegenwind in dieser Größenordnung nicht gerechnet; ich habe aber gehofft, dass dieser entsteht. Wie sollte man denn seine Feinde kritisieren, wenn sie einen nicht wahrnehmen? Jedes Lüftchen an Gegenwind lässt uns höher in die Lüfte steigen. An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen Mainstream-Medien für die kostenlose Werbung.
  3. Wissen Sie, es ist doch eine ganz offensichtliche Hexenjagd. Verfassungsschutz kritisiert u.a. unsere Kleidung. Ist es wieder soweit? Werden denn solche Behörden wieder instrumentalisiert, um politische Gegner mundtot zu machen? Das wäre ein Zeichen, das jedem Bürger Angst machen sollte. Solange auf unserer Kleidung keine verfassungsfeindlichen Symbole zu sehen sind, solange diese Band weder in Schrift oder in Ton verfassungsfeindliche Worte verkündet, hat diese Behörde auf gut deutsch das Maul zu halten. Ich werde nicht meinen Freundeskreis in gut und schlecht sortieren. Eine Band ist im Prinzip eine Art GBR – eine juristische Person. Wenn diese Person sich nichts zu Schulden kommen lässt, gilt die Unschuldsvermutung. So haben es unsere Vorväter in ein Gesetzbuch gepackt. Ich mache einen Menschen nicht danach aus, ob er schon mal links oder rechts in Erscheinung getreten ist, oder gar sein Nachbar mal einen Schäferhund hatte, dessen Züchter den Tankwart von Adolf Hitlers Urenkel kannte. Mich interessiert der Mensch der Gegenwart. Eine Momentaufnahme.
  4. Es sind die üblichen Verdächtigen, deren Firmennamen ich hier gar keine Bühne bieten will. Das Schlimmere sind die Medien, die Gerüchte einfach nur weiterverbreiten, ohne Kontakt mit uns aufzunehmen. Natürlich brauchen diese nicht mehr mit Korrespondenz unsererseits rechnen.
  5. Das ist ein klarer einseitiger Gesinnungskrieg. Was auf den großen Bühnen passiert, ist nur ein Abbild der ganzen Gesellschaft. Linke Medien, linke Professoren, linke gleichgeschaltete Parteien. Man hat schon Schwierigkeiten, einen Kita-Platz zu bekommen, wenn rauskommt, dass man sein Kreuz „falsch“ setzt. Leute verlieren ihre Jobs. Deshalb machen uns als Band die aktuellen Vorwürfe nichts aus. Wir scannen und stigmatisieren nicht unser Bandpersonal. Es muss zwischenmenschlich passen. Uns interessiert die Vorgeschichte einzelner Mitglieder unserer Band nicht. Es zählt, wer derjenige in diesem Moment ist, wo er ein Teil unserer Familie wird. Das macht uns als Wutbürger toleranter als diejenigen, die uns Toleranz erklären wollen.
  6. Diese Partei hatte von allen, zur Wahl stehenden, Parteien die meisten gemeinsamen Vielfachen mit mir.
  7. Also erstmal macht die Partei mehr richtig als falsch. Dennoch hapert es wie so oft im Leben an Zusammenhalt. Die Mitglieder müssen akzeptieren, dass auch innerhalb einer Partei Pluralismus gelebt werden muss. Man muss kompromisbereiter werden und seine Konflike sachlich und intern austragen.
  8. In erster Linie erwarte ich linke Blockaden und Angriffe. Parteiinhaltlich erwarte ich gar nichts, sondern verlasse mich auf die Kompetenz der jeweiligen Protagonisten – so, wie sie sich auf mich in der Kommunalpolitik verlassen, ohne sich einzumischen.
  9. Wir agieren hier als Opposition. Wir sind ganz frisch dabei und lernen gerade erst die parlamentarischen Spielregeln kennen. Wir werden in den nächsten Monaten anhand unserer Anträge genau aufzeigen, was uns wichtig ist. Populistische Anträge wie von der Linken nach dem Motto: „Wir beantragen, dass wir uns alle lieb haben und die Welt besser wird“ finden wir zum Fremdschämen. Momentan ist unsere Aufgabe, unsere Stimmen richtig einzusetzen – also passiv den Willen unserer Wähler umzusetzen. In Zukunft werden wir das auch aktiv tun.
  10. Uns wird niemand stoppen. Kein Verfassungsschutz und keine billige Presse. Anfang 2020 kommt unser Album raus. Dort werden wir zurückschlagen – auf unsere Weise. Es stehen Konzerte an, deren genaue Details wir natürlich kurzfristig bekannt geben. Zieht euch warm an.
  11. Liebe Leute, werdet ein Teil unserer Familie. Wir sind mehr, als eine Berliner Undergroundband. Wir werden eure Stimme sein. Wir riskieren alles – für euch. All die Ungerechtigkeiten werden wir ansprechen. Kein Tierquäler, kein politischer Radikaler, kein Frauenschläger, kein Kinderschänder und keine fanatische Religion wird vor uns sicher sein. Ein letztes Wort an unsere Behörden: Habt keine Angst vor uns, denn wir haben auch keine vor euch.

Andy Habermann
Die Wutbürger

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