Tageskolumne 30.03.2020

Sonntag. Berlin. Am Kottbusser Tor gestaltet sich der Versuch Dealer und Drogenkonsumenten zu mehr Abstand zu bewegen zu einem Katz-und-Maus-Spiel zwischen der Polizei und den Drogenhändlern. Unter den Gleisen geht der Handel weiter. Auf englisch schallt die Durchsage durch den U-Bahnhof „Bitte halten Sie Abstand! Bitte niesen Sie in die Armbeuge!“. Klar. Zwischen 18.00 Uhr und 6.00 Uhr überprüften rund 400 Polizisten in 647 Fällen die Einhaltung der Verordnungen über erforderliche Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus. Sie schrieben 43 Strafanzeigen und 129 Ordnungswidrigkeitsanzeigen. Völlig sinnbefreit. Es doch wirklich wurscht ob die Junkies an oder mit Corona verrecken oder wie gehabt durch Kokain plus anderen Shit. Um die Dealer heult auch keiner. Meine Meinung. Punkt. Egal. Ganz tolle Show! Mehr nicht.

Puppen täten das auch.
Gegen die Einsamkeit gibt es jetzt Puppen Die gab es schon vorher, aber jetzt boomt das Geschäft. Im beschaulichen Touristendorf Sierksdorf in Schleswig-Holstein produziert eine deutsche Firma sogenannte ,Real Dolls’, also Puppen in Lebensgrösse. „Viele unserer Kunden sagen uns, dass es weniger die sexuelle Befriedigung, sondern viel mehr die Gesellschaft und Nähe ist, die unsere Puppen vermitteln. Ausserdem hören sie immer zu und sind auch wandelbar“, sagt Daniel Knebel, der Pressesprecher von ,Dollpark’. „Was für Aussenstehende absurd klingen mag, ist eigentlich nicht viel anders als ein Kuscheltier in der Kindheit. Sie geben Geborgenheit und weisen einen nicht zurück“. Hmm. Dazu fällt mir nichts mehr ein. Doch! Manchmal bin ich gern Aussenstehende!


Thomas Schäfer stand wohl schon zu lange zu weit aussen. Der hessische Finanzminister nahm sich offenbar das Leben. Ob er das wirklich wollte, werden wir nicht erfahren. Abschiedsbrief hin oder her. Schlimm genug. Beileid der Familie.


Apropos Brief: Die Post will jetzt zur Not 200 Millionen Briefe und Sendungen bunkern. Die Not beruft sich auf Corona. Das gelbe Unternehmen hat ein 20 seitiges Papier ,Notfallplanung Covid 19’ erarbeitet. In einem Bericht werden drei Szenarien durchgespielt, welche Zustellarbeit im Quarantänegebieten erfolgen kann. Kein Grund zur Panik! Derzeit gebe es keine Situation der Notfallplanungen. „Daher bestehen auch keine wesentlichen Einschränkungen der Brief- und Paketversorgung…“. Das klingt gut. Ich warte noch auf eine Sendung aus Russland. Nicht gross, aber wichtig!


Jugendweihen, Konfirmationen und Firmungen sind zu Corona-Zeiten nicht so wichtig. Sie werden verschoben. Der anstehende Ramadan auch?


Apropos und überhaupt: In Italien und New York gleichen sich die Zimmer aus den Intensivstationen in den Pressemeldungen wie ein Kuckuck-Ei dem anderen. Komisch.


Eine Katze in Belgien ist jetzt positiv auf den Coronavirus getestet wurden. Schock, schwere Not! Entwarnung. Das Tier wurde von seiner Besitzerin infiziert. Hmm. Entdeckt wurde das Virus, weil das Kätzchen sich übergeben hatte und schwer atmete. Hä? Mein Fritz schnarcht wie die Säge im Russischen Wald und kotz mit Vorliebe auf das teure Teppich-Imitat aus Rinderfell. Eigentlich eindeutig Corona. Ich darf aber grad nicht zum Tierarzt. Fritz auch nicht.

Schönen Tag!

Ute Fugmann

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